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Corona-Impfung: Obduktionsergebnis zu verstorbener Krankenpflegerin liegt in Kürze vor

Das Obduktionsergebnis zur verstorbenen Krankenpflegerin in NÖ soll in Kürze vorliegen.
Das Obduktionsergebnis zur verstorbenen Krankenpflegerin in NÖ soll in Kürze vorliegen. ©APA/AFP (Sujet)
Anfang nächster Woche soll zu jener Krankenpflegerin vom Landesklinikum Zwettl das Obduktionsergebnis vorliegen, die einige Tage nach einer Coronavirus-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca verstorben ist. Man müsse "ganz, ganz genau prüfen", ob ein "kausaler Zusammenhang" zwischen der Impfung und dem Ableben der Frau besteht, so die Geschäftsfeldleiterin der AGES Medizinmarktaufsicht, Christa Wirthumer-Hoche, am Dienstag.
Kein Verfahren eingeleitet
Charge nach Todesfall eingezogen
49-Jährige nach Impfung verstorben

Die zweite Zwettler Krankenschwester, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung schwer erkrankt war, befinde sich "nach einer angehenden Lungenembolie am Wege der Besserung", sagte Wirthumer-Hoche. Man habe bereits am Wochenende auf die beiden Fälle reagiert und das Verimpfen mit jener Charge gestoppt, die beide Frauen erhalten hatten. Wie Wirthumer-Hoche berichtete, war die Charge an insgesamt 17 europäische Länder verschickt worden. Nun wird abgeklärt, ob es im Zusammenhang damit auch in anderen Staaten zu gesundheitlichen Problemen bei Impflingen gekommen ist. Mit einem Ergebnis sei "in den nächsten Tagen" zu rechnen, sagte Wirthumer-Hoche: "Es wird alles unternommen, um diese Fälle aufzuklären und die Sicherheit zu garantieren." Man werde europaweit genau evaluieren, ob ein derartiges "Signal" - bei den beiden Betroffenen in Zwettl waren Gerinnungsstörungen aufgetreten - auch in anderen Ländern zu sehen ist. Die gegenständliche Charge des AstraZeneca-Impfstoffes hatte rund eine Million Dosen umfasst.

Wirthumer-Hoche appellierte an die Bevölkerung, allefällige Nebenwirkungen nach einer Impfung gegen das Coronavirus zu melden. Dies sei erforderlich, um ein "engmaschiges Sicherheitsnetz" zu knüpfen. Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schmerzen an der Einstichstelle wären kein Anlass zur Besorgnis, betonte die Expertin. Hinweise auf schwere Gerinnungsstörungen beim AstraZeneca-Produkt lägen bisher nicht vor.

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(APA/Red.)

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