Bereits mehr als drei Millionen Corona-Impfungen durchgeführt

Die Durchimpfungsrate liegt in Österreich über 25 Prozent.
Die Durchimpfungsrate liegt in Österreich über 25 Prozent. ©REUTERS
Mehr als drei Millionen Mal ist in Österreich mittlerweile im Kampf gegen die Corona-Pandemie geimpft worden. Das gab Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Freitag bekannt.

Die Durchimpfungsrate in der österreichischen Bevölkerung lag damit nach dem Stand 30. April, 0.00 Uhr, über 25 Prozent. Laut E-Impfpass haben 2.225.301 Menschen zumindest eine Teilimpfung erhalten, 828.984 und somit 9,3 Prozent der Österreicher sind voll immunisiert.

Mehr als 46.000 Corona-Impfungen im Schnitt pro Tag

Mückstein zufolge wurden allein im April 1,2 Millionen Stiche gegen SARS-CoV-2 verabreicht. "Nachdem am 10. April die zwei Millionen Impfungen überschritten wurden, wurde im Laufe des gestrigen Tages die Drei-Millionen-Marke geknackt. Wir stehen somit heute bei gut 3,05 Millionen Impfungen in Österreich. Seit dem 30. März wurden somit mehr als 1,4 Millionen Impfungen in Österreich verabreicht, mehr als 46.000 Impfungen durchschnittlich pro Tag", resümierte der Gesundheitsminister.

Demnach waren Ende März etwas mehr als 32 Prozent der über 65-Jährigen geimpft, ein Monat später waren es mehr als 66 Prozent. Auch bei der gesamten impfbaren Bevölkerung habe sich dieser Wert verdoppelt, so das Gesundheitsministerium. In der impfbaren Bevölkerung waren es Ende März 15 Prozent, die zumindest den ersten Stich erhalten hatten, Ende April knapp 30 Prozent, denen zumindest die erste Dosis Corona-Vakzine verabreicht wurde.

Impftempo von Vakzin-Verfügbarkeit abhängig

"Der April hat uns gezeigt, wie gut wir das Impftempo in Österreich verbessern können, wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist. Im Mai rechnen wir mit rund 500.000 Dosen gelieferten Impfstoffen pro Woche. Somit werden wir das Impftempo noch einmal deutlich erhöhen können. Im Juni werden es dann sogar 700.000 Dosen pro Woche sein", sagte Mückstein zur weiteren Vorgangsweise.

Damit könne man im Mai die Phase 3 des Impfplans starten, die durch eine breite Verfügbarkeit von Impfstoff gekennzeichnet sein soll. Damit sollen bald große Teile der Bevölkerung immunisiert werden können, aber die primäre Priorisierung erfolge weiterhin nach Alter und gesundheitlichen Risiken. Im Laufe der kommenden Wochen sei mit einer großflächigen Öffnung der Anmeldung in allen Bundesländern zu rechnen. Außerdem werde man Mitte Mai auch in den Betrieben zu impfen beginnen.

Mückstein will alle Impfwilligen bis zum Sommer versorgen

"Dadurch werden wir unsere Impfziele gut erreichen können, bis zum Sommer alle Impfwilligen zu impfen. Bis zu 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung ist realistisch, wenn wir alle zusammenhelfen", erläuterte Mückstein. Im Juni werde erstmals mehr Impfstoff verfügbar sein, als es Impfwillige gibt. "Dann heißt es, auch jene Menschen in Österreich von der Sinnhaftigkeit der Corona-Schutzimpfung zu überzeugen, die noch zögern. Sie ist der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie und wird uns vieler unserer gewohnten Freiheiten wieder zurückbringen. Darum bitte ich alle, dieses wichtige Angebot zu nutzen und bei der ersten Gelegenheit einen Impftermin zu buchen", appellierte Mückstein.

Am höchsten lag die Durchimpfungsrate am Freitag im Burgenland mit 29,4 Prozent. In Tirol waren 28,7 Prozent der Bevölkerung geimpft, in Vorarlberg 27 Prozent. In Kärnten lag die Durchimpfungsrate bei 25,7 Prozent, in Niederösterreich bei 25,5 Prozent, in Oberösterreich bei 24,3 Prozent, in der Steiermark bei 23,5 Prozent und in Wien bei 23,1 Prozent. Am niedrigsten ist die Durchimpfungsrate mit 22,4 Prozent nach wie vor in Salzburg.

AstraZeneca-Impfstoff für Zweitimpfungen angedacht

Der Kinderarzt Karl Zwiauer, Mitglied des Nationalen Impfgremiums, wies am Donnerstagabend in der ORF-"ZiB2" daraufhin, dass in den kommenden Wochen vor allem große Lieferungen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erwartet werden.

Der Impfstoff von AstraZeneca werde wohl "vorzüglich" bei jenen Patienten angewendet, die schon die Erstimpfung mit der Vakzine des britisch-schwedischen Konzerns erhalten haben. "Wir haben keine Evidenz dafür, dass es sinnvoller wäre, Personen, die mit einem AstraZeneca-Impfstoff angeimpft sind, mit einem anderen Impfstoff zu impfen. Hierfür gibt es absolut keine wissenschaftliche Grundlage, und daher werden die Mengen, die in den nächsten Wochen mit AstraZeneca kommen, wahrscheinlich vorwiegend für die Personengruppe vorbehalten sein, die die erste Impfung auch mit diesem Impfstoff erzhalten haben", sagte der Pädiater.

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(APA/Red)

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