Trotz verspielter Winterkrone: Austria-Trainer Fink erklärt seine Zufriedenheit

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Austria-Trainer Thorsten Fink hält nichts von Schwarzmalerei.
Austria-Trainer Thorsten Fink hält nichts von Schwarzmalerei. - © APA/EXPA/Roland Hackl
Nach drei Niederlagen in den letzten vier Meisterschaftsrunden wird Herbstmeister Austria Wien nicht als Tabellenführer überwintern. “Veilchen”-Trainer Thorsten Fink sendet dennoch ein “Kompliment an meine Mannschaft”.

Die Austria ist nach der gewonnenen Herbstmeisterschaft in die Winterpause gestolpert. Mit einem 1:2 gegen den SCR Altach verabschiedeten sich die Violetten am Samstag mit der zweiten Saisonheimpleite von ihren Fans.

Kurz nach Schlusspfiff leerte sich das Stadion schnell. Trotz der Aussicht auf die Winterkrone hatten sich nur knapp über 6.000 Zuschauer in der Generali Arena eingefunden. Obwohl die Austria trotz der jüngsten Niederlagen – drei Stück in den vergangenen vier Runden in Ried, Wolfsburg und nun gegen Altach – deutlich besser dasteht als vor Saisonstart erhofft, sieht Euphorie anders aus.

Trainer Thorsten Fink wollte von Schwarzmalen aber nichts wissen. Der Deutsche sprach wiederholt von einer guten Leistung seines Teams und hatte damit weitgehend recht. Schwere Patzer bei Altachs Doppelschlag durch Louis Ngwat-Mahop (61., 65.) sowie vergebene Großchancen im Finish führten aber dazu, dass eine ersatzgeschwächte Austria trotz 1:0-Pausenführung als Verlierer vom Platz ging.

Fink will Neuzugänge

“Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben in den sechs Monaten etwas entwickelt”, betonte Fink. Er rief noch einmal ins Gedächtnis, dass die Austria mit den erklärten Titelkandidaten Red Bull Salzburg und Rapid punktetechnisch auf Augenhöhe liegt: “Dass wir den großen beiden richtig Konkurrenz zu machen, das hätten wir uns so nicht gedacht.” Fink hielt fest: “Die Hinrunde war top.” Immerhin liegen die Favoritner mit Blick auf ihr Saisonziel – den dritten Platz – voll auf Kurs. Auf den Vierten Sturm Graz und den Fünften Admira überwintert die Austria mit sechs Zählern Vorsprung.

Heute sind wir traurig…Dennoch: Großer Dank an all jene, die diese Mannschaft im Herbst 2015 tatkräftig unterstützt haben!

Posted by FK Austria Wien on Samstag, 12. Dezember 2015

Raum für Verbesserung sei laut Fink noch genug gegeben. “Es gibt noch einiges, an dem wir arbeiten können. Da werden wir anpacken”, meinte der Austria-Coach. Am 4. Jänner beginnt die Vorbereitung auf das Frühjahr. Testspielgegner sind unter anderem Werder Bremen oder der FC Basel (29. Jänner in Wien). Fink machte bereits deutlich, dass er sich das eine oder andere neue Gesicht zum Trainingsstart wünscht.

Torhüter im Fokus

Vorerst nicht dabei sein wird Robert Almer. Der ÖFB-Teamkeeper reiste Sonntag wieder nach Deutschland, um die Reha nach seiner Knieverletzung fortzusetzen. Erst Ende Jänner soll Almer wieder voll ins Training einsteigen. Osman Hadžikić wird damit auch zum Frühjahresauftakt Anfang Februar in Grödig zunächst das Austria-Gehäuse hüten. Dass der Jung-Torhüter gegen Altach nicht die beste Figur machte, wollte ihm Fink (“Er muss sich keine Vorwürfe machen”) nicht ankreiden.

Für Diskussionsstoff sorgte aber auch Hadzikic’ Gegenüber Andreas Lukse. Der ÖFB-Internationale wehrte beim Stand von 1:0 für die Wiener kurz nach Seitenwechsel gegen Alexander Gorgon grenzwertig außerhalb des Strafraums mit dem Oberarm ab und räumte den Austrianer dabei gleich mit um. Eine strittige Szene. Die Altacher hatten ihrerseits vor der Pause ein Foul an Ismael Tajouri im Strafraum gesehen.

Fink sah zwar eine Fehlleistung von Schiedsrichter Hameter, wollte aber darüber hinaus keine Spekulationen über den Spielverlauf anstellen. Auch SCR-Trainer Damir Canadi wollte “nicht groß diskutieren” und rief in Erinnerung, dass seine Elf gegen die Austria in dieser Saison bereits einmal benachteiligt worden war. Der Wiener freute sich umso mehr über den zweiten Auswärtssieg in Folge. Ohnedies habe Altach mit vier Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen in den jüngsten sieben Partien Aufwind gehabt, rief Canadi in Erinnerung.

(APA, Red.)

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