Corona-Krise: Johanniter erweitern Angebot für Wohnungslose

Für Wohnungslose: Weitere Schlafplätze und Ganztagsbetrieb bei den Johannitern sollen in der Coronavirus-Krise Sicherheit geben
Für Wohnungslose: Weitere Schlafplätze und Ganztagsbetrieb bei den Johannitern sollen in der Coronavirus-Krise Sicherheit geben ©APA (Sujet)
Die Johanniter erweitern aktuell ihr Angebot an Notquartieren in Wien, um während der Coronapandemie auch wohnungslosen Menschen Perspektiven und eine sichere Unterkunft zu bieten.
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In der aktuellen Corona-Krise erweitern die Johanniter ihr Angebot in Wiens größten Winternotquartieren in Wien-Döbling und Hietzing.

60 Schlafplätze mehr in Wien-Döbling

In der Gunoldstraße in Wien-Döbling wird ein weiteres Stockwerk geöffnet, um ab Mitte April zusätzlich zu den bestehenden 112 Plätzen noch 60 Schlafmöglichkeiten anbieten zu können. Derzeit werden weitere sanitäre Anlagen geschaffen und Betten aufgebaut.

"Die Coronapandemie ist für wohnungslose Familien eine besondere Herausforderung, weil sie nur das Nötigste zur Verfügung haben. Vor allem die Kinder, die jetzt zuhause lernen sollen, sind massiv benachteiligt, weil ihnen kaum Mittel zur Verfügung stehen", erzählt Roman Groiss, Leiter der Wohnungslosenhilfe. "Die Kinder benötigen Internetzugang und einen Laptop, damit sie ihre Aufgaben machen können!", bittet Groiss dringend um Geldspenden, um die Familien besser unterstützen zu können.

Notunterkünfte der Johanniter bleiben bis August offen

Die beiden Notunterkünfte der Johanniter werden nicht wie geplant Anfang Mai schließen, sondern bis Anfang August offen halten. Außerdem sind beide Notschlafstellen nun auch tagsüber geöffnet, damit niemand die Unterkünfte verlassen muss.

Insgesamt stellen die Johanniter für 400 wohnungslose Menschen eine Unterkunft zur Verfügung, die vom Fonds Soziales Wien gefördert werden. Durch die Verlängerung der Öffnungszeiten wird nun für zusätzliche Verpflegung gesorgt.

Coronavirus: Derzeit keine Sachspenden

Viele Dinge für den Alltag, wie Seife, Shampoo, Rasierzeug, Handtücher oder Waschmittel werden dringend benötigt und von den Johannitern besorgt. Die Johanniter bitten um Verständnis, dass derzeit keine Sachspenden angenommen werden können, um die Verbreitung von COVID-19 zu unterbinden.

"Obdachlosigkeit hat viele Gesichter. Auch junge Menschen, Frauen und Kinder sind akut von Armut und Wohnungslosigkeit betroffen. Sie brauchen in diesen besonders schweren Zeiten unsere Unterstützung", bittet Roman Groiss um Hilfe.

Die Johanniter verweisen in diesem Zusammenhang auf ihr Spendenkonto:

AT60 2011 1000 0494 0555 BIC: GIBAATWWXXX Stichwort: Wohnungslosenhilfe

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