Corona-Daten aus Wiens Spitälern: So stark wirkt die Impfung

Die Intensivstationen in Wien sind hauptsächlich mit Ungeimpften gefüllt.
Die Intensivstationen in Wien sind hauptsächlich mit Ungeimpften gefüllt. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Die Stadt Wien hat für die Corona-Kommission die Belegung der Intensivstationen nach Impfstatus ausgerechnet. Dabei stellt sich heraus: Es ist vor allem eine Pandemie der Ungeimpften - und der Älteren.
Spitäler in Wien: So viele sind geimpft
So viele mussten nach der Impfung ins Spital
Diagramme

Die Zahlen sind dabei nicht absolut, sondern relativ zur jeweiligen Bevölkerungsgröße. So leben in Wien etwa 420.000 Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. Davon befanden sich in der Kalenderwoche 48 (29.11 bis 5.12) rund 175 ungeimpfte Patienten/100.000 Personen auf der Normalstation. Das ergibt in Summe etwa 735 Spitalspatienten in der letzten Woche. In der gleichen Altersgruppe befanden sich insgesamt 143 geimpfte Corona-Patienten im Spital - also fünfmal weniger.

Dabei werden in der Statistik nur Patienten gezählt, die wegen einer Corona-Infektion ins Spital eingeliefert wurden. Wer wegen eines anderen Leidens eingeliefert wurde und im Spital positiv getestet wurde, ist aus der Statistik ausgenommen. Als geimpft gelten zudem nur jene, die vollständig geimpft sind oder Genesene mit einer Teilimpfung.

Geimpft oder ungeimpft: Aufteilung auf den Intensivstationen in Wien

In den Intensivstationen in Wien sieht die Situation ähnlich aus: Rund 220 Über-60-Jährige mussten in der letzten Woche wegen einer Corona-Infektion auf einer Intensivstation behandelt werden - knapp 190 davon waren nicht vollständig geimpft.

Wichtig ist aber auch zu beachten, dass die Impfquote in Wien mit dem Alter zunimmt. Insgesamt sind in Wien gut 65 Prozent der Gesamtbevölkerung vollimmunisiert, bei den Über-60-Jährigen liegt die Quote weit über 80 Prozent.

Kaum Patienten unter 30 auf Wiens Intensivstationen

Anders als die Grafiken vermuten lassen, machen aber die Über-60-Jährigen nicht den Großteil der Intensivpatienten und -patientinnen aus, da pro 100.000 in Wien lebenden Menschen in der Bevölkerungsgruppe gemessen wird. Prozentuell gesehen sieht die Altersverteilung in den Intensivstationen so aus:

Die Daten veröffentlichte Mario Dujakovi´c, Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrates Peter Hacker, auf Twitter. Er warnt jedoch auch, dass etwaige Datenbereinigungen bis zu drei Wochen in die Vergangenheit reichen können.

(red)

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