Bund und Länder beraten über Infektionsgeschehen

Nehammer
Nehammer ©APA/AFP/POOL/JOHANNA GERON
Heute beraten Bundesregierung und Länder über die weitere Vorgehensweise mit der Omikron-Welle. Der Gipfel beginnt um 11.00 Uhr. Um 14.00 Uhr wird eine Pressekonferenz erwartet.
Gecko: "Schutz der kritischen Infrastruktur essenziell"

Die Bundesregierung berät heute, Donnerstag, mit den Ländern und den Experten der "gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination" (Gecko) über die zusehends durch die infektiösere Variante Omikron beherrschte Corona-Situation. Am Mittwoch waren bereits beinah 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden, womit sich die Intensität der fünften Corona-Welle in Österreich beschleunigt hat.

Schutz der kritischen Infrastruktur

Neben Maßnahmen zur Verlangsamung des Infektionsgeschehens soll der Fokus auf den Schutz kritischer Infrastruktur gelegt werden. Dafür werden unter anderem auch Vorschläge zur Adaptierung der Quarantäneregeln diskutiert.

Gipfel mit Gecko

Der Gipfel, bei dem die Regierungsspitze und die Gecko-Führung im Kanzleramt vor Ort, die Landeshauptleute und weitere Experten per Video zugeschaltet sein werden, beginnt um 11.00 Uhr. Über die Ergebnisse der Beratungen soll gegen 14.00 Uhr in einer Pressekonferenz informiert werden.

Platter will keinen Lockdown

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat sich vor der Besprechung am Donnerstag mit der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko) gegen einen neuerlichen Lockdown ausgesprochen. Spekulationen oder Forderungen in diese Richtung seien "kontraproduktiv", spielte er in der "Tiroler Tageszeitung" (Donnerstags-Ausgabe) auf den Kitzbüheler Tourismusvereinobmann Christian Harisch an, der am Mittwoch einen solchen ins Spiel gebracht hatte.

"Die neue Mutation ist eindeutig ansteckender. Die Expertinnen und Experten sagen uns aber, dass die Verläufe - Gott sei Dank - milder sein werden", hielt Platter fest. Es gelte, die bestehenden Regeln einzuhalten und besser zu kontrollieren. Mit Lockdown-Spekulationen würde man nur die Bevölkerung verunsichern. Stattdessen gelte es, die Quarantäne-Regeln anzupassen und den dritten Stich zu forcieren, sagte der Tiroler Landeschef.

Tourismus-Pause für Booster-Impfungen?

Harisch meinte, man solle den Tourismus nun für eine Woche zusperren, um die Zeit für Booster-Impfungen zu nützen. Wenn nichts getan werde, sah er das System zusammenbrechen, nachdem sehr viele Menschen in Quarantäne sein werden. Einige Betriebe hätten bereits schließen müssen.

Wiener Bürgermeister für "rasche Maßnahmen"

Für die rasche Umsetzung von wirksamen Maßnahmen sprach sich zum Auftakt der Sitzung Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) aus. "Soeben hat die Beratungsrunde mit der Bundesregierung und dem Expertengremium Gecko begonnen. Für mich ist klar: es braucht bundesweit rasch effektive Maßnahmen, um die Spitäler vor Überlastung zu schützen", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. "Die Gesundheit der Menschen hat für mich oberste Priorität. Wien ist bei den Schutzmaßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger immer schon sehr konsequent vorgegangen und wird auch in Zukunft den Wiener Weg der Sicherheit und Konsequenz in seiner bewährten Weise fortsetzen."

(APA/red)

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