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Anschober fordert Ende des Gezänks zwischen Stadt Wien und Innenministerium

Gesundheitsminister Anschober zeigt sich zufrieden mit aktueller Coronavirus-Entwicklung
Gesundheitsminister Anschober zeigt sich zufrieden mit aktueller Coronavirus-Entwicklung ©APA/HERBERT NEUBAUER
Zusammenarbeit statt Parteipolitik ist aktuell bei der Bekämpfung des Coronavirus in Wien und Niederösterreich gefragt - was auch einem "Waffenstillstand" zwischen Stadt Wien und Innenministerium gleich kommt.
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Mit einem Appell zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Corona-Ausbreitungsclusters in Wien und Niederösterreich hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober indirekt ein Ende des Gezänks zwischen der Stadt Wien und dem Innenministerium gefordert.

Außerdem kündigte Anschober in einer Aussendung an, zur nächsten gemeinsamen Arbeitssitzung zum Cluster auch das Innenministerium einzuladen.

Anschober zufrieden mit aktueller Coronavirus-Entwicklung

Der Gesundheitsminister zeigte sich mit der aktuellen Entwicklung zufrieden, denn die Zahlen würden weiter sinken. Seit gestern wurden 52 Neu-Infektionen und 64 Neu-Genesene gemeldet. Auch die Zahl der Corona-Erkrankten in Spitälern (182) und jener, die intensivmedizinische Betreuung brauchen (39) sinkt weiter kontinuierlich. "Die Richtung stimmt also weiterhin, wir müssen die Strategie konsequent fortsetzen und überall dort, wo es zu einzelnen Ausbreitungsclustern kommt, diese schnell und konsequent eingrenzen. Dafür haben wir 'Containment 2.0' mit schnellen Testungen und einer neuen Teststrategie sowie raschem Kontaktpersonenmanagement entwickelt", so Anschober in einer Aussendung.

Die Gesundheitsbehörden in Wien und Niederösterreich werden bei der Eingrenzung des aktuellen Clusters ab sofort auch von AGES und Gesundheitsministerium unmittelbar unterstützt, u.a. durch eine Erweiterung der Testungen. "Diese Zusammenarbeit funktioniert gut. Und wir müssen klären, ob es sich um ein generelles Risiko im Bereich prekärer Arbeitsverhältnisse und Wohnsituationen handelt. Dieses Risiko zeigen auch aktuelle Entwicklungen in anderen Staaten, und darauf werden wir unsere Testungen in Zukunft auch konzentrieren."

Zweite Welle muss "mit aller Kraft" verhindert werden

"Die Corona-Krise ist noch nicht vorbei. Wir sind gut unterwegs, aber ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit, ein kleines Unterschätzen können ausreichen, um eine zweite Welle auszulösen. Das wollen wir mit aller Kraft verhindern, es wäre für unsere Gesundheit, für unsere Gesellschaft, für die Wirtschaft und für unsere soziale Lage katastrophal. Dafür braucht es die Zusammenarbeit aller. Aus meiner Sicht ist die Bekämpfung der Krise weiterhin vielfach wichtiger als Parteipolitik", appellierte Anschober an Streitparteien ohne diese konkret zu nennen.

Er werde in die nächste gemeinsame Arbeitssitzung zum Wien/Niederösterreich-Cluster auch Vertreter der SKKM-Krisenkoordination und damit des Innenministeriums an den Tisch einladen. "Hier braucht es jetzt Zusammenarbeit in allen Bereichen. Nur so können wir Österreich weiterhin mit ruhiger Hand durch die Krise führen und die schwerster Pandemie seit Jahrzehnten relativ gut überstehen."

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