Arbeitsmarkt: Mehr Jobinserate als vor der Coronakrise

Die Stellenanzeigen auf Jobportalen nehmen zu.
Die Stellenanzeigen auf Jobportalen nehmen zu. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Der Arbeitsmarkt sucht beinahe händeringend nach neuen Arbeitskräften. Auf Anzeigeportalen werden mehr Jobinserate als vor der Coronakrise geschaltet. Gesucht werden Fachkräfte am Bau, im Tourismus, im Handel, aber auch in Industrie und IT.

Im ersten Halbjahr sind mehr Mitarbeiter gesucht worden als noch vor der Coronakrise. Etwa am Bau, im Tourismus und im Handel wurde um 22, 19 bzw. 13 Prozent mehr Fachpersonal gesucht, geht aus einer wissenschaftlich begleiteten Untersuchung des Arbeitsportals karriere.at hervor. Besonders große Zuwächse an Stelleninseraten wurden demnach bei Kleinunternehmen und nach Ländern in Kärnten und dem Burgenland verzeichnet.

Mehr Jobs in Industrie und IT

Besonders intensiv nach Fachkräften wird auch in der Industrieproduktion gesucht. Dort wurden heuer im ersten Halbjahr um 6 Prozent mehr Jobinserate ausgeschrieben als 2019. Im IT-Bereich waren es um 5 Prozent mehr Stellenangebote.

"Unsere Daten zeigen, dass Fachkräfte momentan besonders in Kleinunternehmen bis maximal 50 Mitarbeiter heiß begehrt sind", so Portal-Chef Georg Konjovic. "Österreichs Kleinunternehmen schalteten heuer um 16 Prozent mehr Stelleninserate als vor der Krise."

Mehr Inserate auf Jobportalen

Die Anzahl der durchschnittlich täglich aktiven Inserate ist im ersten Halbjahr auf der Plattform in allen Bundesländern über den Vergleichszeitraum 2019 gewachsen. Darin wird ein Zeichen für eine Erholung des Arbeitsmarktes geortet. Besonders deutlich war der Anstieg in Kärnten (+27 Prozent) und im Burgenland (+19 Prozent).

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Homeoffice wird der Untersuchung zufolge zur Normalität. Heuer wurden um 154 Prozent mehr Stellen mit Heimbüro-Option angeboten als vergangenes Jahr. "Mittlerweile sollte es Unternehmen, die um Fachkräfte buhlen, klar sein, dass Homeoffice beziehungsweise das Arbeiten außerhalb des Firmengebäudes auch nach der Coronakrise eine Option sein muss - vor allem, wenn man wettbewerbsfähig bleiben möchte", sagt Professor Peter Harald Brandstätter von der Fachhochschule Oberösterreich, der die Studie wissenschaftlich begleitete. Aber: Nur 4 Prozent aller Unternehmen boten Homeoffice als unternehmensweiten Benefit an, die Top-Drei-Sozialleistungen waren flexible Arbeitszeiten (12 Prozent der Unternehmen), Aus- und Weiterbildung (11 Prozent) sowie gute Anbindung (7 Prozent).

Analysiert wurden mehr als 250.000 Stelleninserate.

(APA/Red)

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