86 Prozent weniger Infektionen nach dritter mRNA-Impfung

Die Covid-19-Impfung ist teilweise ein unüberwindbares Hindernis für eine SARS-CoV-2-Infektion.
Die Covid-19-Impfung ist teilweise ein unüberwindbares Hindernis für eine SARS-CoV-2-Infektion. ©APA/EXPA/JOHANN GRODER (Symbolbild)
Die Covid-19-Impfung stellt sich teilweise SARS-CoV-2-Infektionen in den Weg - wirkt allerdings vor allem bei der Vermeidung von schweren Erkrankungen im Rahmen der Corona-Pandemie. Um die dritte Teilimpfung ging es in einer neuen Studie.
Knapp 2,4 Millionen Impfungen
Umfrage zu 3. Impfung

Die israelische Studie beweist jetzt den großen Effekt auf SARS-CoV-2-Infektionen nach einer dritten Teilimpfung mit der Pfizer/BioNTech-Vakzine. Die Häufigkeit geht um 86 Prozent zurück.

Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen

Bei den symptomatischen Covid-19-Infektionen lag die Wirksamkeit der mRNA-Vakzine laut der großen Wirksamkeitsstudie, die zur Zulassung durch die Arzneimittelbehörden FDA (USA) und EMA (EU) führten, bei 95 Prozent. Allerdings, so Tal Patalon (Maccabi Healthcare Services Tel Aviv) in der Zeitschrift der amerikanischen Ärztegesellschaft (JAMA): "Bereits durchgeführte Studien haben belegt, dass die Schutzwirkung durch die Impfung gegen SARS-CoV-2 mit der Zeit nachlässt."

Die Antwort darauf ist die dritte Teilimpfung, die in Österreich bereits breit propagiert wird. In Israel ist man mittlerweile bereits seit einiger Zeit in der Lage, die Effekte bezüglich der dort vor allem verwendeten Pfizer/BioNTech-Vakzine zu untersuchen. Die Maccabi-Krankenversicherung mit rund 2,5 Millionen Versorgten analysierte Daten vor allem aus dem Zeitraum vom 1. August und 4. Oktober.

Weniger Infektionen bei Personen mit dritter Impfung

Untersucht wurden die Daten nach 500.232 PCR-Tests auf SARS-CoV-2 bei 227.380 Personen, welche zwei Teilimpfungen erhalten hatten, und bei 272.852 Menschen mit Drittimpfung. Unter den Personen mit Zweifach-Impfung kam es zu 14.989 SARS-CoV-2-Infektionen (6,6 Prozent). In der Gruppe der Menschen mit Drittimpfung war das nur bei 4.941 Betroffenen der Fall (1,8 Prozent).

"Vergleicht man jene Personen, die einen 'Booster' bekommen hatten, mit jenen mit zwei Teilimpfungen, reduzierte sich die Häufigkeit (eines positiven SARS-CoV-2-Tests; Anm.) auf den Faktor 0,14 (minus 86 Prozent; Anm.) für den Zeitraum von 28 bis 65 Tagen nach der Drittimpfung", schrieben die Fachleute.

(APA/Red)

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