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Bank-Austria-Trophy kämpft um Existenz

Wiener Turnier auf wackeligen Beinen
Wiener Turnier auf wackeligen Beinen © vienna.at/sportsshooter.at
Die Wirtschaftskrise kostete dem Wiener Turnier Sponsoren. Nach dem Verlust aus dem Vorjahr ist die Situation angespannt. Turnierdirektor Huemer "drehe jeden Euro um."

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise geht auch an Traditionsveranstaltungen wie der Bank-Austria-Tennis-Trophy in der Wiener Stadthalle nicht spurlos vorüber. Für die 24. Auflage, die ab heuer zwei Wochen später (24. Oktober bis 1. November) als bisher stattfindet, haben mit Mercedes (der Gesamt-Deal mit der ATP ist zu Ende), Visa und den ÖBB gleich drei Firmen ihr Sponsoring beendet, in der Kasse fehlen mehrere hunderttausend Euro. Dennoch, so versichern die Turnierdirektoren, wird es die BA-Trophy auch heuer geben.

Nicht zuletzt auch dank eines verstärkten Engagements des Titelsponsors. Außerdem bemüht sich der im ATP-Turnier-Board sitzende Turnierdirektor Leo-Günther Huemer auch um eine Reduktion des Preisgeldes von 650.000 auf 450.000 Euro. Allerdings ist er da nicht allein, besonders die europäischen Turnierveranstalter leiden schon seit Jahren wegen des starken Euro im Vergleich zum Dollar. “Wir haben auch schon gedroht, künftig einfach in Dollar auszuzahlen”, berichtete der 74-Jährige gegenüber der APA – Austria Presse Agentur.

Nach der großen Strukturänderung in der ATP, die ja seit heuer ihre Tour-Turniere in 1000er, 500er und 250er-Kategorien einstuft, ist Wien ein 250er-Turnier. Diese Kategorien müssen normalerweise nur maximal 450.000 Euro ausschütten, da Wien aber mit der 44. Woche einen durch die Nähe zum Saison-Finale der Besten sehr guten Termin hat, hat die ATP ein höheres Preisgeld angesetzt.

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation, die auch durch einen beträchtlichen Verlust aus dem Vorjahr verschärft ist, heißt es für die Organisatoren sparen, wo es geht. “Ich drehe jeden Euro um. Wir werden die Aufbautage in der Halle verkürzen, die ‘floor animation’, die auch 40.000 Euro kostet und für die wir von der ATP einen Award bekommen haben, wird es nicht mehr geben”, meinte Huemer, der das Turnier seit 34 Jahren betreut. Ansonsten will er aber am Umfeld und an der Atmosphäre nach außen nichts ändern.

Eine Reduktion oder gar Streichung des VIP-Bereiches – wie es Ronnie Leitgeb bei seinem nach Kitzbühel transferierten Turnier vorhat – wird es nicht geben. “Der VIP-Bereich wird gleichbleiben”, garantiert auch der zweite Turnierdirektor Peter Feigl. “Kitz war immer eine Art Volksfest. Wir haben einen anderen Status.”

Der 57-jährige gebürtige Steyrer hat sich mittlerweile schon sehr gut von seinem Schlaganfall, den er just am Finaltag der BA-Trophy am 12. Oktober 2008 erlitten hatte, erholt. “In fast alter Frische” zeigte sich Feigl Dienstagabend bei einem Medientreffen in Wien. “Ich freue mich, dass ich wieder auf dem Damm und auf dem Weg der Besserung bin”, sagte der frühere Weltranglisten-36. und erste Grand-Prix-Turniersieger Österreichs.

Feigl wird das Turnier auch künftig betreuen und hat sich auch mit Herwig Straka von der Firma e/motion Verstärkung ins Boot geholt. Gemeinsam werden die Beiden versuchen, die Vermarktung des Turniers weiter zu verbessern. Straka, der durch seine Veranstaltungen auch im Ausland (u.a. Stuttgart) auch über sehr gute Kontakte zu Spielern verfügt, will Synergien nützen und sich so gut wie möglich einbringen.

Doch trotz aller Schwierigkeiten: Zwei Top-Spieler sind für das Hallenturnier am Vogelweidplatz schon fix. Der Weltranglisten-Fünfte Juan Martin del Potro und David Nalbandian (ATP-15.), beide aus Argentinien, haben Wien in ihren Turnierkalender eingeplant. Vorteile erwartet sich die Turnierleitung durch die Terminverschiebung auch deshalb, weil man nicht mehr direkt im Anschluss an die für viele Stars lukrative und fast obligatorische Asien-Tour spielt, sondern eine Woche Pause dazwischen ist. Mit der direkten Konkurrenz – Lyon und St. Petersburg in der gleichen Turnierkategorie – könne man gut leben.

Als besonderes Entgegenkommen am Nationalfeiertag, heuer dem ersten Tag des Hauptbewerbes, erhalten am “Bank Austria Family Day” Kinder nach Absolvierung der KidsDay-Aktivitäten diesmal freien Eintritt mit zwei (bisher eine) erwachsenen Begleitpersonen.

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