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Agrana-Zuckerfabrik in Niederösterreich kann weiter bestehen

Gute Nachrichten gibt es für eine Agrana-Zuckerfabrik.
Gute Nachrichten gibt es für eine Agrana-Zuckerfabrik. ©APA/HARALD SCHNEIDER (Symbolbild)
In der Vergangenheit war der Fortbestand der niederösterreichischen Agrana-Zuckerfabrik in Leopoldsdorf in der Nähe von Wien alles andere als in Stein gemeißelt. Jetzt sieht es anders aus: Die Fortführung ist gesichert - zumindest fürs Erste.
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Die Bauern ziehen genügend Zuckerrüben, um beide Agrana-Fabriken zu füttern. Dafür ist eine Fläche von zumindest 38.000 Hektar nötig. Diese wurde minimal, aber doch übertroffen. Die heurige Fläche von 38.650 Hektar entspricht einem Plus von 12.000 Hektar gegenüber dem Jahr davor. Ein Pakt mit der Agrana hat den Bauern Mut gegeben, weiter zu machen.

Zweite Agrana-Zuckerfabrik stand nicht zur Diskussion

"Der Rahmenvertrag des Zuckerpakts zwischen der Agrana und dem Verband der Rübenbauern gilt für drei Jahre", erinnert der neue Agrana-Vorstandschef Markus Mühleisen. Die Fläche von mindestens 38.000 Hektar sei weiterhin entscheidend. "Deshalb hoffen wir, dass wir auch im nächsten Jahr die Rübenflächen zusammenbekommen, sodass wir in Österreich weiter zwei Standorte wirtschaftlich betreiben können." Die weitere Agrana-Zuckerfabrik steht in der niederösterreichischen Bezirksstadt Tulln und wurde vom börsennotierten Konzern wegen der über die Jahre gesunkenen Anbauflächen im Gegensatz zur Fabrik in Leopoldsdorf im Marchfelde (Bezirk Gänserndorf) nie infrage gestellt.

"Dieser Pakt hat dazu geführt, dass die Landwirte wieder Mut gefasst und gesagt haben 'Ich riskiere es noch einmal' - auch auf die Gefahr hin, dass es schief gehen kann", resümiert Ernst Karpfinger, Präsident des Verbandes der Rübenbauern. Die Schäden an den Zuckerrüben - man erinnere sich an die massiven Ausfälle, die es in den vergangenen Jahren gab -, seien heuer sehr gering. Heuer wurden bisher nur 1.435 ha umgebrochen und auf 1.216 ha davon wurden wieder Zuckerrüben angebaut. Eine Wiederanbauprämie wurde für 231 Hektar beantragt. Der Ertrag dürfte heuer 84 Tonnen je Hektar erreichen.

Bund sicherte Rübenbauern Unterstützung zu

Im Rahmen des sogenannten Zuckerpaktes gab es vom Bund und von den Bundesländern Hilfszusagen an die Rübenbauern. Landwirte bekommen eine Prämie von 250 Euro je Hektar, wenn der erste Zuckerrübenanbau durch Schädlinge vernichtet werden sollte und sie auf der betroffenen Fläche neuerlich Rüben anbauen. Die Agrana garantiert die Abnahme der Zuckerrüben mit dem Dreijahresvertrag. Saatgut wird bereitgestellt. Wird der erste Anbau von Schädlingen vernichtet, trägt der börsennotierte Stärke-, Frucht-und Zuckerkonzern die Saatgut-Kosten für den Wiederanbau.

"Der Zuckerpakt stellt sicher, dass die Versorgungssicherheit in Österreich gewährleistet ist", so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). "Wir haben vor allem in der Coronapandemie gesehen, wie wichtig es ist, von Importen unabhängig zu sein, und das vor allem in den Grundnahrungsmitteln." Heuer dürfte der Großteil der 38.000 Hektar tatsächlich zur Ernte gelangen. Die Weiterführung der Zuckerfabrik wäre damit auch weiterhin gesichert.

(APA/Red)

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