Gecko: "Schutz der kritischen Infrastruktur essenziell"

Oberste Priorität sei nun, die kritische Infrastruktur zu schützen.
Oberste Priorität sei nun, die kritische Infrastruktur zu schützen. ©APA/AFP/ANP/BART MAAT
Aufgrund der steigenden Infektionszahlen, aber geringere ICU-Auslastung, steht laut Gecko der Schutz der kritischen Infrastruktur an erster Stelle. Gesundheits-, Lebensmittel- oder auch Energieversorgung dürfe nicht Personal durch hohe Infektions- und K1-Zahlen entzogen werden.
Prognose: Infektionen sollen sprunghaft ansteigen

Am morgigen Feiertag berät die Bundesregierung mit den Ländern und Experten zur aktuellen Corona-Situation. Die "gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination" (Gecko) legt den Fokus auf den Schutz kritischer Infrastruktur und will beim Gipfel am Donnerstag Vorschläge vorlegen, damit diese lebenswichtigen Bereiche weiterhin am Laufen gehalten werden. Es geht vor allem um Quarantäneregeln.

Rund 15.000 Neuinfektionen pro Tag erwartet

In ihrer gestrigen Sitzung hat "Gecko" die von der Bundesregierung gestellten Arbeitsaufträge über den Jahreswechsel abgearbeitet und über die aktuelle Situation beraten, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme am Mittwoch. Die Infektionsentwicklung sei in den vergangenen Tagen stabil gewesen und steige nun wie prognostiziert deutlich an. Die Omikron-Variante ist inzwischen die dominante Mutation, die Infektionszahlen würden auch in den kommenden Tagen deutlich ansteigen. Das Corona-Prognosekonsortium geht von rund 15.000 Infektionen pro Tag in der kommenden Woche aus.

Verläufe bei Omikron deutlich milder

"Fest steht, dass Omikron ein deutlich höheres Infektionsrisiko mit sich bringt, die Verläufe bei Geimpften aber deutlich milder sind", bekräftigte "Gecko". Es sei deutlich sichtbar, dass die Auslastung der Intensivbetten bei weitem nicht im gleichen Ausmaß wie die Infektionszahlen ansteige. Die Notwendigkeit für eine Betreuung im Krankenhaus oder gar auf der Intensivstation sei bei Omikron deutlich niedriger - für dreifach Geimpfte liege die Schutzwirkung gegen eine Hospitalisierung beinahe bei 90 Prozent.

Schutz der kritischen Infrastruktur an erster Stelle

Vor diesem Hintergrund sei "der Schutz der kritischen Infrastruktur von essenzieller Bedeutung", hieß es in der Aussendung von "Gecko". "Es muss vermieden werden, dass lebenswichtigen Bereichen, wie etwa der Gesundheits-, der Lebensmittel- oder auch der Energieversorgung, Personal durch hohe Infektions- und K1-Zahlen entzogen wird." Am morgigen Donnerstag werde man der Bundesregierung und den Ländern denn auch Vorschläge zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur vorlegen.

(APA/red)

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