Red Bull Salzburg nach Sieg über Rapid Winterkönig

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Rapid verlor in Salzburg, die "Bullen" sind Winterkönig.
Rapid verlor in Salzburg, die "Bullen" sind Winterkönig. - © APA/Krugfoto
Rapid Wien verliert in Salzburg verdient mit 0:2 und überwintert einen Punkt hinter Erzrivale Austria als Tabellendritter der Bundesliga.

Red Bull Salzburg hat sich am Sonntag in der tipico-Bundesliga die Winterkrone aufgesetzt. Der Titelverteidiger besiegte Rapid Wien im Schlager der 20. Runde zu Hause verdient mit 2:0 (1:0). Die Tore zum Jahresabschluss in Wals-Siezenheim erzielten Jonathan Soriano (36.) und Naby Keïta (56.). Salzburg geht zwei Punkte vor Herbstmeister Austria in die Winterpause. Rapid liegt drei Zähler zurück.

Salzburgs Interimscoach Thomas Letsch vertraute auch bei seinem Heimdebüt der Jugend. Statt Omer Damari begann im Sturm erneut der Südkoreaner Hwang Hee-chan neben Kapitän Soriano. Auch Takumi Minamino saß vorerst nur auf der Bank. Bei Rapid kehrte Philipp Schobesberger nach seiner Rissquetschwunde am Fuß auf den rechten Flügel zurück. Im Angriff erhielt Philipp Prosenik den Vorzug gegenüber Matej Jelić.

Wie Rapid mit dem verletzten Ján Novota musste auch Salzburg auf seinen Stammtormann verzichten. Alexander Walke verpasste den Jahresabschluss wegen Problemen mit der Bizepssehne in der linken Schulter. Der Deutsche wurde durch Cican Stanković ersetzt. Innenverteidiger Martin Hinteregger fehlte laut Klubangaben immer noch wegen einer Oberschenkelprellung.

Soriano im Konter eiskalt

Die Salzburger hatten vor 14.167 Zuschauern etwas mehr vom Spiel, wurden in der Anfangsphase aber noch nicht wirklich zwingend. Nach einer Freistoßflanke von Benno Schmitz, bei der Novota-Ersatz Richard Strebinger mit seinem Vordermann Max Hofmann kollidiert war, ging ein Kopfball von Keïta knapp daneben (18.). Einen Schuss von Valon Berisha lenkte Strebinger über das Tor (31.), auf der Gegenseite wurde Florian Kainz zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen (34.).

Rapid war zu diesem Zeitpunkt etwas besser in die Partie gekommen, kassierte durch Soriano im Konter aber das erste Gegentor. Der Spanier traf nach Idealpass von Keïta ins von Strebinger offengelassene kurze Eck. Es war sein 14. Saisontor, das achte seiner Karriere gegen Rapid. Eingeleitet hatte den Gegenstoß ein Schuss von Schobesberger, der Keita aus kurzer Distanz an die Hand gesprungen war.

Rapid nach der Pause ohne Durchschlagskraft

Salzburg blieb die gefährlichere Mannschaft. Den Abpraller nach einem kurz abgewehrten Keïta-Schuss vergab Hwang allerdings kläglich (45.+2). Nach Seitenwechsel ging ein Berisha-Volley knapp daneben (49.). Rapid kam durch Kainz zu seiner besten Chance. Der Versuch des ÖFB-Teamspielers nach Zuspiel von Steffen Hofmann ging aber ebenfalls neben das Tor (53.).

Auf der Gegenseite schlug Keïta im zweiten Anlauf zu. Erst scheiterte der Mittelfeldstar aus Guinea nach Soriano-Pass noch alleine vor Strebinger. Sekunden danach ließ er sich die Chance nach Außenrist-Zuspiel von Schmitz aber nicht mehr nehmen. Keïta jubelte bereits über sein achtes Saisontor. Der 20-Jährige war einmal mehr die prägende Figur des Spiels.

Rapid konnte nach dem langen Europacup-Herbst im Finish nicht mehr zulegen. Einzig der eingewechselte Deni Alar schoss nach schlechter Ballannahme von Stefan Schwab über das Tor (80.). Sorianos zweiter Treffer nach einem von Strebinger ausgelassenen Berisha-Freistoß zählte zurecht wegen Abseits nicht (82.).

Bundesliga geht in die Winterpause

Salzburg beendete eine Serie von zuletzt drei sieglosen Spielen, ist mittlerweile sechs Runden unbesiegt. Daheim haben die “Bullen” zuletzt am 1. August eine Partie verloren – mit 1:2 gegen Rapid. Nach zuletzt zwei Siegen in Serie mussten die Hütteldorfer diesmal mit leeren Händen die Rückreise aus Wals-Siezenheim antreten.

Nach dem Gruppensieg in der Europa League verpasste das Team von Zoran Barišić die mögliche Winterkrone. In den drei abschließenden Ligaspielen des Kalenderjahres 2015 setzte es für die Grün-Weißen zwei Niederlagen. Die Liga wird am 6. Februar fortgesetzt. Salzburg wird dann mit einem neuen Chefcoach antreten. Letsch, der in zwei Spielen im Amt vier Punkte geholt hat, wird aller Voraussicht nach zum Zweitligisten FC Liefering zurückkehren.

(APA, Red.)

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