Corona-Impfstoff-Zulassung: Schramböck hat "null Verständnis"

Schramböck: Zulassung von Johnson & Johnson Impstoff "muss schneller gehen".
Schramböck: Zulassung von Johnson & Johnson Impstoff "muss schneller gehen". ©APA
Null Verständnis" hat Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) für die Vorgehensweise der Europäischen Arzneimittelagentur EMA anlässlich der Zulassungsbeantragung des US-Herstellers Johnson & Johnson für seinen Impfstoff.
Johnson & Johnson beantragt EU-Zulassung

"Dass eine Entscheidung über die Zulassung eines Impfstoffs ein Monat dauert, ist in der jetzigen Situation viel zu schleppend. Das muss schneller gehen", so die Ministerin.

Schramböck kritisiert EU: "Lame Duck"

Im Vergleich zu den USA und Großbritannien agiere die EU wie eine 'Lame Duck': "Das hat sich einerseits bei der Impfstoffbeschaffung gezeigt und andererseits durch zu langsame Zulassungen durch die EMA. Es ist jetzt nicht die Zeit für Bürokratie, Umständlichkeit und null Flexibilität. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zählt jeder Tag. Und jeden Tag, den wir durch bürokratische Prozesse verlieren, kostet Menschenleben und lässt uns wirtschaftlich weiter zurückfallen", so Schramböck.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) schloss sich dem nicht an.

Der zuständige Ressortchef sieht es als Vorteil, dass man in Europa mit der EMA eine strenge Kontrollbehörde gebe. So könne man sich darauf verlassen, dass jeder zugelassene Impfstoff ein ausgezeichneter sei. Johnson & Johnson sieht Anschober als absoluten Hoffnungsfaktor und er ist auch sicher, dass dieser in wenigen Wochen in Österreich zugelassen ist. Eine Lanze brach der Minister auch einmal mehr für AstraZeneca. Angesichts der Skepsis diesem Impfstoff gegenüber erinnerte er daran, wie viele sich noch im Dezember nicht mit Biontech-Pfizer impfen lassen wollten, weil da eine neue Technologie zum Einsatz kommt.

(APA/Red)

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