Österreich: Task Force zur Sicherheit bei der EM 2016

Nicht dramatisieren, sondern sensibilisieren, heißt das Motto.
Nicht dramatisieren, sondern sensibilisieren, heißt das Motto. - © APA/Helmut Fohringer
Wegen der erhöhten Terrorgefahr während der EURO 2016 hat Österreich eine Task Force zum Thema Sicherheit gebildet.

Am Mittwoch in 100 Tagen erfolgt der Ankick zur Fußball-EM 2016 in Frankreich. Nach den Anschlägen von Paris im November und der seither verschärfte Gefahrenlage sind die Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen der EURO 2016 vermehrt in den Fokus gerückt. Im Innenministerium wurde daher eine Task Force eingerichtet, in der die österreichischen Sicherheitsmaßnahmen koordiniert werden.

Die Maßnahmen rund um das ÖFB-Team und die zu Tausenden anreisenden heimischen Fans zu den Spielen gegen Ungarn in Bordeaux (14.6.), Portugal in Paris (18.6.) und Island in St. Denis bei Paris (22.6.) stellen die Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. “Unser oberstes Ziel ist es, die österreichische Mannschaft, die Fans, die Sponsoren und die Medien bestmöglich zu schützen”, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Montag zum Start-Workshop der Task Force, in der unter Federführung ihres Ministeriums Vertreter des Österreichischen Fußball-Bunds (ÖFB) und der Sportjournalistenvereinigung Sports Media Austria (SMA) sowie von Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten.

ÖFB-Sicherheit in Frankreich: Zehn-Punkte-Plan erarbeitet

Nicht dramatisieren, sondern sensibilisieren und für Notfall gerüstet sein, ist das Motto. Diskutiert und erstellt werden Konzepte zu allen sicherheitsrelevanten Themen, erarbeitet wurde bereits ein Zehn-Punkte-Plan an Maßnahmen. Intensiv wird jedenfalls die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden mit den Kollegen in Frankreich und anderen Teilnehmerländern in Bezug auf den polizeilichen Informationsaustausch und die Durchführung grenzsichernder Maßnahmen.

Oh yeah! Unser letzter Test vor der UEFA EURO steigt am 4. Juni um 20.30 Uhr im Ernst-Happel-Stadion gegen die Niederlande. Tickets gibts ab 5. April.

Posted by Das Nationalteam on Montag, 15. Februar 2016

Das Innenministerium wird einen polizeilichen Verbindungsbeamten in das Police Information and Coordination Center (PICC) im französischen Innenministerium entsenden. Darüber hinaus werden szenekundige Beamte österreichische Fan-Gruppierungen begleiten. Erschwert wird die Koordination, weil die meisten Fans von David Alaba und Co. individuell anreisen, da es von der UEFA verboten ist, dass Reisen im Paket mit Tickets angeboten werden. Als Präventionsmaßnahme werden jedenfalls Workshops für die österreichische Delegation angeboten, bei denen die Gefahrenabwehr im Fokus steht.

Das Außenministerium bittet die nach Frankreich reisenden Fans, sich auf der Homepage des Außenministeriums zu registrieren. Damit wird man bei einem Notfall auch automatisch vom SMS-Verständigungssystem informiert. Zudem sind auf der Homepage viele interessante Hinweise für Frankreich-Reisen zu finden.

(APA, Red.)

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