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Burgenland-Wahl: SPÖ konnte in 161 Gemeinden zulegen

Die Gemeinde-Ergebnisse der Burgenland-Wahl 2020.
Die Gemeinde-Ergebnisse der Burgenland-Wahl 2020. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Auch in den Gemeindeergebnissen spiegelt sich der Erdrutschsieg der SPÖ bei der Landtagswahl im Burgenland wider. In 161 der 171 Gemeinden konnte ein Zuwachs erreicht werden.
Das vorläufige Wahlergebnis im Burgenland

In 143 der Gemeinden lag die SPÖ bei der Landtagswahl im Burgenland am Sonntag auf Platz 1. Der große Wahlverlierer FPÖ erlitt in 168 Gemeinden ein Minus, nur dreimal gab es ein Plus.

SPÖ in 89 Gemeinden mit mehr als 50 Prozent

Die Stärke der burgenländischen SPÖ zeigen auch die hohen Prozentstände ihrer Top-Gemeindeergebnisse: In 89 Gemeinden kamen die Sozialdemokraten auf mehr als 50 Prozent der Stimmen. In 30 davon konnten sich mehr als 60 Prozent der Wähler für die SPÖ begeistern, in neun mehr als 70 Prozent. In einer Gemeinde - der traditionellen SPÖ-Hochburg Tschanigraben im Südburgenland - übersprang die Landeshauptmann-Partei mit 86,21 Prozent sogar die 80 Prozent-Marke (bei einem Plus von 1,43 Prozentpunkten).

Den größten Stimmenzuwachs erzielte die SPÖ in Kemeten in Doskozils Heimat-Bezirk Oberwart mit 26 Prozentpunkten. Sie kam dort auf 70,09 Prozent. Ein Minus musste die SPÖ in nur zehn Gemeinden hinnehmen; in keiner einzigen ging sie leer aus. Das noch schwächste Ergebnis gab es in der südöstlichen Grenzgemeinde Bildein mit immerhin noch 20,21 Prozent (plus 6,43 Punkte). Den größten Verlust fuhr sie in Großmürbisch ein, wo das Minus 6,43 Prozentpunkte betrug (bei einem Ergebnis von 39,9 Prozent).

ÖVP konnte in 107 Gemeinden dazugewinnen

Die ÖVP, die bei der Wahl einen moderaten Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten verzeichnete, konnte in 107 Gemeinden dazugewinnen. In 28 Gemeinden war sie stärkste Partei. Auf über 50 Prozent der Stimmen kam sie in nur sechs Gemeinden, in einer davon auf mehr als 60 Prozent. Stimmenstärkste ÖVP-Gemeinde war die ÖVP-Hochburg Bildein mit 64,46 Prozent - trotz eines Minus von 2,85 Prozentpunkten. Den größten Stimmenzuwachs erzielte die ÖVP in Großhöflein mit 12,61 Prozentpunkten (auf 34,5 Prozent). Verluste erlitt die ÖVP in 64 Gemeinden, auch sie ging in keiner der Gemeinden leer aus. Das schlechteste Ergebnis fuhr sie in der SPÖ-Bastion Tschanigraben mit nur 12,07 Prozent ein (plus 5,55 Punkte). Den größten Verlust setzte es in Neudorf (minus 15,28 Punkte bei einem Ergebnis von 26,48 Prozent).

Schwere Schlappe für FPÖ im Burgenland

Die Gemeindeergebnisse weisen den landesweiten blauen Absturz klar aus: In nur drei Gemeinden gab es Stimmenzuwächse für die FPÖ. Diese hielten sich mit einem Plus zwischen 0,47 und 1,16 Prozentpunkten in engen Grenzen. In keiner einzigen Gemeinde eroberte die FPÖ Platz eins. Am meisten Stimmen holte die Partei noch in Loipersbach, der Heimatgemeinde von FPÖ-Chef Johann Tschürtz: 28,35 Prozent (+0,47) votierten hier für Blau. In 168 Gemeinden verlor die FPÖ Stimmen, punktete aber dennoch in allen Gemeinden. Das schwächste Ergebnis gab es in Schandorf mit nur 1,27 Prozent (minus 9,66). Den größten Verlust fuhr sie in Kemeten ein (minus 18,43 Prozentpunkte bei einem Ergebnis von 10,85 Prozent).

Grüne mit bestem Ergebnis in Eisenstadt

Die Grünen, die nur einen minimalen Zugewinn auf Landesebene verzeichneten, konnten in 99 Gemeinden zulegen. Platz eins schafften sie aber in keiner Gemeinde. Am besten schnitt die Öko-Partei in der Landeshauptstadt Eisenstadt - wo Spitzenkandidatin Regina Petrik lebt - mit 13,81 Prozent ab, wobei sie aber ein Minus von 0,43 Prozentpunkten verzeichnete. Den größten Stimmenzuwachs erzielten die Grünen in Neuberg mit 4,69 Prozentpunkten (Ergebnis: 8,72 Prozent). Verluste setzte es in 69 Gemeinden, in einer (Tschanigraben) gingen die Grünen komplett leer aus.

NEOS gewannen in 43 Gemeinden, verloren aber in 126 Stimmen

Die am Landtags-Einzug neuerlich gescheiterten NEOS verbuchten in 43 Gemeinden Stimmenzuwächse, in 126 Gemeinden verloren sie Stimmen. Die noch meisten Wähler konnten in Pinkafeld mit 5,71 Prozent erzielen. In vier Gemeinden gab es keine einzigen pinken Wähler (Inzenhof, Kleinmürbisch, Oberloisdorf und Tschanigraben). Den größten Verlust fuhren sie in Frauenkirchen ein (ein Minus von 3,1 Prozentpunkten bei einem Ergebnis von 1,29 Prozent).

Die aus dem Landtag geflogene Liste Burgenland (LBL) musste in 165 Gemeinden ein Minus hinnehmen. In nur sechs Gemeinden gab es ein Plus, wobei auch der größte Stimmenzuwachs der LBL mit +1,6 Prozentpunkten (Ritzing) recht bescheiden ausfiel. In zehn Gemeinden gab es keine einzige Stimme für die FPÖ-Abspaltung. Stimmenstärkste LBL-Gemeinde war Deutschkreutz mit 26,28 Prozent. Aber auch dort setzte es ein kräftiges Minus - von 13,95 Prozentpunkten -, obwohl Spitzenkandidat Manfred Kölly in Deutschkreutz Bürgermeister ist.

(APA/Red)

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