Arbeitsfreistellung für Risikogruppen: Details erst Ende der Woche

Die Details zur Freitsellung der Risikogruppen werden noch erarbeitet.
Die Details zur Freitsellung der Risikogruppen werden noch erarbeitet. ©APA/BARBARA GINDL
Am Montag kündigte die Regeirung an, dass Menschen, die durch das Coronavirus besodners gefährdet sind, einen Anspruch bekommen sollen, zu Hause zu arbeiten oder ganz von der Arbeit freigestellt werden sollen. Bis zum Wochenende sollen die Details feststehen.
Regierung beschließt neue Maßnahmen

Wie das konkret umgesetzt werden soll, werde bis zum Wochenende vorbereitet, kündigte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der APA an.

Unklar ist derzeit etwa noch, wer zu den Risikogruppen gezählt wird - also etwa Menschen mit schweren Vorerkrankungen oder ältere Personen.

Arbeitsfreistellung für Risikogruppen: Betroffene werden kontaktiert

"Ab kommender Woche werden die Betroffenen mit konkreten Handlungsempfehlungen direkt kontaktiert, der besonders gefährdete Teil von ihnen mit besonderen gravierenden Verschlechterungen der Immunabwehr wird anschließend entweder auf Arbeit im Homeoffice oder direkte Freistellung verwiesen", heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums. Man appelliere aber schon jetzt an diese Gruppe, zuhause zu bleiben und die Schutzmaßnahmen besonders konsequent umzusetzen.

Wie man die Betroffenen identifizieren will um sie direkt kontaktieren zu können, bleibt vorerst ebenfalls unklar. Arbeiterkammer und Gewerkschaft kritisieren, dass viele Menschen durch die bisherigen vagen Ankündigungen verunsichert seien. Es gebe weder entsprechende Verordnungen noch auch nur Entwürfe dafür, sagte etwa SPÖ-Sozialsprecher und Baugewerkschafts-Chef Josef Muchitsch heute (Mittwoch) laut Aussendung.

Wie soll der Nachweis an den Arbeitgeber erfolgen?

Offen ist weiters noch die Frage, wie Arbeitnehmer gegenüber ihren Arbeitgebern den Nachweis erbringen sollen, dass sie zu einer Risikogruppe gehören und deshalb freigestellt werden wollen. Muchitsch schlägt vor, dass Hausärzte und Krankenanstalten solche Bestätigungen ausstellen könnten, allerdings dürften diese Nachweise keine Diagnose enthalten. Die Kosten für diese Bestätigungen müssten der Krankenkasse vom Bunde ersetzt werden.

Geplant ist laut Ankündigung vom Montag, dass die Arbeitgeber die Löhne der freigestellten Mitarbeiter weiter bezahlen und dann dafür entschädigt werden - aus welchem Topf das Geld kommen soll, wurde noch nicht kommuniziert.

Die Regierung hat am Montag auch angekündigt, dass touristische Vermietungen unterbunden werden und alle Hotels, Pensionen und sonstigen Quartiere (auch Airbnb-Wohnungen) geschlossen werden sollen. Auch dafür fehlt noch eine konkrete Regelung.

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(APA/Red)

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