Corona-Leugner beschmierten Krankenhaus in Wien-Ottakring mit Parolen

Der Schriftzug des Hauses der Barmherzigkeit wurde mit Parolen beschmiert.
Der Schriftzug des Hauses der Barmherzigkeit wurde mit Parolen beschmiert. ©APA/HERBERT NEUBAUER
In der Nacht auf Freitag wurde das Pflegekrankenhaus Haus der Barmherzigkeit in Wien-Ottakring zur Zielscheibe von Corona-Leugnern.

Covid-Leugner haben in der Nacht auf Freitag in Wien-Ottakring Parolen auf ein Pflegekrankenhaus geschmiert. Der Schriftzug des Hauses der Barmherzigkeit in der Seeböckgasse wurde großflächig mit Corona-Verschwörungsbotschaften verunstaltet, berichtete die Einrichtung. Es wird Anzeige erstattet.

Wiener Krankenhaus mit Parolen beschmiert: "Hinterhältige Aktion"

"In Anbetracht der herausragenden Leistungen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Jahren erbracht haben, um die Sicherheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu gewährleisten, fehlt uns jegliches Verständnis für diese hinterhältige Aktion", sagte Roland König, einer der Geschäftsführer des Hauses. "Wenn nun die Personen, die in der Corona-Bekämpfung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen an der vordersten Front stehen, zur Zielscheibe von Protestaktionen von Verschwörungstheoretikern werden, sind wir an einem Punkt angelangt, an dem höchste Aufmerksamkeit geboten ist."

Rotes Kreuz ruft zu Solidarität mit Gesundheitspersonal auf

"Die aktuellen Angriffe sehe ich mit großer Sorge. Es ist höchste Zeit, unsere Solidarität zu zeigen", begründete Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer die neue Online-Kampagne des Roten Kreuzes. Foto und Unterstützungserklärung hochladen und in Sozialen Netzwerken teilen - so kann man sich ab sofort mit den Helfern der Pandemie solidarisch zeigen. Corona-Demos und Beschimpfung von Gesundheitspersonal soll damit Positives entgegengestellt werden.

"Besonders belastet sind jene Helferinnen und Helfer, die seit mehr als 20 Monaten mitunter bis zur Erschöpfung für andere im Einsatz sind", erinnerte Schöpfer, der außerdem zur Impfung aufrief. Die Pandemie habe für Gesundheitspersonal in Krankenhäusern, im niedergelassenen Bereich, in der mobilen Pflege, im Rettungsdienst, in Apotheken oder Test- und Impfstraßen für menschliche, psychosoziale und körperliche Belastungen gesorgt. Das Rote Kreuz forderte, "Gesundheitseinrichtungen und auch ihr Personal außer Streit zu stellen." Diese würden Patienten auch dann behandeln, wenn diese an ihrem Unglück Mitverantwortung tragen.

(APA/Red)

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