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Anschlag in Wien: Sechs festgenommene Männer wieder enthaftet

Sechs Männer wurden wieder entlassen.
Sechs Männer wurden wieder entlassen. ©APA/BARBARA GINDL
Im Zusammenhang mit dem Anschlag in Wien wurden mittlerweile 16 Personen festgenommen. Sechs Verdächtige wurden nun wieder enthaftet.
Festnahmen nach Anschlag
Terrorverdächtiger unter Festgenommenen

Von den mittlerweile 16 im Zusammenhang mit dem Terroranschlag festgenommenen Männer sind sechs wieder enthaftet worden. Bei ihnen hätte sich der Verdacht nicht erhärtet, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nina Bussek zur APA. Acht Personen befinden sich jedoch in Untersuchungshaft. Zwei Verdächtige sind noch in keine Justizanstalt eingeliefert worden.

Acht Männer in U-Haft

Die über die acht Männer verhängte Untersuchungshaft ist bis zum 21. November rechtswirksam. Sie stehen im dringenden Verdacht, durch Unterstützung des Attentäters im Vorfeld des Anschlages einen Beitrag zu den Verbrechen des Mordes, der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation geleistet zu haben. U-Haftgründe sind Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr und auch Tatbegehungsgefahr.

Die Männer, gegen die sich der dringende Tatverdacht erhärtete, sind im Alter von 16 bis 24 Jahren und stammen aus Österreich, dem Kosovo, Bangladesch, Nordmazedonien und der Russischen Föderation. Zwei von ihnen - ein 19- und ein 22-Jähriger - sind laut APA-Informationen bereits einschlägig wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (Paragraf 278b StGB) vorbestraft, darunter auch der Freund des Attentäters, der mit ihm 2018 gemeinsam versucht hatte, nach Syrien auszureisen. Die beiden wurden schlussendlich in der Türkei aufgegriffen und vor Gericht gestellt. Auch in U-Haft befindet sich der 18-Jährige aus Bangladesch, gegen den zum Zeitpunkt des Anschlags wegen terroristischer Vereinigung ermittelt wurde.

Die Verdächtigen können gegen die Untersuchungshaft binnen 14 Tagen Beschwerde einbringen, darüber wird das Oberlandesgericht Wien entscheiden. Nähere Angaben zum Inhalt der Aussagen der Beschuldigten und weitere Informationen wurden von den Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben.

Verschiedene Ermittlungsstränge nach Anschlag in Wien

Die Männern sind verdächtigt Tatbeitrag zum Wiener Anschlag oder selbst das Verbrechen der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung beziehungsweise an einer kriminellen Organisation begangen zu haben. Zwei Ermittlungsstränge führen in andere Länder. Dazu hielt sich Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Donnerstag bedeckt. In der Schweiz wurden zwei junge Männer festgenommen. Hausdurchsuchungen gab es auch in Deutschland. Vier Männer standen mit dem Wiener Attentäter in Kontakt, einer besuchte ihn sogar im Sommer in der Bundeshauptstadt. Das österreichische Innenministerium wollte das am Freitag nicht bestätigen.

(APA/Red)

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