Corona: SPÖ verlangt 3G-Regel bei der Arbeit

Pamela Rendi-Wagner möchte die 3G-Regel am Arbeitsplatz sehen.
Pamela Rendi-Wagner möchte die 3G-Regel am Arbeitsplatz sehen. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Die 3G-Regel soll nach Wunsch der SPÖ am Arbeitsplatz kommen. Damit sollen Arbeitnehmer vor einer Ansteckung mit Corona bewahrt und mehr Impfungen verabreicht werden, wie Pamela Rendi-Wagner im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag erklärt hat. Sie möchte die 3G-Regel in Betrieben sehen.

Außerdem brauche es kreative Lösungen zum Steigern der Impfquote - etwa durch eine Lotterie, die Ausgabe von Karten für Konzerte bzw. Sportveranstaltungen oder die Auszahlung von Boni für Angestellte von Großbetrieben, die sich impfen lassen.

Rendi-Wagner sieht Bedarf bei Impf-Planung

Außerdem müsse rasch mit der Planung der dritten Impfung für die Altersgruppe der Über-60-Jährigen begonnen werden, forderte Rendi-Wagner. Bei älteren Menschen würden die schützenden Antikörper schneller zurückgehen, das Immunsystem bei ihnen sei schwächer. "Wir dürfen nicht warten, bis wir fünf oder sechs Cluster in Pflegeheimen haben." Die Vorbereitung müsse schon beginnen, bevor die Europäische Arzneimittel-Agentur Grünes Licht gegeben habe. Dieses dürfte nämlich noch dauern, da Firmen noch keine Anträge gestellt hätten.

Corona-Tests sollen gratis sein

Das Testen soll nach Ansicht der SPÖ-Chefin in ganz Österreich kostenlos bleiben - das gelte sowohl für Antigen- als auch PCR-Tests. Letztere müssten sogar ausgebaut werden, um einen repräsentativen Überblick über Virusverbreitung und Mutationen zu haben. Nehme man den Leuten das kostenlose Testangebot weg, würde logischerweise weniger getestet - so verliere man den Überblick über das Infektionsgeschehen. Außerdem sollten sich auch Immunisierte regelmäßig testen lassen, da die Impfung nicht sterilisierend wirke.

Kein Urteil von Rendi-Wagner zu Test-Idee von Ärztekammer

Den Vorschlag der nö. Ärztekammer zur verkürzten Gültigkeit von Tests wollte Rendi-Wagner nicht bewerten. Natürlich sei die Aussagekraft eines Tests immer nur eine Momentaufnahme - je enger das Fenster sei, desto genauer die Aussagekraft. "Es ist aber nicht die Ärztekammer, die hier die Expertise hat." Das seien die Epidemiologen und Virologen. Zur Überlegung von Tiroler Hoteliers, im Winter nur mehr Geimpfte zu beherbergen, meinte die SPÖ-Chefin, dass es im Moment an der ausreichenden Überprüfung der derzeitigen Vorgaben mangle. "Ob 1G, 2G oder 3G - das größte Problem ist die Kontrolle."

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(APA/Red)

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