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Am Wiener Forschungsfest wird der Weg zur Smart City gefeiert

Forschung ist ein wichtiges Thema in der Smart City Wien.
Forschung ist ein wichtiges Thema in der Smart City Wien. ©dpa (Symbolbild)
Auch wenn 38.000 Wissenschafter in Wien tätig sind, ist die Stadt eher für ihre Museen oder Musik bekannt. Das Wiener Forschungsfest am Naschmarkt soll dazu beitragen, das zu ändern. Gezeigt wird, was die "Smart City Wien" schon kann oder bald können wird.
Wien ist eine "Smart City"
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Wie berichtet wird am Wochenende das Wiener Forschungsfest gefeiert.

“Nur beim Wetter sind wir in der Forschung leider noch nicht so weit, mit einem Schnips die Sonne scheinen zu lassen”, bedauerte Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) die verregnete Eröffnung am Samstag.

Wien ist eine Smart City

Intelligente Verkehrsleitsysteme, mobile Daten- und Kommunikationsnetzwerke und energieeffiziente Bauten: Wien sei bereits am besten Wege, eine der smartesten Städte der Welt zu werden, betonte Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ). “Forschung und Technologie müssen sichtbarer werden”, erklärte sie. Diesem Auftrag kommen die Aussteller des Forschungsfestes – Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Universitäten – gerne nach.

Etwa im Bereich smarte Kommunikation, wo Besucherströme analysiert, Wege durch die Stadt für Rollstuhlfahrer gefunden werden oder auch ein eigens für Radfahrer entwickeltes Navigationssystem präsentiert wird. Aber nicht nur die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine beschäftigt die Forscher – am Stand der Veterinärmedizinischen Universität Wien kann man die Lernfähigkeit seines Hundes testen lassen.

Aktionen und Themen beim Forschungsfest

Selbst gepflanzt wird dagegen im Abschnitt smarte Ressourcen, frei nach dem Prinzip Urban Gardening. Ressourcen können aber nicht nur neu gewonnen, sondern auch in altem wiederentdeckt werden. Eine Station beschäftigt sich daher mit der Frage, wie viel Gold oder Silber in Elektroschrott wie beispielsweise Mobiltelefonen oder Fernsehgeräten steckt.

Beim smarten Wohnen können die Pläne für die Seestadt Aspern oder den 3D-Drucker für zuhause bestaunt werden, Interessierte erfahren, wie viel Energie ein Kühlschrank eigentlich verbraucht. Dank hohem Mitmachfaktor begeistert das auch die Forscher der nächsten Generation. Etwa beim “Radeln mit Rückenwind” der Wien Energie, wo unter dem Aspekt Smarte Mobilität nicht nur E-Bikes ausprobiert werden können sondern auch getestet, wie viel man selbst radeln müsste, wäre der Motor als Unterstützung nicht dabei.

Kommunikation, Mobilität und Energie

“Eine Smart City entsteht dann, wenn Technologien aus Kommunikation, Mobilität und Energie zusammen gedacht, geplant und gemacht werden. Bei Wien gehört da immer auch das Soziale dazu”, sagte die Infrastrukturministerin. Deshalb präsentiert sich am Forschungsfest auch das Thema Smarte Gesundheit, etwa im neuen Krankenhaus Nord, das dank Grünflächen und Energieeffizienz nicht nur mit smarter Planung, sondern auch einem voll automatisierten Rohrpostsystem für Laborproben aufwarten kann.

Smarte Energie bedeutet dagegen vor allem Nachhaltigkeit: Beispielsweise bei der bald selbstversorgenden Hauptkläranlage Wiens. Hier wird das Faulgas aus 6.000 Litern Abwasser pro Sekunde genutzt, um die Energie für die Anlage zu erzeugen. Nachvollziehen kann man den Weg vom Abwasser bis zum Klärprodukt Trockenschlamm auch anhand ausgestellter Proben, auf einem Rad wird man strampelnd selbst zum Wasserpumpwerk. (APA)

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