Corona: Mückstein will Folgen für Kinder und Ältere abschwächen

Wolfgang Mückstein hat in einer Pressemitteilung unterstrichen, was die Pandemie gezeigt hat.
Wolfgang Mückstein hat in einer Pressemitteilung unterstrichen, was die Pandemie gezeigt hat. ©APA/HANS PUNZ (Symbolbild)
Um die Konsequenzen der Corona-Pandemie für Kinder, Jugendliche und Senioren abzuschwächen, weitet Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) mit Anfang 2022 das Angebot für diese Bevölkerungsgruppen aus.
Hotline bietet Unterstützung

"Die Pandemie offenbart bereits bestehende Schwierigkeiten und verstärkt Probleme. Wir sehen, dass Menschen mit besonderer Hilfsbedürftigkeit - also Kinder, Jugendliche und die ältere Generation - besonders betroffen sind. Hier brauchen wir neue Angebote und Unterstützungsleistungen", betonte Mückstein in einer Pressemitteilung. Kontaktbeschränkungen, die sich im Zuge der Ausbreitung der Omikron-Variante wieder ergeben könnten, seien eine Herausforderung mit Überforderung, Einsamkeit und der Zunahme psychischer Probleme als mögliche Folgen. Daher unterstützt das Gesundheitsministerium, das sich gemeinsam mit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) im Rahmen des Schwerpunkts "Gesundheitsförderung 21+" der Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie der sozialen Teilhabe der älteren Generation verschrieben hat, weitere 13 Projekte mit insgesamt zwei Millionen Euro.

Stärkung von psychosozialer Gesundheit

Von diesen sind einige auf die Stärkung des Wohlbefindens und der psychosozialen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgerichtet. "Dieser Schwerpunkt auf Kindergesundheit ist mir besonders wichtig. Kinder und Jugendliche waren Hauptbetroffene der Krise. Während der Corona-Pandemie hat gerade ihre psychische Belastung stark zugenommen. Die geförderten Projekte ermöglichen niederschwellige Unterstützungs- und Beratungsangebote", erläuterte Mückstein.

Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Kindern

Studien zeigen, dass sich die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Verlauf der Corona-Pandemie erheblich verschlechtert haben. Die aktuelle Entwicklung lässt vermuten, dass sich bei Betroffenen Antriebslosigkeit, das Vermeiden von Kontakten, mangelnde Lernmotivation oder Zukunftspessimismus verfestigt haben und weitere psychische Auffälligkeiten auftreten könnten. Dem will das Gesundheitsministerium mit Projekten entgegenhalten, welche die Ressourcen der Betroffenen und ihres Umfelds stärken sollen. Konkret sind das Workshops zu psychosozialer Gesundheitskompetenz, Weiterbildungen im schulischen und außerschulischen Bereich oder niederschwellige Hilfsangebote im psychosozialen Bereich.

Sechs Projekte mit einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren sind aus dem Ideenwettbewerb "Gesundheit für alle Generationen" hervorgegangen. Übergeordnetes Ziel dieser Schiene ist es, Impulse zu setzen, um positive Bilder des gesunden und aktiven Alterns in der Bevölkerung zu verankern und auf kommunaler Ebene "generationenfreundliche" Lebensmodelle zu entwickeln. Sie sollen soziale Teilhabe ermöglichen, auf Anliegen und Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen eingehen und das Miteinander der Generationen fördern. Am Ende soll "gesundheitliche Chancengerechtigkeit" geschaffen werden, und zwar mit Angeboten, die für alle Menschen - insbesondere für vulnerable, etwa von Armut und Einsamkeit betroffene bzw. gefährdete Personengruppen - zugänglich und relevant sind.

(APA/Red)

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