Corona: WHO kein Fan von Genesenen-Plasma als Therapie

Corona-Patienten sollen der WHO zu Folge keine Behandlung mit Genesenen-Immunplasma erhalten.
Corona-Patienten sollen der WHO zu Folge keine Behandlung mit Genesenen-Immunplasma erhalten. ©REUTERS/Denis Balibouse//File Photo (Symbolbild)
Eine Behandlung von Corona-Patienten mit Genesenen-Immunplasma: Das soll laut der WHO nicht stattfinden. Eine WHO-Expertengruppe rät von derartigen Transfusionen ab, wie sie in "BJM" schreibt.

Nach derzeitiger Studienlage hätten Covid-19-Patientinnen und -Patienten weder eine bessere Überlebenschance noch senke eine Transfusion mit Plasma das Risiko, dass sie beatmet werden müssen, heißt es in dem Artikel.
Bei "BMJ" handelt es sich um eine Fachzeitschrift.

Fachleute begutachteten mehrere Studien

Die Experten hätten 16 Studien mit insgesamt mehr als 16.000 Patienten begutachtet. In besonders schweren Fällen sei die Studienlage noch unsicher, deshalb sprechen sich die Experten nicht gegen weitere Studien bei solchen Patienten mit Plasma aus.

Passiv-Immunisierung mit Hilfe von Blutplasma bestimmter Personen

Im Herbst 2020 galt eine passive Immunisierung mit Hilfe von Blutplasma von Menschen, die Covid-19 überstanden und Antikörper gegen Coronaviren gebildet haben, noch als vielversprechende Therapie. So etwas sei auch bei anderen Erkrankungen schon eingesetzt worden, etwa SARS, MERS oder Influenza, hieß es damals beispielsweise bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI). Die Wirkung war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht belegt, weil es noch keine randomisierten Studien mit Kontrollgruppen gab.

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(APA/Red)

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