Sperren zum Akademikerball: Das müssen Anrainer und Öffi-Nutzer beachten

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Rund um den Akademikerball gibt es ein Platzverbot - die Polizei ist im Großeinsatz
Rund um den Akademikerball gibt es ein Platzverbot - die Polizei ist im Großeinsatz - © APA (Sujet)
Straßensperren und ein Platzverbot stehen rund um den umstrittenen Akademikerball auch heuer wieder an. Worauf alle achten müssen, die mit den Öffis oder zu Fuß am Freitag unterwegs sind, haben wir bei Polizei und Wiener Linien erfragt. Auch für Autofahrer gibt es Infos.

Ab 16 Uhr ist am Freitag aufgrund des Akademikerballs die Ringstraße gesperrt. Ein Platzverbot rund um den Akademikerball wurde für große Bereiche der Inneren Stadt von der Polizei verordnet –  und zwar vom Stadtpark bis zum Heldenplatz. Doch was genau heißt das für alle, die am Freitag in der Wiener Innenstadt unterwegs sind?

Das müssen Öffi-Nutzer beachten

Wie Wiener Linien-Sprecherin Johanna Griesmayr auf Anfrage von VIENNA.at angab, seien im Bereich des Rings bzw. des ganzen 1. Bezirks ab Freitagnachmittag Behinderungen zu erwarten. “Bei den Ringlinien ist auf jeden Fall mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen – wie sich das entwickelt, wird sich am Freitag zeigen,” so Griesmayr. Die Wiener Linien empfehlen jedenfalls allen Öffi-Nutzern, die Innenstadt nach Möglichkeit zu meiden und U-Bahn-Linien vor Straßenbahn-Linien den Vorzug zu geben.

Längere Umwege und zeitliche Verzögerungen kommen rund um den Akademikerball auch auf all jene zu, die am Freitag zu Fuß in der Innenstadt unterwegs sind.

Infos für Fußgänger: Die Wiener Polizei informiert

Johann Golob, Leiter der Pressestelle der Wiener Polizei, erläuterte im Gespräch mit VIENNA.at, wie das Platzverbot sich auf Fußgänger auswirke. Es gehe lediglich darum, “Unberechtigte” aus dem gesperrten Bereich fernzuhalten. Für Anrainer und Menschen, die in der Innenstadt arbeiten, sei der Zugang weiterhin möglich. Einen Meldezettel o.ä. mit sich zu führen, sei laut Golob nicht notwendig.

“Man muss es glaubhaft machen, dass man zum Zugang in den gesperrten Bereich berechtigt ist. Dasselbe gilt zum Beispiel auch für Opernbesucher – an dem Abend werden 2.000 Menschen in der Staatsoper erwartet, die müssen natürlich auch durchgehen dürfen,” erläutert der Polizeisprecher. Einen Ausweis dabei zu haben, empfehle sich aber auf jeden Fall. Die Exekutive arbeite auch eng mit den Securitys zusammen, die seitens der Wirtschaftskammer zum Schutz der Geschäftsleute in der Sperrzone vor Ort seien, so der Pressestelle-Leiter.

Mit Sperren von U-Bahn-Stationen sei laut Golob jedenfalls aus heutiger Sicht nicht zu rechnen. “In den letzten Jahren war das beim Akademikerball nie notwenig. Das muss man aber anlassbedingt entscheiden,” so der Sprecher.

Tipps der Polizei für Geschäftsleute und Anrainer

In einer Aussendung rund um den Akademikerball wandte sich die Polizei im Vorfeld mit Ratschlägen speziell an Gewerbetreibende und Anrainer mit dem Ziel “gemeinsam bestmögliche Vorkehrungen treffen zu können”, und gab folgende Tipps:

  • Stellen Sie Ihre Fahrzeuge für die Ballnacht nach Möglichkeit in einer Garage oder
    außerhalb des 1. Bezirkes ab.
  • Lassen Sie in Auslagen oder Vitrinen keine Wertgegenstände ausgestellt.
  • Lagern Sie Ziergegenstände, Blumentröge und alle anderen Gegenstände, welche als Wurf- oder Schlagwerkzeug Verwendung finden könnten, in einer versperrten Räumlichkeit und nicht vor dem Geschäft.
  • Verwenden Sie bereits vorhandene Sicherungseinrichtungen.
  • Grundsätzlich ist der Einsatz einer Videoüberwachung möglich. Für nähere Informationen wenden Sie sich an die Bürgerinformation der Wiener Polizei unter der Telefonnummer: 01/31310/78900.
  • Sollte bereits ein privates Sicherheitsunternehmen beauftragt sein, wäre der Einsatz in der Zeit vom 29.01.2016, 16.00 Uhr bis 30.01.2016, 05.00 Uhr, sinnvoll und überlegenswert.
  • Im Falle der Wahrnehmung von Ereignissen, welche die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit gefährden, verlassen Sie bitte umgehend die Örtlichkeit. Schaulustige
    erschweren uns den Einsatz.
  • Gewalttäter handeln im Zuge solcher Ereignisse grundsätzlich in Gruppen und im Kollektiv.
  • Provozieren Sie solche Gruppierungen nicht und verständigen Sie bei Wahrnehmung von solchen Personen umgehend den Polizeinotruf 133. In jedem Fall gilt, die körperliche Unversehrtheit hat höchste Priorität und ist wichtiger als Eigentum.
  • Teilen Sie verdächtige Wahrnehmungen, wie z.B. Personen, die den Eindruck erwecken, Straftaten begehen zu wollen, unverzüglich den Sicherheitskräften mit.

Ein weiterer Tipp: Am Tag des Akademikerballs wird die Wiener Polizei alle
aktuellen Infos zu den Demonstrationen auf ihrem offiziellen Twitter-Account teilen.

Achtung Autofahrer: Staus drohen zum Akademikerball

Wie der ÖAMTC am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte sind ab Freitagnachmittag umfassende Staus in Wien zu erwarten, der Ring ist ab der Johannesgasse gesperrt. Autofahrer sind gut beraten, die Wiener Innenstadt zu meiden. Autofahrern wurde geraten, den City-Bereich großräumig zu umfahren, auch wenn Gürtel und Südosttangente (A23) ebenfalls überlastet sein dürften. Auf Einfallsstraßen wie etwa Rennweg, Prinz-Eugen-Straße oder Rechte Wienzeile ist ebenfalls mit Staus zu rechnen.

Auch der ARBÖ-Informationsdienst erwartet, auch im Hinblick auf die beginnenden Semesterferien, rund um diesen Bereich einen kleinen Verkehrsinfarkt auf der Ausweichroute, der Zweier Linie. “Es ist in jedem Fall erstrebenswert, die betroffenen Gebiete im Zeitraum von 15:30 bis ca. 22:00 Uhr zu meiden. Staus kann es auch auf den nicht unmittelbar angrenzenden Straßenzügen geben, wie z. B. am Franz-Josefs Kai, der Schüttelstraße, bzw. auf der A23, Südosttangente, im Bereich um den Knoten Prater”, hieß es.

“Und lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht im gesperrten Bereich stehen. Die Gefahr einer Abschleppung durch die Exekutive bzw. eines Sachschadens durch Demonstranten ist hier sehr hoch”, so Matthias Eigl vom ARBÖ-Informationsdienst.

Alles Weitere zum Akademikerball 2016 lesen Sie hier.

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