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Mordfall Stefanie P.: Angeklagter beschuldigt Freund

Schwere Anschuldigungen hat es vom Angeklagten im Mordprozess um den Fall Stefanie P. gegen seinen Freund gegeben. Oliver D., dem der 23-Jährige die Tat am nächsten “gebeichtet” haben soll, sei der wahre Mörder.

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Als er neben der toten Steffi aufgewacht sei, habe er “Olli” zu sich geholt, um zu klären, was am Vortag passiert sei. Er glaube, dass D. bei ihm in der Wohnung gewesen sei, als Stefanie zu Tode kam. “Aber er ist einfach dagesessen, als ob nichts wäre“, so Philipp K. Er sei völlig kalt gewesen. “Da war mir klar, dass da ein Mörder vor mir sitzt.”

 

 

 

Mutmaßlicher Mörder belastet Freund

Bevor die Polizei kam, hätte D. ihm gedroht. “Er meinte, sei froh, dass das nicht deiner Mutter passiert ist“, so K. Er habe die Schuld auf sich genommen, um seine Familie zu schützen. “Wer so etwas tut, ist gefährlich”, sagte der 23-Jährige.

Der Zeuge D. stellte die Geschichte jedoch ganz anders dar: “Der hat eine gute Fantasie, der gute Mann.” Am Tag vor dem Mord sei er von K. eingeladen worden. “Er meinte, er hätte Damenbesuch, da hab ich es mir schon denken können“, so D. vor Gericht. Diese “Einladung zur Gruppensexparty” schlug er jedoch aus. Er sei von einem Geschäftstermin müde und schlecht gelaunt gewesen.

 

Philipp K. soll bei Sexspielen “ausgeflippt” sein

Als er am nächsten Tag einen Anruf des 23-Jährigen bekam, er solle kommen, es sei etwas Schlimmes passiert, ging Oliver D. zunächst einmal duschen und etwas essen, ehe er sich zur Wohnung von Philipp K. begab. Dort habe er gleich beim Eingang die blutdurchtränkte Matratze entdeckt. “Altes Haus, was hast du angerichtet“, habe er zu dem Studenten gesagt. Philipp habe ihm erzählt, dass er mit dem Mädchen Sex hatte, und dass unter Alkoholeinfluss etwas dumm gelaufen sei.

Philipp K. habe D. gegenüber behauptet, dass Stefanie bei Sexspielen geschlagen werden wollte. Und nachdem er sie nicht zufriedenstellen konnte, sei er “ausgeflippt”. Da habe er zum Messer gegriffen. Die Leiche habe er entsorgt, denn ohne Leiche gäbe es keinen Mord, so D.

Der Angeklagte schlief zum Mordzeitpunkt

Ganz anders die Aussagen von Philipp K.: Er sei auf der Couch liegend aufgewacht, Stefanies Leiche sei zerstückelt nahe der Küchenzeile gelegen. “Das Bett war blutdurchtränkt“, sagte der 23-Jährige. “Einen Menschen so vorzufinden, mit dem man noch vor Stunden noch Zukunftspläne geschmiedet hat“, erzählte der Angeklagte. Zunächst sei er aus der Wohnung gestürmt, wollte zur Polizei. Da man ihm nicht glauben würde, sei er zurückgekehrt und hätte wie “ein Roboter” die Wohnung zusammengeräumt.

Mit einem Plastiksack in der Hand sei er noch von einem Freund vor dem Billa gesehen worden. “Er gab an, dass er Sie mit einem ungewöhnlich aussehenden Müllsack gesehen hat. Was war denn da drinnen?”, fragte die Richterin. “Steffis Kopf”, antwortete K.

Puls 4-Redakteurin zweifelt an Aussagen des Freundes

Zweifel an der Aussage des Zeugen Oliver D. äußerte auch eine Puls 4-Redakteurin, die ebenfalls als Zeugin einvernommen wurde. Sie übergab dem Gericht Bänder mit einem eineinhalbstündigen Interview mit Oliver D., auf denen sie “mehrfache Ungereimtheiten” erkennen würde



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