Rund 30 Projekte: Baumaßnahmen für Radfaher und Fußgänger in Wien

Wien investiert weiter in den Ausbau des Rad- und Fußwegnetzes.
Wien investiert weiter in den Ausbau des Rad- und Fußwegnetzes. - © APA/Helmut Fohringer
Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou will Wien weiter verkehrsberuhigen und hat die Projekte für den Ausbau von Rad- und Fußwegenetz für dieses Jahr vorgestellt. Der 8. Bezirk könnte eine Begegnungszone bekommen.

Wien baut auch im heurigen Jahr das Netz für Radfahrer und Fußgänger weiter aus. Zentrale, teils bereits präsentierte Projekte wie die Neugestaltung des Stephansplatzes oder zusätzliche Rad- und Fußquerungen am Getreidemarkt stehen ebenso am Programm wie einige Vorhaben rund um den Hauptbahnhof oder jenseits der Donau. Die Josefstadt könnte eine Begegnungszone bekommen.

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) stellte am Donnerstag einige Highlights aus dem rund 30 Vorhaben umfassenden Bauprogramm vor. Mit 11,5 Millionen Euro die kostspieligste Maßnahme ist die Neupflasterung des Stephansplatzes, die bereits angelaufen ist. Ebenfalls fertig wird der mehrjährige Umbau der Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße. Das letzte Teilstück wird im Juli in Angriff genommen und soll im November abgeschlossen sein.

Wien: Begegnungszone im 8. Bezirk geplant

Für Stadtflaneure ebenfalls interessant: Die Lange Gasse im 8. Bezirk könnte noch heuer zur Begegnungszone umgewandelt werden. Könnte deshalb, weil der Bezirk hierzu noch die Anrainer im Mai befragen wird. “Ich hoffe auf ein Ja”, sagte Vassilakou. Sie betonte dabei, dass 80 Prozent der Kosten – also rund 570.000 Euro – von der Stadt übernommen würden. Sollte das Votum pro Verkehrsberuhigung ausgehen, würde die Lange Gasse in das Flaniermeilenkonzept der Stadt integriert werden – konkret in den Spazierpfad vom Währinger Kutschkermarkt bis zur Wiedner Hauptstraße. Mit den Flaniermeilen will das Rathaus schrittweise attraktive Gehverbindungen quer durch das Stadtgebiet etablieren.

Viele Projekte sollen Radlern wie Fußgängern gleichermaßen zugutekommen. Ein – nicht ganz unumstrittenes – Highlight ist dabei sicherlich der Getreidemarkt. Mussten Biker früher im fließenden Verkehr auf einem schmalen Radstreifen mitstrampeln, gibt es im unteren Bereich beim Naschmarkt seit dem Vorjahr einen baulich getrennten Radweg. Heuer kommt das Stück zwischen Museumsquartier und Lehargasse dazu. Ein Radweg in der Gegenrichtung wird ebenfalls errichtet. Dazu kommt eine ampelgeregelte Querung für Fußgänger und Radler auf Höhe der Lehargasse beziehungsweise der TU-Gebäude. Kritik gibt es an diesem Plan insofern, als durch den Wegfall einer Autospur im oberen Getreidemarktabschnitt Staus befürchtet werden. “Wir haben Verkehrsuntersuchungen gemacht und sind zum Schluss gekommen, dass es verträglich ist”, konterte die Stadträtin heute.

Radprojekte jenseits der Donau

Gewerkt wird einmal mehr rund um den Hauptbahnhof – darunter auch an neuen Verbindungen zwischen dem 3. und 10. Bezirk. Beispiele sind die Südbahnhofbrücke oder die Kempelenbrücke.

Radfahrbeauftragter Martin Blum freute sich heute besonders über die jenseits der Donau projektierten Verbesserungen. So wird im 22. Bezirk die Donaustadtstraße zur Radverbindung zwischen Stadlau und Donauinsel aufgewertet. Außerdem werden letzte Lücken auf der Breitenleer Straße geschlossen. In Döbling wird außerdem die Radstraße entlang der Donau – also die Kuchelauer Hafenstraße – bis zur Landesgrenze zu Niederösterreich verlängert.

(APA, Red.)

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