163 Corona-Neuinfektionen am Freitag in Österreich

163 Corona-Neuinfektionen am Freitag in Österreich.
163 Corona-Neuinfektionen am Freitag in Österreich. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Am Freitag wurden in Österreich 163 Corona-Neuinfektionen registriert. Österreichweit sind 10.722 Personen in Zusammenhang mit der Erkrankung verstorben.

Bereits in der vergangenen Woche waren mehr als 60 Prozent der Neuinfektionen in Österreich auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus zurückzuführen. Die infektiösere Mutation spiegelt sich langsam auch in den Fallzahlen wieder, die seit Tagen steigen. Am Freitag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 163 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Das liegt deutlich über dem Tageschnitt der vergangenen Woche, der 103 betrug.

Corona: Auch Sieben-Tages-Inzidenz steigt wieder

Auch die Sieben-Tages-Inzidenz steigt wieder und liegt nunmehr bei 8,1 Fälle pro 100.000 Einwohner. Vor einer Woche lag diese noch bei 6,2. Vergangenen Freitag wurden auch weniger als 100 Neuinfektionen gemeldet - 95 waren es vor sieben Tagen. Am heutigen Freitag gab es auch um 61 aktive Fälle mehr als am Donnerstag, in Summe waren somit 1.850 Menschen aktiv infiziert. Das Covid-Prognosekonsortium rechnet damit, dass Delta im Juli ähnlich wie in Großbritannien auch in Österreich eine Verbreitung von 90 Prozent erreichen wird.

Delta-Variante noch ohne Auswirkungen auf Krankenhäuser

Auf die Krankenhäuser hat die infektiösere Variante bisher keine Auswirkungen. Das Prognosekonsortiums hält eine systemkritische Auslastung der Spitäler im heurigen Sommer auch für unwahrscheinlich. Am Freitag mussten österreichweit 109 Menschen - drei weniger als am Donnerstag - in Krankenhäusern behandelt werden. 43 Menschen lagen auf Intensivstationen betreut, um eine Person mehr als am Vortag. Vor einer Woche waren es jedoch noch mehr als 50 gewesen.

Hohe Durchimpfung für Verhindern der vierten Welle notwendig

"Das Auftreten der Delta-Variante (B.1.617.2) und möglicher zukünftiger 'variants of concern' hat durchaus das Potenzial, unser aller Bemühungen, die Pandemie zu beenden, zu verhindern", warnte jedoch der Präsident der Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), Walter Hasibeder. Die möglichst vollständige Durchimpfung der Bevölkerung müsse "in den nächsten Wochen das oberste gesundheitspolitische Ziel sein", um die Spitäler vor neuen Zusatzbelastungen zu schützen. Wer nicht geimpft ist, "wird sich letztlich infizieren", betonte Hasibeder in einer Aussendung.

Um eine vierte Welle zu verhindern - Experten rechnen damit, dass es zu einer solchen kommen wird - ist eine hohe Durchimpfungsrate erforderlich. 91.018 Impfungen sind am Donnerstag durchgeführt worden. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 4.979.265 bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 55,7 Prozent der Bevölkerung. 3.595.383 und somit 40,2 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Erst-Durchimpfungsrate im Burgenland mit 61 Prozent. In Niederösterreich sind 59,5 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft, in Tirol 56,2 Prozent. Nach Vorarlberg (55,7), der Steiermark (55,6), Kärnten (53,4), Wien (53,2) und Salzburg (52,5) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 51,6 Prozent.

Die meisten Neuinfektionen am Freitag in Wien

Seit Pandemiebeginn sind in Österreich bereits 651.291 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. 638.719 gelten als genesen. Die meisten Neuinfektionen gab es am Freitag mit 67 in Wien, in Tirol kamen 40 hinzu, in Niederösterreich 20, in Kärnten elf und in Salzburg zehn. Die Steiermark meldete sieben neue Fälle, das Burgenland und Vorarlberg jeweils vier und keine Neuinfektion gab es in Oberösterreich.

Seitens des Landes Tirol betonte man, dass der Großteil der 40 Neuinfektionen mit einem Coronavirus-Cluster einer ausländischen Jugendreisegruppe zusammenhängt, die sich bis Freitagvormittag im Bezirk Reutte aufhielt. Nach derzeitigem Stand waren dabei 23 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Die Jugendlichen befanden sich laut Land "unter Einhaltung strengster Sicherheitsvorkehrungen" bereits wieder auf Heimreise. Ab sofort würden die Betroffenen wieder in der Statistik ihre Heimatlandes als Covid-positiv aufscheinen.

Ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Corona vermeldet

Seit Donnerstag wurde ein weiterer Todesfall gemeldet, in der vergangenen Woche starben 13 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Seit Pandemiebeginn gab es in Österreich bereits 10.722 Todesopfer, pro 100.000 Einwohner sind somit 120 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

In den vergangenen 24 Stunden wurden österreichweit 417.908 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 62.922 aussagekräftige PCR-Tests, die Positiv-Rate betrug 0,3 Prozent.

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(APA/Red)

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