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Anschober: Positive Ergebnisse des Coronavirus-Massentests werden mit PCR geprüft

Bei positiven Ergebnissen im Rahmen des Coronavirus-Massentests in Österreich, wird mit PCR nachgetestet.
Bei positiven Ergebnissen im Rahmen des Coronavirus-Massentests in Österreich, wird mit PCR nachgetestet. ©AP (Sujet)
Als "eines der zentralen Probleme" bei den ab 5. Dezember geplanten Coronavirus-Massentests in Österreich sieht Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) die Unsicherheit der Antigen-Tests. Tatsächlich gibt es einen gewissen Anteil von falsch positiven Antigen-Tests. "Daher werden wir bei positiven Ergebnissen nachtesten", versicherte der Minister zur Frage nach aussagekräftigeren PCR- oder Lamp-Tests.

Wie bei den Tests von bis zu 200.000 Lehrern am 5./6. Dezember soll sich in weiterer Folge auch die Gesamtbevölkerung an einem Wochenende testen lassen können. "Wir sehen uns am Wochenende ganz genau das Organisationsmodell der Massentestungen in Südtirol an. Es scheint mir bisher das beste zu sein, also: geblockt an einem Wochenende mit vielen Testmöglichkeiten und einer starken Digitalisierung bei der Umsetzung, um Wartezeiten zu vermeiden", sagte Anschober im Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" (Samstagsausgabe). Er betonte drei Grundprinzipien der Massentestungen: "Freiwilligkeit, Wiederholung und eine gute Kommunikation, die keine falschen Sicherheiten schafft".

Coronavirus-Massentest in Österreich nach Südtiroler Vorbild

In Südtirol nahmen von Freitag bis Samstagmittag bisher mehr als 160.000 Menschen an einem Massentest teil, der noch bis Sonntag läuft. Bei der Aktion "Südtirol testet" sind noch bis Sonntag insgesamt rund 350.000 Menschen aufgerufen, sich testen zu lassen. Nach ersten Zwischenergebnissen von Samstagvormittag wurden 1,3 Prozent positiv getestet, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit. Es kam jedoch bei rund zehn Prozent aller Teilnehmer zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Ergebnisse. Dies sei geschehen, "weil entweder die E-Mail-Adresse oder die angegebene Telefonnummer nicht korrekt oder gar nicht angegeben war", hieß es. Die betroffenen Bürger würden nun entweder per E-Mail oder SMS über die weitere Vorgangsweise verständigt, "je nachdem, welche Angabe korrekt vorhanden ist".

Die FPÖ forderte unterdessen eine "Garantieerklärung" von der Regierung, "dass eine Verweigerung des freiwilligen Antigen-Tests zu keinen wie auch immer gearteten negativen Folgen für die betroffenen Bediensteten haben wird - das muss dann aber auch bei den Massentests der gesamten Bevölkerung gelten", betonte FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in einer Aussendung. Es dürfe "zu keinen zusätzlichen Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte kommen".

Zu kurzfristigen Massentests kam es in China nach vereinzelten neuen Infektionen in der nördlichen Stadt Tianjin. Hier wurden laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet. Die Massentests wurden im Hafengebiet von Binhai vorgenommen, nachdem dort in einem Wohngebiet fünf neue lokal übertragene Infektionen und weitere drei asymptomatische Fälle festgestellt worden waren. Seit dem Sommer hat China das Virus mit strengen Maßnahmen, Massentests, Quarantäne, Kontaktverfolgung und strikten Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht.

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(APA/Red.)

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