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"Corona Detector": Online-Fragebogen soll Hotlines entlasten

Mit dem Fragebogen lässt sich leicht einschätzen, ob man gefährdet ist oder nicht.
Mit dem Fragebogen lässt sich leicht einschätzen, ob man gefährdet ist oder nicht. ©Corona Detector
Der "Corona Detector"-Fragebogen ermöglicht erste Selbsteinschätzung und kann Notfall-Hotlines entlasten. Die Software aus Wien wird in wenigen Tagen in mehreren europäischen Sprachen verfügbar sein.
Das Coronavirus in Österreich

In Staaten wie Singapur trägt der Einsatz moderner Technologie deutlich zur Eindämmung der Verbreitung des COVID-19-Virus bei. Diesen Ansatz verfolgt in Österreich der 20-jährige Student und Start-up-Gründer Konstantin Klingler mit "Corona Detector". In Beratungen mit anerkannten Virologen und Medizinern hat er einen Selbsttest für alle Endgeräte entwickelt. Diesen möchte er Gesundheitsinstitutionen und Behörden als sinnvolle Ergänzung zur Entlastung ihrer Krisen-Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Gesundheits-Hotline 1450 entlasten

Bei der Programmierung wurden Daten des österreichischen Gesundheitsministeriums und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) berücksichtigt. Der einfache und praktische Online-Selbsttest hilft Menschen dabei, anhand eines Fragenkatalogs das Risiko einer möglichen Infektion mit COVID-19 im Vorfeld der medizinischen Konsultation zu prüfen. Dadurch kann ein großer Teil der zahlreichen Anrufe bei Notfallnummern wie der Gesundheits-Hotline 1450 reduziert und diese entlastet werden. Mittlerweile müssen bereits Soldaten die Hotline unterstützen, um die zahlreichen Anrufe zu beantworten. Im digitalen Selbsttest werden Faktoren wie Reisehistorie, Alter und Symptome abgefragt und daraus eine erste, unverbindliche Risikobewertung ausgegeben. Innerhalb der letzten zwölf Tage haben bereits über 70.000 Menschen den "Corona Detector" genutzt, um ihr Infektionsrisiko einzuschätzen.

Erkenntnisse aus Singapur fließen in den "Corona Detector" ein

Wertvolle Inputs zur Entwicklung des "Corona Detector" holte sich Klingler bei einer Reise nach Singapur, wo er sich unter anderem auf dem renommierten Yale-NUS College mit innovativen Präventionsmethoden und dem Tracking des COVID-19-Virus beschäftigte.

Bereits Ende der Woche wird der „Corona Detector“ auch auf Englisch und Spanisch zur Verfügung stehen. Klingler erreichte sogar eine Anfrage von Behörden aus Südamerika. Gemeinsam mit dem Entwicklungsteam von Gateway Labs rund um Peter Buchroithner arbeitet Klingler an weiteren europäischen Sprachen, um mit dem kostenlosen Selbsttest-Tool einen Beitrag zu Eindämmung der COVID-19-Verbreitung leisten.

(red)

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