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Corona-Krise drückt auch Umsätze im Schuhhandel

Der Schuhhandel wurde von der Coronakrise stark mitgenommen.
Der Schuhhandel wurde von der Coronakrise stark mitgenommen. ©APA
Auch der Schuhandel leidet unter der Coronakrise. Der Umsatzrückgang in der Frühjahrssaison beträgt 30 Prozent, viele Händler stünden bereits kurz vor der Insolvenz.

Der Schuhhandel erwartet coronabedingt heuer 25 bis 30 Prozent weniger Jahresumsatz. Die verordnete Sperre im März und April fiel in die normalerweise umsatzstarke Frühjahrssaison. Das traditionsreiche Grazer Schuhhaus Baumgartner mit elf Filialen musste Ende April bereits Insolvenz anmelden. Die Schuhbranche befürchtet eine noch nie dagewesene Pleitewelle.

"Die Corona-Krise trifft den Schuhhandel besonders hart. Die Versprechungen der Regierung sind gut, aber das Geld kommt nicht oder zu spät bei den Händlern an", sagte der Obmann des Werbevereins der österreichischen Schuhwirtschaft und Branchensprecher, Friedrich Ammaschell, zur APA.

Umsatzrückgang um 30 Prozent

Kleinere Geschäfte durften bereits Mitte April aufsperren, am 2. Mai folgten die größeren Händler. Der Umsatz im Schuhhandel liege "weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahres", so der Branchenvertreter. In der ersten Mai-Hälfte habe es ein zweistelliges Erlösminus gegeben, nach einem Umsatzrückgang im April und im ersten Quartal von jeweils rund 30 Prozent.

Bei der Wiederöffnung der Schuhgeschäfte gab es Nachziehkäufe, diese konnten das verlorene Geschäft aber nicht ausgleichen. "Die verlorenen Umsätze während des Shutdowns können nicht mehr aufgeholt werden, die Ware der Frühjahr-Sommer-Saison muss bis zu 60 Prozent abgewertet werden", so Ammaschell.

Schuhbranche fordert staatliche Entschädigung

Die Schuhbranche fordert "eine staatliche Ersatzleistung" für die Betriebe. "Wir wollen keine Geldgeschenke, aber wir fordern eine schnellere, unbürokratischere Unterstützung für die entstandenen Verluste", sagte der Branchensprecher. Mit Stundungen werde zwar kurzfristig geholfen und Liquidität geschaffen. Im Juli müssten aber die ersten Lieferungen für die Herbst- und Wintersaison finanziert werden und die Kosten für Mieten und Beschäftigte würden weiterlaufen. Gleichzeitig liefen die Stundungen aus.

Der österreichische Schuhhandel beschäftigt 8.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Branchenumsatz beläuft sich auf jährlich 1,25 Mrd. Euro. Um eine Pleitewelle wegen der Coronavirus-Pandemie zu verhindern, fordern die Händler schnellere Unterstützung. Es gehe um rasche Liquiditätshilfe, um die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen sicherzustellen, Beschleunigung der Kurzarbeit-Auszahlungen durch das Arbeitsmarktservice (AMS) und eine schnelle Abwicklung der Fixkostenzuschüsse, so Branchensprecher Ammaschell.

(APA/red)

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