Corona-Impfung: Boostern laut deutschen Fachleuten essenziell

Österreich liegt bei der Quote an gegen Corona Erstgeimpften hinter Deutschland.
Österreich liegt bei der Quote an gegen Corona Erstgeimpften hinter Deutschland. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Boostern ist deutschen Fachleuten zu Folge essenziell in der vierten Welle. Ein deutscher Corona-Modellrechner vertritt die Ansicht, dass Booster-Impfungen auf breiter Front dazu in der Lage sind, den Trend der stark steigenden Zahlen umzukehren.
6,2% bekamen Booster
Booster nach 4 Monaten

"Wir sehen in den Simulationen deutlich infektionsreduzierende Effekte, sobald circa 30 Prozent der Bevölkerung den Booster erhalten haben", sagte Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin deutschen Medien.

Corona-Impfkapazitäten notwendig

Voraussetzung dafür sei, entsprechende Impfkapazitäten in Deutschland zu schaffen. "Optimalerweise würden wir wieder, wie im Sommer, mindestens ein Prozent der Bevölkerung pro Tag mit dem Booster impfen. Wenn wir diese 30 Prozent deutlich vor Weihnachten schaffen, dann bestehen Aussichten auf sinkende Inzidenzen zu Weihnachten."

Millionen Corona-Auffrischungsimpfungen gebraucht

In eine ähnliche Kerbe wie Nagel schlägt Christian Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Eine Million Auffrischimpfungen pro Tag wären nötig, um die Ausbreitung des Virus deutlich zu reduzieren, sagte Karagiannidis in einem NDR-Podcast. "Davon sind wir im Moment weit entfernt." Einen Effekt der Booster-Impfungen könne man aber frühestens in vier Wochen erwarten. Er gehe davon aus, dass die vierte Welle erst im Frühjahr nächsten Jahres auslaufen werde.

Unter 10 Prozent bekamen in Österreich Booster-Impfung

Bisher haben in Deutschland rund fünf Prozent der Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten, in Österreich sind es bereits 9,4 Prozent der Bevölkerung bzw. rund 841.000 Personen. Die Quote an Erstgeimpften ist in Deutschland mit 70,1 Prozent allerdings etwas höher als mit 68,9 Prozent in Österreich, wobei hierzulande zudem die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner deutlich höher liegt.

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(APA/Red)

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