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AMS-Chef gegen Anhebung des Arbeitslosengeldes

AMS-Chef Kopf ist gegen eine kurzfristige Erhöhung des Arbeitslosengeldes.
AMS-Chef Kopf ist gegen eine kurzfristige Erhöhung des Arbeitslosengeldes. ©APA/HANS KLAUS TECHT
AMS-Chef Kopf ist gegen eine kurzfristige Anhebung des Arbeitslosengeldes. Viele Jobs, die jetzt verschwinden, werden nämlich nach der Pandemie nicht mehr zurückkommen.

AMS-Chef Johannes Kopf ist gegen eine befristete Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 80 Prozent. "Politisch wäre es schwer, das wieder abzuschaffen. Durch die Möglichkeit, zum Arbeitslosengeld etwas dazuzuverdienen, hätten wir damit Gehälter, die in vielen Fällen deutlich über den erzielbaren Einkommen lägen", sagte er im Gespräch mit "derstandard.at".

63.000 freie Stellen beim AMS

Aktuell seien beim AMS 63.000 freie Stellen gemeldet. "Jedes Monat gehen Menschen in Pension, werden gekündigt oder kündigen: Wir vermitteln laufend Kunden, auch in der Krise gibt es Dynamik am Jobmarkt. Das würde zum Erliegen kommen, sobald man allein eingreift, um die Armutsgefährdung zu reduzieren", gibt der Chef des Arbeitsmarktservice Rufern nach höheren Arbeitslosengeldern in der Corona-Krise zu bedenken.

Im Gastro- und Tourismusbereich rechnet Kopf jedenfalls mit einem Anstieg der Konkurse. "Etlichen Betrieben wird die Luft ausgehen, wenn die Stundungen von Steuer- und Sozialabgaben auslaufen. Aber gerade der Tourismus verfügt über eine intakte Infrastruktur: Sogar wenn der Hotelbetreiber in Konkurs geht, steht das Hotel noch. Es wird mit anderen Eigentümern aufleben, weil ich glaube, dass der Tourismus wieder zurückkehren wird", so Kopf.

Kurzarbeit ist nicht da, um Menschen zu horten

Aktuell würden Touristiker darauf drängen, Leute einzustellen um sie gleich auf Kurzarbeit schicken zu können. "Sie haben Angst, dass sie, falls sie dann wieder öffnen können, keine Mitarbeiter finden. Das geht nicht, weil Kurzarbeit nicht dazu da ist, um Menschen zu horten", betonte Kopf. Damit würden sich Arbeitgeber ihre Arbeitskräfte auf Staatskosten sichern, während die Menschen vielleicht woanders gebraucht würden. "Dafür bin ich nicht", stellte er klar.

(APA/red)

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