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Betrügereien haben laut FMA in der Coronakrise zugenommen

Betrüger setzen in der aktuellen Situation teils auf Coups rund um Bitcoin und Co.
Betrüger setzen in der aktuellen Situation teils auf Coups rund um Bitcoin und Co. ©Pixabay (Sujet)
Die Finanzmarktaufsicht warnt: Betrügerische Delikte im Finanzsektor haben im Zuge der Coronakrise zugenommen. Betrüger setzen etwa auf Kryptowährungen wie Bitcoin und nutzen die Home-Office-Situation aus.
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Besonders im Zusammenhang mit Kryptoassets und Verbraucherkrediten sei es zuletzt vermehrt zu betrügerischen Tätigkeiten gekommen, sagten die Vorstände der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl und Eduard Müller, am Dienstag.

Betrüger nutzen geänderte Rahmenbedingungen: Home Office

"Der Betrug passt sich dynamisch an die Rahmenbedingungen an", so Müller. Auch das Faktum, dass sich viele Mitarbeiter aufgrund der Coronakrise im Home-Office befinden, werde derzeit von Kriminellen verstärkt ausgenützt. So sei die FMA von fingierten Anforderungen von Vorgesetzten an Mitarbeiter, Auszahlungen in Millionenhöhe zu tätigen, informiert worden. Im Bereich der Verbraucherkredite seien dagegen unerlaubt von Kreditnehmern geforderte Vorwegzahlungen ein Problem, so Müller weiter.

Auch Ettl verwies auf eine "deutliche Zunahme unseriöser Aktivitäten", vor allem rund um Krypotassets. Der FMA-Vorstand mahnte die Anleger am Dienstag zur Vorsicht. "Hohe Renditenversprechen sind auch mit hohen Risiken behaftet," so Ettl. Manchmal könnten außerdem "Gaunereien" hinter zu hohen Versprechungen lauern.

Kryptowährungen: Bitcoin-Handel ist "hochspekulativ"

Generell steht Ettl Kryptowährungen skeptisch gegenüber. Der Handel mit Bitcoin sei "hochspekulativ" und nicht als Anlage zur Wertsicherung geeignet, so der FMA-Vorstand auf die Frage, ob Bitcoin Gold als Krisenwährung ablösen könnte.

Auch Facebooks Libra ist Ettl als "privat geschaffene Kryptowährung" ein Dorn im Auge. Dennoch werde aus der Diskussion um Libra klar, dass ein Interesse an einer Kryptowährung in der Öffentlichkeit besteht. Daher sei es für Notenbanken und Staaten wichtig, sich Gedanken zu machen wie so etwas funktionieren könnte.

FMA setzt auf Prävention durch Information

Um die Verbraucher vor Betrügereien am Finanzmarkt zu schützen, setze die FMA vor allem auf Prävention durch Information der Verbraucher, auf Transparenz der Anbieter von Finanzprodukten und auf den Ausbau des Market Monitorings, so Ettl. Im vergangenen Jahr hat die Behörde 97 Warnmeldungen (2019: 61) ausgegeben und 131 Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingebracht.

(apa/red)

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