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"Bündnis Zukunft Ibiza": FPÖ-Chef Hofer verspottet neuen DAÖ-Klub

Norbert Hofer verspottet den neuen Klub auf Twitter.
Norbert Hofer verspottet den neuen Klub auf Twitter. ©APA/HANS PUNZ
Die Gründung des neuen Klubs "Die Allianz für Österreich" (DAÖ) veranlasste FPÖ-Chef Norbert Hofer zu einem spöttischen Tweet.
"Die Allianz für Österreich" gegründet
FPÖ-Mandatare ausgetreten

FP-Obmann Norbert Hofer reagiert mit Spott auf die durch Unterstützer von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache angekündigte neue Partei.

"FPÖ hat Rucksack abgelegt": Hofer reagiert auf DAÖ-Klub mit Spott

"Bündnis Zukunft Ibiza hat sich gegründet und wird auch die volle Verantwortung für die Ereignisse im Nachfeld zu schultern haben", zog Hofer via Twitter einen Vergleich mit der Abspaltung des BZÖ 2005 unter dem damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider.

Die FPÖ-Spitze will in einer Pressekonferenz am Nachmittag zu den aktuellen Entwicklungen Stellung nehmen. Für Hofer ist damit ein "klarer Trennstrich" vollzogen. Die FPÖ habe den Rucksack abgelegt, so Hofer.

"Politische Diarrhö": Vilimsky wettert gegen "Abtrünnige"

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky wetterte auf Twitter gegen die Parteiabspaltung und bezeichnete den Schritt als "politische Diarrhö". Karl Baron, Klaus Handler und Dietrich Kops wurden zudem als "Abtrünnige" bezeichnet, die seiner Meinung nach "bald wieder in der Versenkung" verschwinden werden.

Auch der frühere FPÖ-Politiker Stefan Petzner rechnet dem neuen Klub keine großen Chancen am politischen Parkett aus. "Das Ende der DAÖ wird bekannt werden", twitterte er.

SPÖ: "Wien darf nicht Ibiza werden"

Die SPÖ gab jedenfalls infolge der neuen DAÖ-Bewegung schon einmal die Losung "Wien darf nicht Ibiza werden" aus. "Bürger schützt euer Eigentum - Strache kommt! Auf Ibizia wurden Pläne zum Verkauf des österreichischen Wassers und die Orbanisierung der Medienlandschaft geschmiedet, Spesengelder wurden verschleudert, jetzt soll es in Wien damit nun offenbar weitergehen und das ohne Wählerlegitimation", meinte Wiens roter Klubchef Josef Taucher hinsichtlich eines möglichen Antretens Straches bei der Wien-Wahl 2020.

Für die tägliche Arbeit im Stadtparlament sieht man bei der SPÖ aber keine großen Auswirkungen: "Die FPÖ ist bislang schon nicht groß aufgefallen, insofern wird sich für unsere Arbeit für Wien nicht viel ändern."

NEOS: "Selbstzerfleischung" der Wiener FPÖ verbrenne Steuergeld

Die NEOS ärgerten sich indes mit Verweis auf die dem neuen Klub zustehende Klubförderung darüber, dass durch die "Selbstzerfleischung" der Wiener FPÖ Steuergeld verbrannt werde. "Die Gründung des Strache-Fanboy-Klubs kostet die Steuerzahler rund eine Million Euro, da nun noch mehr Klubförderung ausgeschüttet werden muss. Das alles nur, weil ein gescheiterter Politiker offenbar nicht loslassen kann und die Freiheitlichen ihre internen Probleme nicht in den Griff kriegen", so Klubchef Christoph Wiederkehr per Aussendung.

FP-Landbauer: "Reisende soll man nicht aufhalten"

"Echte freiheitliche Politik zeichnet sich durch Rückgrat, Handschlagqualität, Anstand und Charakter aus. Wer diesen Kurs verlässt und mit diesen Werten nichts anfangen kann, der hat auch in der FPÖ keinen Platz. Um ein paar wenige Selbstdarsteller, die Politik aus reinem Selbstzweck betreiben und nun den Affenzirkus Österreich bilden, ist bei Gott nicht schade", sagt FPÖ-Landespartei- und Klubobmann, Udo Landbauer zur DAÖ-Gründung.

"Es gibt nur ein Original und es gibt nur eine freiheitliche Partei. Wir sind den Österreicherinnen und Österreichern verpflichtet. Mit dem heutigen Tag wurde in Wahrheit der Weg für eine saubere FPÖ, ohne Querschüsse und Spesenaffären, gesetzt", sagt Landbauer. Beim "Himmelfahrtskommando" der BZÖ habe man bereits gesehen, wo Abspaltungsversuche letztlich enden.

(APA/Red)

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