LIVE-Ticker zur Flüchtlingskrise: Turbulenzen an den Grenzen Europas

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Nach einem vorübergehenden Rückgang der Flüchtlingsankünfte in den vergangenen Tagen werden am Samstag erneut 10.000 Schutzsuchende im Burgenland erwartet, 6.700 trafen bis zum Vormittag bereits ein.  Wir berichten auch heute wieder live über die Geschehnisse zur Flüchtlingskrise.

Einige Geschehnisse im Kurzüberblick:

  • Turbulente Zwischenfälle an einigen Grenzen
  • Flüchtlinge an der lybischen Küste ertrunken
  • Spannung zwischen Kroatien und Ungarn
  • Ausnahmezustand in Mazedonien
  • Zahlreiche Flüchtlinge trafen in Österreich ein
  • Slowenische Polizei setzte Tränengas ein
  • Lage in ganz Europa angespannt
  • 6.700 Flüchtlinge in der Nacht im Burgenland angekommen
  • 10.000 Flüchtlinge werden am Samstag in Österreich erwartet

Nach einem vorübergehenden Rückgang der Flüchtlingsankünfte in den vergangenen Tagen werden am Samstag erneut 10.000 Schutzsuchende im Burgenland erwartet, 6.700 trafen bis zum Vormittag bereits ein. Zuvor hatte Ungarn die Menschen aus Kroatien überraschend seine Grenze passieren lassen, an der slowenisch-kroatischen Grenze kam es unterdessen zu Ausschreitungen, die Polizei setzte Tränengas ein.

Der Schwerpunkt lag einmal mehr im südburgenländischen Heiligenkreuz, wo von Mitternacht bis 8.30 Uhr früh 4.500 Menschen ankamen, in Nickelsdorf waren es 2.500. Die Flüchtlinge wurden in der Nacht zum Teil bereits mit Bussen in Richtung Graz und Wien-Westbahnhof weitertransportiert. In Wien kamen in den Vormittagsstunden zehn Busse mit 500 Menschen an, 600 weitere werden laut Polizei noch erwartet. Zudem ist nach Angaben der burgenländischen Polizei ein Sonderzug Richtung Graz und weiter nach Salzburg geplant.

Ansturm für Polizei “überraschend”

Ungarn hatte die aus Kroatien kommenden Menschen zuvor überraschend seine Grenze passieren lassen. Busse transportierten die Schutzsuchenden daraufhin in die beiden offenen Sammellager Szentgotthard, direkt an der Grenze zu Heiligenkreuz, sowie Vamosszabadi nahe Györ und Nickelsdorf. Von dort machte sich der Großteil der Menschen unmittelbar auf den Weg Richtung Österreich. Dies sei für die burgenländische Polizei durchaus “überraschend” gewesen, sagte Polizeisprecher Helmut Marban. “Der Informationsfluss läuft schon, aber er könnte durchaus besser sein.”

Zwischen Kroatien und Ungarn führt das Flüchtlingsthema unterdessen zu immer größeren Spannungen. Kroatiens Premier Zoran Milanovic erklärte am Samstag, man werde Schutzsuchende weiterhin an die ungarische Grenze transportieren. “Wir haben sie (die Ungarn, Anm.) mehr oder weniger gezwungen, die Flüchtlinge anzunehmen, und wir werden das weiter tun”, sagte er. Bis Samstagmittag erreichten laut offiziellen Angaben fast 9.000 Menschen Ungarn.

Budapest antwortete mit der Drohung, den Schengen-Beitritt des EU-Nachbarn Kroatiens blockieren zu wollen, wie der designierte Kabinettschef von Premier Viktor Orban, Antal Rogan, ankündigte. Zudem wurde nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MTI in der Nacht auf Samstag ein Stacheldrahtzaun an der 41 Kilometer langen Landgrenze zu Kroatien fertiggestellt, die restlichen 330 Kilometer Grenze werden von der Drau gebildet.

21.000 neue Flüchtlinge in Kroatien

In Kroatien sind seit Mittwoch fast 21.000 Flüchtlinge angekommen, die nach einem neuen Weg Richtung Westen suchen, nachdem Ungarn am Dienstag seine Südgrenze zu Serbien für Schutzsuchende de facto dicht gemacht hat. Zahlreiche Menschen versuchten auch die Grenze ins Schengenland Slowenien zu überqueren.

Am Freitagabend war es am Grenzübergang Harmica/Rigonce zu heftigen Protesten von Schutzsuchenden, die von slowenischen Spezialeinheiten an der Einreise gehindert wurden, gekommen. Die Polizei setzte Tränengas gegen Flüchtlinge und Aktivisten ein. Am Samstagvormittag hatte sich die Situation leicht entspannt, und die Einsatzkräfte erlaubten den Menschen, wenn auch langsam und zögernd die Einreise, wie eine APA-Reporterin berichtete. Zwei Busse mit Frauen, Kindern und Familien seien bereits zur Registrierung nach Brezice gebracht worden, weitere sollten folgen.

Auch vom weiter südlich gelegenen, größeren Grenzübergang Obrezje nahe Zagreb, sind demnach bereits sechs Busse mit Flüchtlingen ins Landesinnere aufgebrochen, rund 500 Menschen würden noch am Grenzübergang warten. In der Nacht auf Samstag hätten rund 1.000 Menschen auf die Einreise gewartet, berichtete eine österreichische Aktivistin an Ort und Stelle. “Die Situation war schlimmer als vor einigen Tagen im ungarischen Röszke.” Mittlerweile habe sich die Lage jedoch entspannt, Helfer kochten Suppe für die Wartenden, auch ein Zelt für medizinische Versorgung wurde eingerichtet.

Die slowenische Botschafterin in Deutschland hatte gegenüber der “Rheinischen Post” (Samstagsausgabe) erklärt, ihr Land sei zur Aufnahme von 10.000 Asylsuchenden bereit. Darüber hinaus habe Slowenien jedoch keine Kapazitäten und müsse um europäische Hilfe bitten, sagte Marta Kos Marko. Am Freitag hatte das Land bereits rund 1.000 Asylsuchende registriert.

>> Nachlese: Der Liveticker von Freitag

Livetiicker zur Flüchtlingskrise: Spannungen in ganz Europa

Wir beenden hiermit für heute die Live-Berichterstattung zur aktuellen Flüchtlingskrise. Über wichtige Entwicklungen halten wir Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

350 von Gornja Radgona zu Fuß auf Weg nach Österreich: Im Ort Gornja Radgona haben die slowenischen Behörden am Samstag um circa 17.20 Uhr die rund 350 Flüchtlinge in Richtung Österreich weitermarschieren lassen. Diese befinden sich nun auf dem Weg zu Fuß zur österreichischen Grenze und werden in den nächsten Minuten in Bad Radkersburg erwartet.

150 über steirische Grenze Spielfeld gekommen: Am Samstagnachmittag sind rund 150 Flüchtlinge in Spielfeld von Slowenien nach Österreich gekommen. Sie wurden vom Roten Kreuz erstversorgt und werden nach Graz und Feldkirchen in die Notunterkünfte gebracht. Zwei Kinder und eine Frau mussten ins Krankenhaus transportiert werden, so Rot-Kreuz-Sprecher August Bäck auf APA-Anfrage.

350 in Gornja Radgona dürfen angeblich nach Österreich: Jene 350 Flüchtlinge, die seit Stunden in der Messehalle im slowenischen Gornja Radgona (Oberradkersburg) von der dortigen Polizei an der Ausreise nach Österreich gehindert werden, dürfen angeblich demnächst die Grenze überqueren. Es gebe eine Abmachung zwischen den Behörden beider Länder, wonach die Menschen ab 17:00 Uhr zu Fuß über die Brücke nach Bad Radkersburg dürften, so ein NGO-Vertreter.

Nur rund 60 am Samstag in München angekommen: Ankommende Oktoberfest-Besucher und ankommende Flüchtlinge - am Samstag ist es am Münchner Hauptbahnhof ruhig geblieben. Ein Sprecher der deutschen Bundespolizei sagte am frühen Nachmittag, die Lage sei "sehr entspannt". Bis 13.00 Uhr wurden etwa 60 Flüchtlinge gezählt. Züge mit Flüchtlingen sollten nach Behördenangaben wegen des Wiesn-Auftakts möglichst um München herumgeleitet werden.

Slowenien registriert 1.500 Asylsuchende: Das Schengenland Slowenien hat bisher 1.500 Flüchtlinge registriert. Ein Drittel von ihnen stamme aus Syrien, ein weiteres Drittel aus Afghanistan, sagte Innenstaatssekretär Bostjan Sefic am Samstag vor der Presse in Ljubljana.

Ausreise aus Slowenien verweigert: Im slowenischen Oberradkersburg hindert die Polizei seit Samstag eine Gruppe von rund 350 Flüchtlingen an der Ausreise nach Österreich. Die Behörden hätten die Menschen in die dortige Messehalle gebracht und das umliegende Gelände abgesperrt. Die Flüchtlinge hätten "Go west, go west", skandiert.

2.000 Migranten von Wien weitergereist: Bis Samstagnachmittag sind bereits rund 2.000 Flüchtlinge von Wien in den Westen gereist. "Sie sind mit Tickets in regulären Zügen weitergefahren", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Am Wiener Haupt- und am Westbahnhof befanden sich gegen 15.00 Uhr jeweils rund 200 Flüchtlinge. Seit Freitagmittag wurden in Wien 113 Asylanträge gestellt, sagte der Sprecher.

Sparpaket in Deutschland: Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble erwägt einem Medienbericht zufolge weitere Milliarden-Einsparungen, um die Flüchtlingshilfe zu finanzieren. Der CDU-Politiker wolle bis zu zwei Milliarden Euro zusätzlich aus dem Haushalt 2016 für die Versorgung der Flüchtlinge abschöpfen, berichtete der "Spiegel" am Samstag.
15:08 | ntatschl

Weitere Flüchtlinge in Österreich angekommen: Erstmals sind Flüchtlinge über die slowenisch-steirische Grenze nach Österreich gekommen. Die Gruppe von zwölf Personen habe bei Langegg die Grenze überquert, erklärte die steirische Polizei auf APA-Anfrage. Die Flüchtlinge seien zur weiteren Betreuung nach Spielfeld gebracht worden.
15:01 | ntatschl

+++ Erste Flüchtlinge haben österreichisch-slowenische Grenze überquert +++
15:00 | ntatschl

Türkei für ihre Flüchtlingspolitik gelobt: "Die Türkei leistet einen wesentlichen Teil bei der Versorgung der Flüchtlinge in der Region", sagte Kurz am Samstag in Ankara. Um den syrischen Bürgerkrieg zu beenden und die Flüchtlingskrise zu bewältigen, sei es notwendig, "an einem Strang zu ziehen". Für eine effektivere Bewältigung der Flüchtlingskrise wolle Österreich enger mit der Türkei zusammenarbeiten, sagte Kurz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen, Außenminister Feridun Hadi Sinirlioglu. So gebe es Verhandlungen über ein gemeinsames Polizeikooperationsabkommen, um besser gegen Schlepper vorgehen zu können.
14:56 | ntatschl

Die Schweiz meldet sich zu Wort: „Die humanitäre Situation ist absolut katastrophal. Die großen Organisationen sind unterfinanziert", sagte Burkhalter am Samstag in Magdeburg. Die Schweiz habe zuletzt als Nothilfe 70 Millionen Schweizer Franken (rund 64 Millionen Euro) bereitgestellt. Auch andere Länder sollten zusätzliche Hilfe zur Verfügung stellen, forderte Burkhalter nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Deutschland und Serbien am Rande einer Preisverleihung an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
14:55 | ntatschl

Nickelsdorf rüstet sich für ankommende Flüchtlinge: Im burgenländischen Nickelsdorf erwartet die Polizei gegen 15.00 Uhr den ersten "Schwung" jener Flüchtlinge, die kurz nach 14.00 Uhr im ungarischen Grenzort Hegyeshalom an Bord eines ungarischen Sonderzuges aus Györ angekommen sind. Seitens der Einsatzkräfte rechne man mit bis zu 2.000 Leuten, sagte Polizeisprecher Helmut Marban. Ein APA-Reporter hatte zuvor von rund 2.500 Menschen gesprochen. In Nickelsdorf sei man jedenfalls gerüstet, sagte Marban. "Es handelt sich hierbei um jene große Anzahl an Menschen, mit der wir auch gerechnet haben." Man sei froh, dass dieser Zug nach Hegyeshalom gekommen sei und die Flüchtlinge nun Nickelsdorf erreichen werden, denn dort sei dieser Ansturm aufgrund der Gegebenheiten und der Größe - anders als in Heiligenkreuz - stemmbar. Die Polizei hatte zu Mittag mit etwa 3.000 Flüchtlingen, die in Ungarn unterwegs waren, gerechnet. Die Exekutive wusste allerdings nicht, ob die Menschen nach Heiligenkreuz oder Nickelsdorf kommen würden. Derzeit seien einige Hundert Flüchtlinge laut Schätzung von Marban in Nickelsdorf und warten auf ihren Transfer. Zuvor fuhren über den Tag verteilt bereits mehrere Busse nach Oberösterreich. Wohin die Flüchtlinge aus dem Sonderzug gebracht werden, war zunächst offen. "Jetzt geht es einmal darum, dass die Menschen hier versorgt werden."
14:46 | ntatschl

250 Menschen aus Slowenien nach Österreich unterwegs: In Slowenien haben sich offenbar rund 250 Menschen zu Fuß von Maribor und dem benachbarten Lenart auf den Weg Richtung Sentilj an der österreichische Grenze gemacht. Die Polizei versuche die Menschen davon zu überzeugen, in Flüchtlingslager zurückzukehren, meldete die kroatische Agentur STA am Samstag. Die Beamten würden jedoch keine Gewalt anwenden, um sie vom Grenzübertritt abzuhalten. In Gornja Radgona (Oberradkersburg) an der Grenze zum steirischen Bad Radkersburg erwartet die Polizei zudem nach eigenen Angaben rund 350 Flüchtlinge. Man werde versuchen, sie nach Spielfeld umzuleiten.
14:19 | ntatschl

Sonderzug: m ungarischen Hegyeshalom ist am Samstagnachmittag ein Sonderzug mit rund 2.500 Flüchtlingen eingetroffen. Die Menschen hätten sich zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze und Nickelsdorf auf den Weg gemacht, berichtete ein APA-Reporter. Nach Angaben ungarischer Journalisten kam der Zug direkt aus Györ, in dessen Nähe sich das Sammellager Vamosszabadi befindet. Die Garnituren seien bereits seit den Vormittagsstunden erwartet worden und nach Hegyeshalom geschickt worden, weil Heiligenkreuz keine Aufnahmekapazitäten mehr habe. (Bild: EPA)
13:48 | ntatschl

Lage in Salzburg ist vorerst ruhig: Rund 1.000 Flüchtlinge wurden bis Samstagnachmittag am Bahnhof Salzburg erwartet. "Die Lage ist ruhig", so Polizei-Sprecherin Eva Wenzl zur APA. Während die Zahl der ankommenden Menschen sank, stiegen die Asylanträge leicht. Während in dieser Woche 190 Gesuche gestellt wurden, waren es in der Vorwoche noch 160. "Die meisten wollen aber immer noch nach Deutschland weiter", sagte Wenzl. Wie das Rote Kreuz in einer Presseaussendung berichtete, waren in der Nacht auf Samstag 69 Flüchtlinge im Hauptbahnhofs-Quartier versorgt worden. Vier mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, insgesamt acht Menschen brauchten medizinische Hilfe. In der Unterkunft in der Straniakstraße übernachteten 220 Hilfesuchende, wovon 26 auch medizinisch behandelt werden mussten.
13:15 | ntatschl

Kroatien und Serbien im Clinch: Die beiden Nachbarn Serbien und Kroatien sind sich über die Flüchtlinge in die Haare geraten. Während Serbien "auf zivilisierte Weise" mit den tausenden Flüchtlinge umgehe, sei Kroatien "ein neonazistisches Provisorium, das nur zu Hass und Konflikten fähig ist", kommentierte die serbische Boulevardzeitung "Informer" am Samstag in Belgrad. Am Vortag hatte Kroatiens Regierungschef auf die Drohung Serbiens reagiert, gegen die Schließung der Grenzübergänge vor internationalen Gerichten zu klagen: "Ein Adler jagt doch keine Fliegen, und der Adler sind wir". Die größte serbische Zeitung "Blic" regte das auf: "Skandal: Kroatischer Premier bezeichnet Serbien als Fliege", schrieb das Blatt. Der direkt angesprochene serbische Sozialminister Aleksandar Vulin blieb nichts schuldig: "Du bist ein gerupftes Huhn", zitierte ihn die Zeitung "Kurir" am Samstag mit einer Aussage zu Milanovic. Die beiden wichtigsten Länder auf dem westlichen Balkan pflegen auch in Folge der Bürgerkriege in den 90er-Jahren traditionell ein gespanntes Verhältnis. Genussvoll haben die serbischen Medien ausgebreitet, dass Kroatien schon nach zwei Tagen vor dem Ansturm der Flüchtlinge habe kapitulieren müssen, während Serbien über 130.000 Menschen in den letzten Monaten durchs Land geschleust hatte. "Das europäische Gesicht Kroatiens dauerte nur 16 Stunden", titelte die Regierungszeitung "Politika" am Samstag.
12:54 | ntatschl

Ungarn schickt tausende Flüchtlinge nach Österreich: Nach einem vorübergehenden Rückgang der Flüchtlingsankünfte in den vergangenen Tagen werden am Samstag erneut 10.000 Schutzsuchende im Burgenland erwartet, 6.700 trafen bis zum Vormittag bereits ein. Zuvor hatte Ungarn die Menschen aus Kroatien überraschend seine Grenze passieren lassen, an der slowenisch-kroatischen Grenze kam es unterdessen zu Ausschreitungen, die Polizei setzte Tränengas ein. Der Schwerpunkt lag einmal mehr im südburgenländischen Heiligenkreuz, wo von Mitternacht bis 8.30 Uhr früh 4.500 Menschen ankamen, in Nickelsdorf waren es 2.500. Die Flüchtlinge wurden in der Nacht zum Teil bereits mit Bussen in Richtung Graz und Wien- Westbahnhof weitertransportiert. In Wien kamen in den Vormittagsstunden zehn Busse mit 500 Menschen an, 600 weitere werden laut Polizei noch erwartet. Zudem ist nach Angaben der burgenländischen Polizei ein Sonderzug Richtung Graz und weiter nach Salzburg geplant.
12:51 | ntatschl

+++ 10.000 Flüchtlinge werden in Österreich erwartet +++
12:47 | ntatschl

12:46 | ntatschl

12:29 | ntatschl

US-Außenminister hat sich zur Flüchtlingskrise zu Wort gemeldet
12:19 | ntatschl

12:16 | ntatschl

Ein totes Kind in der Ägäis und zahlreiche Vermisste: Neue Flüchtlingstragödie in der Ägäis: Beim Kentern eines Bootes vor der Insel Lesbos ist ein fünfjähriges Kind ertrunken. Zwölf Migranten konnten aus den Fluten gerettet werden. Wie ein Sprecher der Küstenwache am Samstag im Fernsehen weiter mitteilte, sollen an Bord des Bootes insgesamt 26 Menschen gewesen sein. "Wir suchen nach den Vermissten" sagte er. Unterdessen entdeckte die Küstenwache südwestlich der Halbinsel Peloponnes ein Boot mit rund 200 Flüchtlingen an Bord. Die Menschen hatten ein Notsignal gesendet, ihr Boot sei manövrierunfähig. Zudem war einer der Migranten schwer erkrankt. Der Mann wurde nach griechischen Medienberichten per Hubschrauber in das Krankenhaus der nahe gelegenen Hafenstadt Kalamata gebracht worden. Das Boot war demnach auf dem Weg nach Italien. Wie eine Presse-Agentur aus Kreisen der Küstenwache erfuhr, sollte das Boot nach einer notdürftigen Reparatur des Motors am Samstagabend in Kalamata einlaufen. Die Ägäis ist eine der Routen, über die Tausende Flüchtlinge nach Europa kommen. Immer wieder kommt es zu Unglücken. Erst vergangenen Sonntag waren 34 Migranten vor der Kleininsel Farmakonisi ums Leben gekommen.
12:15 | ntatschl

Im Burgenland werden weitere 3.000 Menschen erwartet: Wir werden heute in Summe sicher die 10.000er-Grenze erreichen", sagte Polizeisprecher Helmut Marban im APA-Gespräch. Derzeit seien Flüchtlinge in Ungarn unterwegs, ob mit Bus oder Bahn, wisse man nicht. "Hier gibt es eine Informationslücke. Wir wissen nicht, ob sie nach Heiligenkreuz oder Nickelsdorf kommen." Von Mitternacht bis 8.30 Uhr hatten bereits insgesamt 6.700 Personen das Burgenland erreicht. Zu Mittag war die Lage zunächst "unverändert". "Was den Abend und die Nacht betrifft, müssen wir warten, wie sich die Lage in Kroatien und Ungarn entwickelt", schilderte Marban.
11:51 | ntatschl

11:43 | ntatschl

Kurz: "Türkei spielt zentrale Rolle": Für eine Lösung der Flüchtlingskrise will Österreich stärker mit der Türkei zusammenarbeiten. "Die Türkei ist ein wichtiger Player", sagte Kurz am Samstag in Ankara. "Wir werden nicht nur über die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union diskutieren, sondern eine ganzheitliche Lösung für die Flüchtlingsfrage und den Syrienkonflikt suchen", so Kurz vor Journalisten. Es gehe auch um die Ursachenbekämpfung. Wien wolle Ankara bei der Flüchtlingsversorgung in der Türkei helfen, erklärte Kurz. Zudem wolle man gemeinsam Schlepper bekämpfen. Um den Schutz der im syrischen Bürgerkriegsland verbliebenen Zivilbevölkerung besser zu sichern, befürworte er die Einrichtung einer Schutzzone in Syrien. Details müssten aber noch geklärt werden. Kurz war am Samstag kurzfristig in die türkische Hauptstadt gereist. Auf seinem Programmpunkt stehen Treffen mit syrischen Flüchtlingen und Gespräche mit seinem türkischen Amtskollegen, Außenminister Feridun Hadi Sinirlioglu, und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu.
11:20 | ntatschl

11:18 | ntatschl

Unruhen an Ungarns Grenze: Nach den Unruhen am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke vor drei Tagen hat die ungarische Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen elf festgenommene Flüchtlinge beantragt. Die Männer würden des "verbotenen Überschreitens der Grenzsperre als Teilnehmer von Massenunruhen" beschuldigt, teilte die Staatsanwaltschaft in der südungarischen Stadt Szeged am Samstag mit. Am Mittwoch waren ungarische Sicherheitskräfte und aufgebrachte Flüchtlinge am geschlossenen Grenzübergang Röszke zusammengestoßen. Die Polizei hatte Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, die Flüchtlinge warfen Steine und Flaschen. Nach Darstellung der ungarischen Behörden sollen die Migranten die Grenzsperre durchbrochen haben und von Sicherheitskräften zurückgedrängt worden sein. Indes mehren sich Zweifel an dieser Version. Der Oppositionspolitiker Ferenc Gyurcsany erklärte am Freitag: "Die Polizisten haben mit bewusster Absicht, auf geplante Weise und aller Wahrscheinlichkeit nach auf Weisung von Ministerpräsident Viktor Orban die Flüchtlinge angegriffen." Tatsächlich veröffentlichte das Portal "24.hu" Video-Clips, auf denen zu sehen ist, wie Hunderte Flüchtlinge freudig durch das unerklärlicherweise geöffnete Grenztor gingen. Dabei riefen sie "Danke, Ungarn!", offenbar in der Annahme, die Grenze sei für sie wieder offen. Danach sieht man, wie sie vor dem Angriff der Polizei davonlaufen.
11:03 | ntatschl

Kroatien will Flüchtlinge weiter nach Ungarn schicken: Trotz der Spannungen mit Budapest will Kroatien auch weiterhin ankommende Flüchtlinge an die ungarische Grenze transportieren. Ein Abkommen mit Budapest in der Sache gebe es aber nach wie vor nicht, erklärte der kroatische Premier Zoran Milanovic am Samstag. "Wir haben sie mehr oder weniger gezwungen, die Flüchtlinge anzunehmen, und wir werden das weiter tun", fügte er hinzu. Ungarn gab unterdessen die Fertigstellung des Stacheldrahtzaunes an der Grenze zur Kroatien bekannt. Diese riegle seit der Nacht auf Samstag die 41 Kilometer lange Landgrenze zwischen beiden Staaten ab, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die restlichen 330 Kilometer der Grenze werden von der Drau gebildet.
10:58 | ntatschl

Auch in Heiligenkreuz kamen zahlreiche erschöpfte Flüchtlinge an (Bild: APA)
10:57 | ntatschl

Flüchtlinge aus Ungarn warten auf einen Bus in Nickelsdorf im Burgenland. Ungarn hat am Freitagnachmittag seine Grenze zu Kroatien geöffnet. Die ungarischen Behörden ließen rund 1.500 Flüchtlinge auf ungarisches Gebiet, die sie dann mit Bussen Richtung österreichischer Grenze schickten (Bild: APA)
10:51 | ntatschl

Ungarn schickte über 500 Flüchtlinge weiter nach Österreich: In der Nacht auf Samstag sind rund 550 Personen von der ungarischen Grenze in die Steiermark gebracht wurden. Der Transport erfolgte mit Bussen von Nickelsdorf und Heiligenkreuz. Die Flüchtlinge wurden im Notquartier im Schwarzl Freizeitzentrum in Unterpremstätten versorgt. Nachdem seit Mitternacht rund 6.700 Menschen aus Ungarn im Burgenland angekommen sind, erfolgen laufend Weitertransporte nach Graz. Nachdem zunächst 550 Personen angekommen sind, werden weitere Busse erwartet. Es war auch von einem Sonderzug die Rede, der in die Steiermark geführt werden könnte. Weiterhin ruhig ist die Situation an der Grenze zu Slowenien. Nach Angaben der Polizei wurden dort bisher keine Aufgriffe verzeichnet. Auf einem Pkw Parkplatz am alten Grenzübergang wurde in den letzten Tagen eine Erstaufnahmestelle eingerichtet, dort stehen rund 4.000 Schlafplätze bereit.
10:50 | ntatschl

+++ Ungarn stellt den Grenzzaun zu Kroatien fertig +++
10:16 | ntatschl

Zur Lage im Burgenland: In Heiligenkreuz sollen Flüchtlinge mit Bussen nach Mogersdorf zum Bahnhof gebracht werden. Dort werde ein Sonderzug nach Graz eingerichtet. In Nickelsdorf waren in der Nacht bereits Busse u.a. nach Wien unterwegs. "Derzeit sind auf dem ganzen Gelände hier in Nickelsdorf verteilt etwa 1.000 bis 1.500 Flüchtlinge. Es läuft hier relativ ruhig ab. Die Flüchtlinge werden wie bisher vom Roten Kreuz und vom Bundesheer versorgt", berichtete Polizeisprecher Helmut Marban. Eine größere Herausforderung stelle Heiligenkreuz im Lafnitztal dar: "Dort haben wir das riesige Areal wie hier in Nickelsdorf nicht. Deswegen wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Leute rasch weitergebracht werden können", sagte Marban. Obwohl sich am Freitagabend bereits abzeichnete, dass nach einer Verschnaufpause erneut Flüchtlinge die ungarisch-österreichische Grenze passieren werden, sei der Ansturm laut Marban dennoch "überraschend" gewesen. "Der Informationsfluss läuft schon, aber er könnte durchaus besser sein", hielt er fest.
10:06 | ntatschl

Im Burgenland sind von Mitternacht bis heute, Samstag, 8.30 Uhr 6.700 Flüchtlinge angekommen, davon 2.500 Menschen im Bereich Nickelsdorf und 4.200 im Bereich Heiligenkreuz, hieß es von der Polizei auf APA-Anfrage. Die Flüchtlinge wurden in der Nacht zum Teil bereits weitertransportiert.
09:52 | ntatschl

+++ 6.700 Menschen im Burgenland eingetroffen +++
09:34 | ntatschl

Österreichs Bundesheer an den Grenzen Grafik: APA
09:32 | ntatschl

>> Hier << erfahren Sie mehr über die Flüchtlinge, die Österreich erreicht haben
09:11 | ntatschl

Weitere Flüchtlinge werden in Österreich erwartet: In der Nacht hatten rund 1000 Flüchtlinge die Grenze in Heiligenkreuz und Nickelsdorf überschritten. Sie fuhren mit Bussen nach Graz und Wien weiter. Im Laufe des Tages sei mit einigen tausend weiteren Flüchtlingen zu rechnen, so die Polizei.
09:05 | ntatschl

Slowenien erklärt sich zur Aufnahme von 10.000 Flüchtlingen bereit: Slowenien ist nach den Worten seiner Botschafterin in Deutschland zur Aufnahme von bis zu 10.000 Flüchtlingen bereit. "Wenn die Flüchtlinge bei uns Asyl beantragen, nehmen wir sie auf und schützen sie", sagte Marta Kos Marko der "Rheinischen Post" vom Samstag. Slowenien habe Kapazitäten für "bis zu 10.000 Flüchtlinge": Wenn mehr Menschen aufgenommen werden sollten, müsse Slowenien aber um europäische Hilfe bitten. Seit Ungarn seine Grenze zu Serbien vor einigen Tagen komplett dicht gemacht hatte, versuchen tausende Flüchtlinge in Serbien, durch Kroatien weiter Richtung Nordwesten zu gelangen. Damit wird auch Slowenien verstärkt zum Transitland. Am Freitag registrierten die slowenischen Behörden etwa tausend Flüchtlinge, hunderte weitere warteten noch am kroatisch-slowenischen Grenzübergang Obrezje nahe Zagreb.
09:03 | ntatschl

Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt - auch in Österreich sind über Nacht tausende neue Flüchtlinge an den Grenzen angekommen
09:02 | ntatschl

Kroatien dementiert die Festnahme eines Polizisten: Eine kroatische Polizeisprecherin hat Angaben aus Ungarn zurückgewiesen, die ungarischen Behörden hätten nach der Anhaltung eines kroatischen Zuges mit Flüchtlingen an Bord die begleitenden kroatischen Polizisten entwaffnet und den Zugsführer festgenommen. Niemand sei entwaffnet oder festgenommen worden, sagte sie. Auf die Polizei-Eskorte habe man sich im Voraus verständigt gehabt. Die Polizisten seien nach Kroatien zurückgekehrt, so die kroatische Sprecherin. Ein ungarischer Regierungssprecher hatte zuvor gesagt, es bestehe der Verdacht, dass es sich um einen Grenzverstoß vonseiten Kroatiens gehandelt haben könnte.
09:01 | ntatschl

Slowenische Polizei setzte Tränengas ein: Die slowenische Polizei hat an der Grenze zu Kroatien gegen hunderte Flüchtlinge, darunter Kinder, Tränengas eingesetzt. Am Grenzübergang Harmica demonstrierten am Freitagabend hunderte Flüchtlinge mit Aktivisten aus Kroatien und Slowenien dafür, aus Kroatien nach Slowenien einreisen zu dürfen. Nach einer Stunde setzte die slowenische Polizei schließlich Tränengas gegen die Flüchtlinge ein, die versuchten, die am Grenzübergang postierten Polizisten zurückzudrängen. In der Menge waren auch Kinder. Sloweniens Ministerpräsident Miro Cerar hatte am Freitag erklärt, wenn weiterhin so viele Flüchtlinge einträfen, könnte sein Land Transitkorridore einrichten. Am Freitag registrierten die slowenischen Behörden etwa tausend Flüchtlinge, etwa 700 weitere warteten noch am kroatisch-slowenischen Grenzübergang Obrezje, etwa 20 Kilometer östlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb. "Es kommen ständig neue Flüchtlinge an und deswegen ist es schwierig, genaue Zahlen zu nennen", sagte Polizeisprecherin Alenka Drenek der Nachrichtenagentur AFP zur Lage in Obrezje. (Bild: EPA)
08:58 | ntatschl

Ausnahmezustand in Mazedonien: Mazedoniens Parlament hat heute, Freitag, wegen des anhaltenden Flüchtlingsanstroms auf Vorschlag der Regierung den Ausnahmezustand an der südlichen und der nördlichen Landesgrenze bis Mitte Juni 2016 verlängert. Innenminister Mitko Cavkov begründete den Regierungsvorschlag mit den Prognosen, dass der Ansturm an die mazedonischen Grenzen weiter anhalten dürfte. Nach Angaben des Innenministeriums haben alleine in den vergangenen drei Monaten den Balkanstaat rund 83.000 Flüchtlinge passiert, seit dem Jahresbeginn ganze 300.000. "Wir setzen uns mit einem sehr komplizierten Problem auseinander. Es stellte sich heraus, dass kein einziger Staat die Fähigkeiten hat, es selbst zu meistern," meinte Innenminister, der Medienberichten zufolge zu einer weltweiten Krisenlösung aufforderte.
08:57 | ntatschl

Unterschiedliche Informationen über entwaffneten kroatischen Polizisten an ungarischer Grenze: Die Flüchtlingstransporte von Kroatien nach Ungarn sind offenbar nicht zwischen den beiden EU-Nachbarn koordiniert. "Ohne jegliche Absprache sind 1000 Migranten mit dem Zug nach Magyarboly gebracht worden", sagte Ungarns Regierungssprecher Zoltan Kovacs am späten Freitagabend im ungarischen Grenzort Beremend. Die 40 kroatischen Polizisten, die den Zug begleiteten, seien entwaffnet worden. Der Zugführer sei festgenommen worden, fügte der Sprecher hinzu. Zuvor waren die Bereitstellung eines ungarischen Zugs zur Abholung der Flüchtlinge im Grenzbahnhof Magyarboly und von Bussen am Grenzübergang Beremend als Anzeichen dafür gedeutet worden, dass die Menschen auf organisierte Weise nach Österreich gebracht würden. Augenzeugen sahen zudem, wie ungarische und kroatische Polizisten in dem Grenzbahnhof gemeinsam agierten. In kroatischen Medien hieß es bereits: "Korridor nach Westen geöffnet". Am späten Freitagabend mutmaßten ungarische Medien jedoch, dass die Asylbewerber in westungarische Lager gebracht würden. Ein erster Bus traf bereits im Aufnahmezentrum Vamosszabadi bei Györ ein, wie die lokale Webseite "kisalfold.hu" berichtete. Kroatien hatte am Freitag erklärt, den Flüchtlingsandrang nicht mehr bewältigen zu können. Ungarn hatte am letzten Dienstag seine Grenze zu Serbien für Flüchtlinge abgeschottet. Seitdem kamen aus Serbien mehr als 17.000 Menschen nach Kroatien, um von dort weiter nach Westeuropa zu gelangen.
08:56 | ntatschl

Toter vor der lybischen Küste: Vor der libyschen Küste sind erneut sieben Flüchtlinge ertrunken, unter ihnen ein Kind. Bei dem Unglück im Mittelmeer seien womöglich weitere Menschen ertrunken, teilte die Küstenwache des nordafrikanischen Staates am Freitagabend mit. Vier schwangere Frauen würden noch vermisst. Dagegen konnten 102 Flüchtlingeden Angaben zufolge gerettet werden. Ein libyscher Öltanker nahm sie an Bord. Wie ein Offizier des Öltankers der Nachrichtenagentur AFP berichtete, befand sich der Tanker etwa 22 Seemeilen von Tripolis entfernt, als die Mannschaft eine Gruppe von Menschen neben einem Schlauchboot sah, aus dem die Luft entwich. Der Tanker nahm das Schlauchboot in Schlepptau und brachte es zusammen mit den geretteten Menschen nach Tripolis. Die Küstenwache barg sieben Leichen aus dem Meer. Täglich versuchen derzeit Hunderte Menschen, von Afrika nach Europa zu gelangen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben seit Beginn des Jahres bereits mehr als 300.000 Flüchtlinge den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer genommen, mehr als 2500 starben dabei.
08:55 | ntatschl

Apple startet Spendenaktion: Im iTunes-Store, über den Apple sonst Musik, Videos und Apps vertreibt, können Kunden neuerdings mit wenigen Klicks Summen zwischen 5 und 150 Euro an die IFRC spenden. Das Geld soll ohne jegliche Abzüge weitergeleitet werden. Im internen Unternehmensnetzwerk sprach Apple-Chef Tim Cook davon, dass Millionen von Flüchtlingen aus Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens vor Krieg und Verfolgung fliehen würden - und Europa deshalb die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg erlebe. Er kündigte an, dass Apple selbst eine "substanzielle Spende" leisten werde. Außerdem gebe das Unternehmen für jeden gespendeten Dollar eines Mitarbeiters zwei hinzu.
08:52 | ntatschl

Slowenien überlegt Korridor für Flüchtlinge: Sollte der Druck durch den Zustrom von Migranten für Slowenien zu groß werden, werde man über eine solche Maßnahme mit den betroffenen anderen Staaten sprechen, sagt Ministerpräsident Miro Cerar am Freitagabend. Der Premier bedauerte, dass Kroatien die "Flüchtlingskrise so schnell entglitten" sei. Ein Einsatz der Armee war laut Cerar abgesehen von "logistischer Hilfe" nicht notwendig. "Wir wollen Gewalt vermeiden." Der Autobahngrenzübergang bei Bregana/Obrezje zwischen Kroatien und Slowenien wurde geschlossen. Bei der Grenzstation Harmica-Rigonce versperrte die slowenische Bereitschaftspolizei etwa 300 Flüchtlinge den Weg. Die aus Kroatien kommenden Migranten wurden im Niemandsland zwischen beiden Staaten auf einer kleinen Brücke über den Fluss Sutla aufgehalten.
08:51 | ntatschl

Verzweiflung bei vielen Flüchtlingen (Bild: EPA)
08:50 | ntatschl

Seit Mittwoch erreichten mehr als 17.000 Menschen Kroatien: Über 17.000 Flüchtlinge sind seit Mittwoch früh nach Kroatien gekommen, wie das Innenministerium des Landes mitteilt. Mehr als 3.000 davon seien nach Ungarn weitergezogen. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beriet am Freitag telefonisch mit Kroatiens sozialdemokratischem Regierungschef Zoran Milanovic über die Flüchtlingskrise in Europa. Beide Politiker stimmten demnach "überein, dass das Problem an den Außengrenzen der Europäischen Union gelöst werden müsse". Wie die deutsche Bundesregierung am Abend mitteilte, berichtete Milanovic "über die Anstrengungen Kroatiens, bei der Bewältigung der Situation seinen Verpflichtungen vollständig nachzukommen und dabei zu gewährleisten, dass alle Flüchtlinge weiterhin menschenwürdig behandelt werden".
08:48 | ntatschl

Hunderte Menschen überquerten gestern die grüne Grenze zu Slowenien: Rund 600 Flüchtlinge seien in diesem Teil Sloweniens in den vergangenen 24 Stunden über die grüne Grenze von Kroatien gekommen, so der Leiter der Grenzpolizei in der Polizeibehörde Novo mesto, Anton Stubljar, am Abend in Brezice. Rund 200 Flüchtlinge, die an der grünen Grenze aufgegriffen wurden, warteten am Freitagabend auf den umliegenden Grenzübergängen, um in das Erstaufnahmezentrum nach Brezice zur Registrierung gebracht zu werden. In dem Zentrum befanden sich noch 180 Menschen, weitere 200 wurden im Laufe des Tages bereits in das Aufnahmezentrum nach Postojna ins Innere des Landes gebracht. Laut Stubljar weigert sich Kroatien die Flüchtlinge zurückzunehmen.
08:31 | ntatschl

Streit in ganz Europa: Die EU-Staaten streiten seit Wochen über den richtigen Umgang mit den ankommenden Flüchtlingen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schlug zuletzt vor, 120.000 Flüchtlinge über verbindliche Quoten auf alle EU-Länder zu verteilen. Diesem Plan verweigert eine ganze Reihe osteuropäischer Staaten die Zustimmung. Die Niederlande sind - wie von Rutte erneut klargestellt - für die Quoten. Das Land ist bisher vom Flüchtlingsandrang kaum betroffen.
08:30 | ntatschl

Niederlande will Ende des "Asyl-Shoppings": Die Niederlande drängen auf verbindliche Quoten für die Aufteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union und ein Ende von "Asyl-Shopping". "Europa muss sich endlich auf eine verbindliche Verteilung einigen", forderte am Freitag Regierungschef Mark Rutte nach einer Kabinettssitzung. "Wir müssen der Praxis des 'Asyl-Shoppings' ein Ende bereiten", fügte er mit Blick auf die Tatsache hinzu, dass viele Flüchtlinge nur in reiche westeuropäische Länder mit einer für sie günstigen Asylpolitik wollen. "Auch Osteuropa muss seiner Verantwortung gerecht werden."

(Red./APA)

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