Corona: Plattform "Wir Alle" ins Leben gerufen

Renée Schroeder war eine der Forschenden, die hinter dem Appell steckten.
Renée Schroeder war eine der Forschenden, die hinter dem Appell steckten. ©APA/HANS KLAUS TECHT (Symbolbild)
Vier Forschende haben mit ihrem Appell, dass in der Corona-Debatte "die Mehrheit - klug, solidarisch und geimpft - nicht länger schweigen" solle viel Aufmerksamkeit bekommen. Die Intiative hat nun einen Namen erhalten: "Wir Alle".

Die vier Wissenschafter Renée Schroeder, Ruth Wodak, Hannes Werthner und Herbert Weltler haben auch eine Unterschriftenaktion gestartete, bei der Bürger ihre Unterstützung bekunden können.

"Versachlichung der Debatte"

Es sei "hoch an der Zeit, sich in die Debatte einzumischen", meinten die Molekularbiologin Schroeder, die Diskursforscherin Wodak, der Informatiker Werthner und der Mediziner Weltler in ihrem in der Vorwoche veröffentlichten Aufruf. Am Freitag erklärten sie nun in einer Aussendung: "Wir sind nicht die Experten für Corona-Maßnahmen - aber wir sind der festen Überzeugung, dass man der wissenschaftlichen Evidenz folgen soll", und die sei eindeutig. Es gehe ihnen - abgesehen von einem dringenden Aufruf zum Impfen - um eine "Versachlichung der Debatte" über den Umgang mit der Covid-Pandemie und mehr Transparenz dabei.

"Statt einer widersprüchlichen Krisenkommunikation mit leeren Ankündigungen, brauchen wir verständliche Kriterien zur Entscheidungsfindung und entsprechende Erklärungen, mehrsprachige Informationen, Eingeständnis von Fehlentscheidungen, und verständlichen Wissenstransfer als Grundlage von Dialogbereitschaft", betonen die Initiatoren der Unterschriftenaktion auf der Plattform "change.org".

Erwartung an Gesundheitsministerium

Vom Gesundheitsministerium erwarten sie sich als oberste Behörde dafür zu sorgen, dass mit einer genauen und verbesserten Datenlage über die Wirksamkeit der Impfstoffe, relevante Nebenwirkungen, verbindliche Zahlen über die Anzahl von Geimpften und Ungeimpften in den Spitälern eine Versachlichung in der öffentlichen Diskussion eintrete. "Offene Briefe" von Ärzten müssten mit einer wissenschaftlich fundierten Datenlage entkräftet werden, um Verunsicherungen entgegenzuwirken.

Unterstützung für Lichermeer zum Gedenken an Corona-Tote

"Es darf nicht sein, dass in Österreich Spitäler überfüllt sind, wichtige Operationen verschoben werden und Leute sterben müssen. 'Wir Alle' dürfen nicht von einem wirtschaftlichen und sozialen Einbruch zum nächsten taumeln. Neben der Regierungspolitik, die bisher der Pandemie nicht gewachsen war, und den Impfgegnern und Corona Leugnern, gibt es noch die Mehrheit, die solidarisch agiert und sich impfen lässt", heißt es in dem Aufruf zur Unterschriftenaktion. Die Initiatoren unterstützen auch das am Sonntag geplante Lichtermeer zum Gedenken an die mehr als 13.000 Corona-Toten in Österreich.

(APA/Red)

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