AK-Kritik an Regierung: FFP2-Masken aus China statt heimischer Ware verschickt

Nach langem Warten sind nun die ersten versprochenen FFP2-Masken der Regierung bei Pensionistinnen und Pensionisten eingetroffen - sorgen jedoch für Unmut
Nach langem Warten sind nun die ersten versprochenen FFP2-Masken der Regierung bei Pensionistinnen und Pensionisten eingetroffen - sorgen jedoch für Unmut ©Pixabay (Sujet)
Dieser Tage sind per Post bei Pensionistinnen und Pensionisten in Wien und Niederösterreich die ersten seitens der Regierung versprochenen FFP2-Masken eingetroffen. Diese sorgen jedoch für massive Kritik.
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Wie die AK Niederösterreich beanstandet, zeigen die per Post angekommenen Produkte in Niederösterreich und Wien: Es handelt sich bei den von der Regierung in Auftrag gegebenen versendeten FFP2-Masken um Exemplare aus China mit Qualitätssiegel aus der Türkei.

Kritik: FFP2-Masken aus China statt heimischer Schutzausrüstung

"Es gibt mehrere österreichische Unternehmen und viele heimische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich hochwertige FFP2-Masken produzieren. Warum wurden daher solche Waren bestellt?", so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Wie die AK ausführt, hätten die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown deutlich gezeigt, wie abhängig Österreich vom Ausland bei der Versorgung mit Schutzausrüstung war und welche Risiken damit verbunden waren. Mittlerweile gäbe es in Wiener Neudorf, Graz und auch in Vorarlberg innovative Betriebe, die hochwertige FFP2-Masken in großer Stückzahl und im Inland herstellen, um bestmöglichen Schutz vor dem Corona-Virus zu ermöglichen.

Importe aus Fernost sorgen für Kritik

"Das schafft Beschäftigung und Wertschöpfung und muss in unser aller Interesse sein, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten", so Wieser. Es sei daher überhaupt nicht einzusehen, warum die Bundesregierung jetzt noch immer auf Importe aus Fernost setze, anstatt den heimischen Standort zu stärken - und das in der größten Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Krise der 2. Republik.

Zwar würden die in Niederösterreich und Wien zugestellten Masken der Bundesregierung eine deutschsprachige Verpackung und Beipackzettel ausweisen. Die Masken seien jedoch von einem österreichischen Händler lediglich neu umgepackt worden. Die Produktion liegt in Guangdong in China, das Qualitätssiegel für die EU (CE 2163) stammt aus der Türkei, wie Recherchen ergaben.

Wieser: "Besser heimische Betriebe und Arbeitsplätze stärken"

"Quer durch die Bundesregierung wird seit der Corona-Krise immer wieder betont, wie wichtig die Eigenversorgung mit Gütern der kritischen Infrastruktur ist. Die Lieferung mit FFP2-Masken ist hier maßgeblich, um diesen Worten auch Taten folgen zu lassen und heimische Betriebe und Arbeitsplätze zu stärken", so Wieser.

(Red)

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