U4-Teilsperre: Was auf die Autofahrer im Westen Wiens zukommt

Von David Mayr
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Die Teilsperre der U4 wird sich auch auf die Autofahrer auswirken.
Die Teilsperre der U4 wird sich auch auf die Autofahrer auswirken. - © APA/Georg Hochmuth, APA/Helmut Fohringer
Von Ende April bis Anfang September wird die U4 zwischen Hütteldorf und Hietzing bzw. Schönbrunn gesperrt. Wir haben bei ARBÖ und ÖAMTC nachgefragt, was das für die Autofahrer bedeutet.

Tausende Pendler fahren täglich aus dem äußersten Westen Wiens beziehungsweise dem Umland in Richtung Stadtzentrum – entweder öffentlich oder mit dem Auto. Diesen Frühling und Sommer werden sich viele Öffi-Benutzer eine Alternative zu ihrem beliebtesten Fortbewegungsmittel suchen müssen. Denn die U4 wird im Zuge umfassender Modernisierungsarbeiten im Westen ab 30. April bis 4. September teilgesperrt.

Von 30. April bis 1. Juli wird der Zugverkehr zwischen der Endstation Hütteldorf und Hietzing eingestellt, ab 2. Juli verkehren gar zwischen Hütteldorf und Schönbrunn keine Züge. Während die Wiener Linien Mitte April eine umfangreiche Informationskampagne für die Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel gestartet haben, fragen sich viele Autofahrer, was die U4-Sperre entlang der Westeinfahrt für sie bedeutet.

VIENNA.at hat bei den großen Mobilitätsklubs ARBÖ und ÖAMTC Informationen zu Ausweichrouten und erwartetem Stauaufkommen erfragt. In einem Punkt sind sich die Experten einig: Von einer großen Verkehrskatastrophe im Westen Wiens will keiner sprechen.

U4-Teilsperre: “Es gibt schlimmere Baustellen in Wien”

“Die Bauarbeiten werden den Auto-Verkehr nicht direkt beeinflussen, wobei es natürlich sein kann, dass einige, die in der Regel mit der U4 Richtung Innenstadt unterwegs sind, auf den eigenen Pkw umsteigen”, heißt es seitens der Mobilitätsexperten des ARBÖ. Da entlang der Westeinfahrt auch Schienenersatzverkehr-Busse der Wiener Linien zum Einsatz kommen werden, rechne man zwar mit einem Mehraufkommen an Verkehr, jedoch sei es im Vorfeld schwierig abzuschätzen, wie hoch dieses ausfallen und welcher Zeitverlust damit einhergehen wird.

“Man wird sich während der ersten Tage der Bauarbeiten anschauen müssen, wie sich das entwickelt, aber ich würde jetzt im Vorfeld nicht von einer großen Katastrophe sprechen. In der Regel pendelt sich so etwas mit der Zeit ein”, beruhigt der ÖAMTC.

Auch beim ARBÖ sieht man die Situation für die aus dem Westen kommenden Pkw-Lenker nicht allzu dramatisch: “Es gibt schlimmere Baustellen in Wien. Das wird eher für jene, die öffentlich fahren ein Problem, weniger für die Autofahrer.”

Ausweichrouten bei U4-Bauarbeiten

Wem das zusätzliche Verkehrsaufkommen auf dem Wiental dennoch zu mühselig ist, kann auf die Linzer oder die Hütteldorfer Straße in Penzing, sowie die Hietzinger Hauptstraße im 13. Bezirk ausweichen. Wobei es auch dort – aufgrund der verkürzten Intervalle der Straßenbahnlinien 49, 52 und 58 – zu Staus kommen kann.

Großräumigere Umfahrungen in Richtung Innenstadt wären im Norden über den Flötzersteig möglich. Im Süden müsste man sich durch die Gassen in Ober und Unter St. Veit kämpfen.

 

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