Bereinigte Daten: 27.667 Corona-Neuinfektionen am Mittwoch in Österreich

Am Mittwoch wurden in Österreich 27.677 Corona-Neuinfektionen gemeldet.
Am Mittwoch wurden in Österreich 27.677 Corona-Neuinfektionen gemeldet. ©APA/AFP
Am Mittwochnachmittag (19.1.2022) vermeldete das Gesundheitsministerium 27.667 Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich. Am Vormittag wurden mehr als 31.000 neue Fälle im EMS gemeldet.
30.000 Fälle im EMS gemeldet

Neuer Negativ-Rekord in Österreich. Von Dienstag auf Mittwoch wurden in Österreich im 24-Stunden-Vergleich (Stand: 19.1.2022, 9.30 Uhr) 27.667 Coronavirus-Neuinfektionen registriert. Die Zahlen kamen mit einiger Verspätung.

27.677 Corona-Neuinfektionen sind Höchststand

Die Corona-Variante Omikron befeuert weiter das Infektionsgeschehen in Österreich. Von Dienstag auf Mittwoch wurde ein neuer Höchststand von exakt 27.677 Neuinfektionen vermeldet. Bisheriges Allzeit-Hoch war vor einer Woche mit 17.006 Fällen, als die Omikron-Welle an Fahrt aufnahm. Weitere detaillierte Zahlen aus dem Gesundheits- und Innenministerium ließen aufgrund von Datenbereinigungsarbeiten am Mittwoch noch auf sich warten.

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Mehr als 31.000 Neuinfektionen im EMS gemeldet

Der derzeitige massive Anstieg zeichnete sich bereits bei den am Vormittag veröffentlichten Zahlen im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) ab, wo von Dienstag auf Mittwoch zunächst 31.070 Neuinfektionen eingemeldet wurden. Allerdings handelte es sich dabei um Rohdaten, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf APA-Anfrage betonte. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) berichtete dann im Ministerrat von rund 30.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Grundsätzlich werden am Mittwoch immer mehr Neuinfektionen gemeldet als an anderen Wochentagen. Dies liegt u.a. daran, dass an diesem Tag die Ergebnisse der meisten an den Schulen durchgeführten PCR-Tests in das Meldesystem einfließen. Die 27.677 Neuinfektionen sind rund 60 Prozent mehr als am Dienstag und wären auch für einen Mittwoch ein einsamer Rekord: Vorige Woche wies das EMS 18.427 Neuinfektionen aus, am Mittwoch davor 10.725.

9.161 Corona-Neuinfektionen in Wien

Die stärkste Zunahme gab es erneut in Wien mit 9.161 Neuinfektionen, was auch für die Bundeshauptstadt erneut einen Rekord bedeutet. Bisher lag der Maximalwert bei 5.573 am 12. Jänner. In Vorarlberg waren es 1.109, in Tirol 3.702, in der Steiermark 2.398, in Salzburg 2.771, in Oberösterreich 3.315, in Niederösterreich 4.044, in Kärnten 815 und im Burgenland 362.

"Wir haben auf jeden Fall eine deutliche Erhöhung im Vergleichszeitraum", sagte Nehammer bevor die exakte Höhe der Neuansteckungen feststand. Auf der anderen Seite, weil auch die Omikron-Variante des Virus neu zu bewerten ist, würden die Berechnungen "genau im Ziel" liegen, auch hinsichtlich der Krankenhausbelegungen. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) betonte, dass die Belegzahlen in Spitälern und Intensivstationen in "keiner Weise" - auch nicht mit Verzögerung - "mit diesem steilen Anstieg (der Infektionen, Anm.) verbunden" sein werden. Auch müsse man die hohe Anzahl der Tests berücksichtigen, sagte er.

Zahlreiche Corona-Tests eingemeldet

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.115.855 PCR- und Antigen-Schnelltests und davon 801.459 aussagekräftige PCR-Test gemeldet, die eine Positiv-Rate von 3,5 Prozent aufwiesen, der Wochenschnitt lag bei 3,0. Mehr als 50 Prozent der PCR-Test, nämlich rund 460.000 erfolgten in Wien. In den verbleibenden Bundesländern lag der Positivschnitt mit Ausnahme von Steiermark, Burgenland und Kärnten bereits jenseits der Fünf-Prozent-Marke, am höchsten in Tirol mit 8,8 Prozent.

Corona-Prognosen in Österreich treffen zu

Indes lag das Covid-Prognosekonsortium erneut richtig mit seinen vorausgesagten Zahlen für diese Woche. Als Mittelwert wurden von den Experten für heute 24.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden angenommen, als Obergrenze waren sogar 32.000 neue Fälle avisiert. Ab Mitte nächster Woche drohen über 40.000 Neuansteckungen pro Tag, hieß es in der jüngsten Veröffentlichung.

Das Konsortium geht jedoch davon aus, dass die Spitalsbelastung wieder zunehmen werde. Experten hatten bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Omikron aber eher die Normalstationen als Intensivstationen belasten werde. In diese Richtung weisen auch die aktuellen Zahlen, denn von den insgesamt 1.062 Personen wurden wegen Covid-19 in einem Krankenhaus behandelt, das sind um 50 mehr als am Vortag. 193 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl sank seit gestern um vier und ist innerhalb einer Woche um 49 Patienten zurückgegangen. Jedoch gab es seit gestern vierzehn weitere Todesfälle, im Sieben-Tages-Schnitt waren knapp über zehn und 73 Todesfälle wurden innerhalb einer Woche registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 13.956 Tote in Österreich gefordert.

Drei Viertel erhielten mindestens eine Impfung

Bis zum Dienstag haben laut den Daten des E-Impfpasses 75 Prozent bzw. 6.702.600 Personen zumindest eine Impfung erhalten. 6.415.025 Menschen und somit 71,8 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Corona-Neuinfektionen aufgeschlüsselt auf Bundesländer

Mehr als 9.000 Neuinfektionen entfallen auf Wien, wie aus einer Presseaussendung des Innenministeriums hervorgeht:

  • Burgenland: 362
  • Kärnten: 815
  • Niederösterreich: 4.044
  • Oberösterreich: 3.315
  • Salzburg: 2.771
  • Steiermark: 2.398
  • Tirol: 3.702
  • Vorarlberg: 1.109
  • Wien: 9.161

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