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Ausgeraucht!

Für Stefan Köb ist das Rauchverbot "kein großer Schock“
Für Stefan Köb ist das Rauchverbot "kein großer Schock“ ©VN
Ab Freitag gilt in ganz Österreich ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. W&W hat sich bei Gastronomen umgehört, wie sie vorbereitet sind und wie sie mit der Umstellung umgehen.
Rauchverbot ausgetrickst?
Verbot fix! Auch für Marcel Lerch

Von Harald Küng (Wann&Wo)

Am Freitag tritt nun endgültig die Novelle des Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetzes (TNRSG) und damit bundesweit ein absolutes Rauchverbot in sämtlichen Gastronomiebetrieben in Kraft. Das Rauchverbot gilt in allen Räumen, in denen Speisen oder Getränke hergestellt, verarbeitet, serviert bzw. eingenommen werden, zudem in allen den Gästen zur Verfügung stehenden Bereichen. Weiterhin geraucht werden darf lediglich auf Freiflächen, wie z.B. in Gastgärten oder auf offenen Terrassen.

WANN & WO hörte sich bei Vorarl­berger Gastronomen um, wie sie das Rauchverbot sehen und welche Maßnahmen sie setzen.

„Schon seit 2008 komplett rauchfrei“

Hannes Hagen, Conrad Sohm: „Das Conrad Sohm ist bereits seit 2008 komplett rauchfrei, geraucht werden darf bekannterweise seither nur mehr auf der Terrasse. Raucherbereiche im Haus haben wir von Beginn an ausgeschlossen. Wir sind froh, dass wir so früh gestartet haben und sehen überhaupt keine Probleme mit dem verpflichtenden Rauchverbot ab Freitag.“

„Sind sehr gespannt“

Nani Mock, Bunt/Buntergrund: „Wir sind schon sehr gespannt, was ab kommenden Freitag passiert. Wir haben heute Abend noch einen Termin bei der Stadtpolizei, um die Situation noch einmal zu besprechen. Wir hoffen einfach, dass es eine gute Kooperation mit den Gästen gibt, dass sie sich ruhig verhalten und auch keine Getränke nach draußen mitnehmen. Es wird sich auch zeigen, wie es vor der Tür weitergeht – die Leute stehen dann ja im öffentlichen Bereich. Vielleicht ergeben sich noch Ausnahmeregelungen oder spezielle Lösungen mit einer stärkeren Stadtbeteiligung. Viele Gäste sehen das kommende Rauchverbot nicht ein. Sie wollen weggehen, Spaß haben, ein Bier trinken und dazu auch eine Zigarette rauchen. Es gibt viele, die ja auch nur rauchen, wenn sie ausgehen. Es wird spannend.“

„Abwarten, wie es sich entwickelt“

Marcel Lerch, Schmugglar, Sportbar, Neptun: „Wir stellen im Neptun von Donnerstag auf Freitag um. Künftig wird es vor dem Lokal zwei Stehtische geben, wir hoffen, dass es in Folge keine Probleme mit den Nachbarn gibt. Ich habe gemeinsam mit weiteren Gastronomen eine Gesetzesprüfung beim VfGH beantragt, diese wurde in der vergangenen Woche abgelehnt. Auch die Sportbar am Blauen Platz ist vom Rauchverbot betroffen. Im Schmugglar ist die Lage weniger problematisch, da es sich in erster Linie um ein Speiselokal handelt. Im Barbereich haben wir zwar Raucher, aber diese haben auch die Möglichkeit, hinauszugehen. Wir müssen abwarten, wie sich das Ganze entwickelt – etwas anderes bleibt uns ohnehin nicht übrig.“

„Rauchverbot ist kein großer Schock“

Stefan Köb, Pier 69, Lustbar: „Das Rauchverbot kommt nun endlich fix, man rechnet ja schon seit Jahren damit. Es ist also kein allzu großer Schock. Das Lust ist ein beliebtes Raucherlokal, aber die gesetzlichen Bestimmungen sind nun eben, wie sie sind. Es gibt für die Gäste künftig die Möglichkeit, neben Heizstrahlern unter Dach zu rauchen. In Bregenz gibt es auch eine Kampagne mit der WIGE, um die Gäste zu sensiblisieren, damit sie Rücksicht auf die Anrainer nehmen. Das Rauchverbot ist nun ein Teil der Gesellschaft, damit müssen wir leben.“

„Das Ende einer ganzen Branche“

Ilker „Ike“ Sönmez, Mr. John‘s Shishabar: „Wird das Rauchen in Shishabars veboten, wird eine ganze Branche kaputt gemacht. Zudem sind Shishabars ein sehr gutes Beispiel für Integration. Wir haben Klage beim VfGH eingereicht und rechnen im Dezember, spätestens im März 2020 mit einem Ergebnis. Die Chancen stehen derzeit 50/50. Die Haupteinnahmequelle liegt für uns bei den Wasserpfeifen. Ich habe keinen Gastgartenbetrieb, kann deshalb auch nicht reagieren. Wenn alle Lokale umstellen, wird es am Marktplatz heftig – Anrainerschutz wird ein wichtiges Thema. Wir werden natürlich umstellen und wenn ich jemanden beim Rauchen erwische, wird er darauf hingewiesen. Ich werde aber keinen zahlenden Gast hinauswerfen.“

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