Ticker zur Flüchtlingskrise: Ungarn schickt Busse Richtung Österreich

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Europa wird mit einem massiven Zustrom von Flüchtlingen konfrontiert. Einige Länder machen als Reaktion darauf ihre Grenzen dicht. Wir berichten weiter live von den aktuellen Geschehnissen rund um die Flüchtlingskrise in Europa.

Die aktuelle Geschehnisse im Kurzüberblick:

  • Kroatien macht die Grenze zu Serbien dicht
  • Slowien verweigert Flüchtlingen die Einreise
  • Knapp 300 Flüchtlinge in Heiligenkreuz aufgegriffen
  • Mehrere Tausend Flüchtlinge reisten unerlaubt nach Deutschland ein

Kroatien macht wegen des massiven Zustroms der Flüchtlinge seine Grenze zu Serbien dicht. Sieben Grenzübergänge sind für den Verkehr bis auf Weiteres geschlossen, teilte das Innenministerium am späten Donnerstagabend mit.  Seit Mittwoch gibt es einen großen Zuzug von Flüchtlingen aus Serbien nach Kroatien. Bis 22.00 Uhr am Donnerstag kamen nach Angaben des Innenministeriums rund 11.000 Flüchtlinge ins Land.

Ungarn schickt Busse in Richtung österreichische Grenze

Ungarn hat am Freitagnachmittag seine Grenze zu Kroatien geöffnet. Laut der Nachrichtenagentur MTI ließen die ungarischen Behörden rund 1.500 Flüchtlinge auf ungarisches Gebiet. Hier konnten sie nach Medienberichten 21 Busse besteigen. Diese waren am frühen Abend in Richtung österreichischer Grenze unterwegs.

Wie die Sprecherin des ungarischen Polizeipräsidiums auf APA-Anfrage erklärte, würden die illegalen Migranten zu Registrierstellen in den westungarischen Orten Vamosszabadi und Szentgotthard transportiert. Vamosszabadi liegt in der Nähe von Györ und damit unweit von Nickelsdorf, Szentgotthard an der ungarischen Seite des Grenzübergangs in Heiligenkreuz im Lafnitztal.

Die Behörden hoffen, dass die Migranten bei der Registrierung kooperieren. Freilich ist nicht ausgeschlossen, dass sie dies nicht tun und stattdessen die Grenze zu Österreich überqueren.

Kroatien macht Grenze dicht

Innenminister Ranko Ostojic hatte zuvor am Donnerstag angekündigt, dass Kroatien seine Grenze mit Serbien dichtmachen werde, sollte wieder eine so große Zahl an einem Tag ins Land kommen. Die Schließung betrifft sieben von acht Straßenübergängen, und zwar Tovarnik, Ilok, Ilok 2, Principovac, Principovac 2, Erdut und Batina. Der Grenzübergang Bajakovo an der Autobahn Zagreb-Belgrad steht nicht auf der Liste.

>> Ticker-Nachlese: Die Geschehnisse vom Donnerstag

Liveticker zur Flüchtlingskrise in Europa
20:01 | jschindl

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) drängt auf ein mit bis zu fünf Millionen Milliarden Euro dotiertes Soforthilfepaket für Flüchtlingslager in der Region rund um Syrien. Wie aus seinem Büro am Freitagabend verlautete, war dies Thema bei einem hochrangigen Sozialdemokraten-Treffen in Wien.
19:52 | jschindl

19:51 | jschindl

19:38 | jschindl

Bei Heiligenkreuz im Südburgenland bereiteten sich am Freitagabend die Einsatzkräfte auf das Eintreffen jener Flüchtlinge vor, die von Kroatien zur ungarischen Grenze gebracht und von dort aus Medienberichten zufolge in Richtung Österreich weitergeschickt worden waren. Noch gebe es keine genauen Informationen: "Wir harren der Dinge, die da kommen", so Polizeisprecher Helmut Marban zur APA.
19:18 | jschindl

19:15 | jschindl

Ein irakischer Schlepper ist am Freitag von einem Gericht in Budapest im Eilverfahren in erster Instanz zu fünf Jahren Gefängnis und einer fünfjährigen Ausweisung aus Ungarn verurteilt. Ungarische Medien schrieben am Freitagabend von einem Präzedenzfall, da der Mann am Mittwoch geschnappt und zwei Tage später bereits abgeurteilt wurde.
18:56 | jschindl

Das Innenministerium in Wien sei von den ungarischen Behörden im Vorfeld nicht informiert worden, dass Busse mit Flüchtlingen in Registrierungsstellen nahe der österreichischen Grenze gebracht werden, hieß es am Freitagabend.

Weiters erklärte ein Sprecher des Ministeriums, die Behörden seien aber vorbereitet, sollte es wieder zu Übertritten von Flüchtlingen aus Ungarn nach Österreich kommen.
18:49 | jschindl


Bundeskanzler Faymann mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven anlässlich der Flüchtlingskrise.
18:47 | jschindl

Bundeskanzler Faymann trifft den französischen Premier Manuel Valls anlässlich der Flüchtlingskrise.
18:42 | jschindl

18:32 | jschindl

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat Ungarn zu einer besseren Behandlung der Flüchtlingskinder in dem Land aufgefordert. "Szenen wie die vom Mittwoch, als Kinder zwischen Gewalt und Unruhen gefangen waren, dürfen sich nie wiederholen", hieß es in einer am Freitag in New York veröffentlichten Mitteilung von UNICEF. Ungarn müsse die Flüchtlingskinder besser beschützen und in ihrem Interesse handeln.
18:21 | jschindl

18:08 | jschindl

Lettland und Litauen haben ihr Nein zu EU-Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen bekräftigt. "Wir bestehen darauf, dass es ein freiwilliger Prozess sein muss", sagte die lettische Regierungschefin Laimdota Straujuma am Freitag in der litauischen Stadt Rokiskis.
18:03 | jschindl

18:01 | jschindl

Wie die Sprecherin des ungarischen Polizeipräsidiums auf APA-Anfrage erklärte, wurden die illegalen Migranten zu Registrierstellen in den westungarischen Orten Vamosszabadi und Szentgotthard transportiert. Vamosszabadi liegt in der Nähe von Györ und damit unweit von Nickelsdorf, Szentgotthard an der ungarischen Seite des Grenzübergangs in Heiligenkreuz im Lafnitztal.

Die Behörden hoffen, dass die Migranten bei der Registrierung kooperieren. Freilich ist nicht ausgeschlossen, dass sie dies nicht tun und stattdessen die Grenze zu Österreich überqueren.
17:58 | jschindl

Ungarn hat am Freitagnachmittag seine Grenze zu Kroatien geöffnet. Laut der Nachrichtenagentur MTI ließen die ungarischen Behörden rund 1.500 Flüchtlinge auf ungarisches Gebiet. Hier konnten sie nach Medienberichten 21 Busse besteigen. Diese waren am frühen Abend in Richtung österreichischer Grenze unterwegs
17:53 | jschindl

17:50 | jschindl

+++ Ungarn schickt Busse in Richtung österreichische Grenze +++
17:49 | jschindl

Rewe-Chef Alain Caparros ist deutscher Staatsbürger geworden - und gerade in der Flüchtlingskrise ist er stolz auf "sein" Land. "Ich schäme mich heute, aus Frankreich zu kommen", sagte der gebürtige Franzose nach einem Bericht der "Lebensmittelzeitung" am Freitag in Berlin. Deutschland hingegen sei mit seiner Hilfe für Flüchtlinge ein "Leuchtturm der Humanität in Europa"
17:47 | jschindl

Ein Euro pro verkauftem Ticket im ersten Heimspiel als Spende angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise - dieses Übereinkommen der 80 Teams der Fußball-Champions- und Europa-League war den meisten Fans des polnischen Vereins Lech Posen gar nicht recht. Aus Protest boykottierten sie laut internationalen Medienberichten am gestrigen Donnerstag das Auftakt-Heimspiel ihrer Mannschaft.
17:34 | jschindl

Nach Berichten über Angriffe ungarischer Polizisten auf Journalisten bei der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise hat das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) die Polizei in dem Land scharf kritisiert. Mindestens sieben Journalisten aus aller Welt seien bei ihrer Arbeit an der serbisch-ungarischen Grenze geschlagen worden, teilte das CPJ in der Nacht zum Freitag in New York mit.
17:24 | jschindl

Wegen Schlepperei von 18 Flüchtlingen ist ein 27-jähriger Rumäne am Freitag in Salzburg zu 15 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Der Mann hatte die Syrer und Afghanen laut dem nicht rechtskräftigen Urteil während der Fahrt von Budapest nach Deutschland in einen qualvollen Zustand versetzt. Die Flüchtlinge, darunter vier Kindern, mussten auf der Ladefläche des Kleintransporters sitzen.
17:19 | jschindl

17:14 | jschindl

Nachdem Kroatien damit begonnen hat Flüchtlinge an die Grenze zu Ungarn zu bringen, hat das ungarische Außenministerium Zagreb um Aufklärung ersucht. Kroatische Polizisten würden Gerüchte unter den Migranten verbreiten, wonach sich der ungarische und kroatische Innenminister über den Transport der Migranten an die ungarische Grenze geeinigt hätten. Dies sei "eine Lüge", so das Außenministerium.
17:13 | jschindl

"Drei bis vier Wochen": Nur noch diese kurze Spanne Zeit hat Europa nach Meinung von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner Zeit, eine gemeinsame Flüchtlingsstrategie zu entwickeln. Die Geduld der Menschen sei "ausgereizt", der Druck von Rechtsparteien wachse. Die erforderliche Strategie skizzierte der ÖVP-Politiker den "Salzburger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe) mit dem Schlagwort "Festung Europa".
17:13 | jschindl

Die EU-Kommission hat Kroatien dafür kritisiert, Tausende Flüchtlinge einfach nach Ungarn umleiten zu wollen. Migranten weiterreisen zu lassen, ohne sie zu registrieren, sei "in der Tat nicht mit den EU-Regeln vereinbar", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag in Brüssel.
17:13 | jschindl

Die ungarische Polizei beginnt an der Grenze zu Kroatien in Beremend damit, Migranten in Busse zu verladen. Laut ANSA, die sich auf Zeugen berief, ließen die kroatischen und ungarischen Behörden die Flüchtlinge ungehindert die Grenze passieren. Unklar war, wohin die Menschen in Ungarn gebracht werden sollten. ANSA berichtete unter Berufung auf Medien sie seien in Richtung der österreichischen Grenze unterwegs.
16:41 | jschindl

An der deutsch-österreichischen Grenze bei Passau zeichnet sich nach Behördenangaben kein weiterer Anstieg bei der Anzahl von neuankommenden Flüchtlingen pro Tag ab. Zwischen Passau und Burghausen verzeichnete die deutsche Bundespolizei bis zum Nachmittag rund 2.000 neue Flüchtlinge, nach Angaben eines Sprechers weniger als im Vortageszeitraum. "Die Lage entspannt sich etwas", sagt der Sprecher.
16:40 | jschindl

+++ Migranten steigen an Grenze in ungarische Busse +++
16:39 | jschindl

16:25 | jschindl

In der Türkei sind Hunderte Flüchtlinge zu Fuß auf dem Weg Richtung griechischer Landgrenze unterwegs. Die vornehmlich aus Syrien stammenden Menschen, rund 850 an der Zahl, haben einem Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mehrere Tage unter freiem Himmel an einer Autobahn bei der Stadt Edirne campiert. Anders als zu Wochenbeginn wurden sie von der türkischen Polizei nicht aufgehalten.
16:24 | jschindl

Immer mehr Flüchtlinge schaffen es aus Kroatien über die grüne Grenze nach Slowenien zu kommen. Nach offiziellen Informationen befanden sich um 14.00 Uhr rund 250 Flüchtlinge in dem Erstaufnahmezentrum in Brezice. Nach informellen Informationen aus dem Innenministerium werden dort am heutigen Tag insgesamt 1.000 Flüchtlinge erwartet.
16:14 | jschindl

Die tschechische Armee will gemeinsam mit der Polizei die Sicherung der Landesgrenzen proben. Sie wolle sich damit auf einen möglichen Anstieg der Flüchtlingszahlen vorbereiten, teilte das Innenministerium in Prag am Freitag mit. An der eintägigen Übung Ende September sollen 300 Soldaten teilnehmen.
16:14 | jschindl

Kroatien ist zunehmend mit dem Flüchtlingsstrom überfordert. Tausende Menschen strömten in das EU-Land, obwohl Kroatien sieben Grenzübergänge zu Serbien dicht machte. Auf der neuen Hauptfluchtroute kamen seit Mittwoch rund 14.000 Migranten in Kroatien an, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zagreb begann damit die Flüchtlinge mit Bussen an die Grenze zu Ungarn zu bringen.
16:14 | jschindl

Norwegen erwägt nach Angaben von Justizminister Anders Anundsen die Einführung von Grenzkontrollen, falls sich die Zahl der einreisenden Asylbewerber deutlich erhöhen sollte. Norwegen ist kein Mitglied der EU, gehört aber zum Schengen-Raum, innerhalb dem Grenzkontrollen nicht vorgesehen sind.
16:13 | jschindl

Nachdem Ungarn und in der vergangenen Nacht auch Kroatien wegen des Flüchtlingsandranges mehrere Grenzübergänge zu Serbien geschlossen haben, müssen Lastkraftfahrer mit wesentlich längeren Wartezeiten an den funktionierenden Grenzübergängen rechnen.
16:13 | jschindl

Russland hat vor möglichen Extremisten der jihadistischen Organisation "Islamischer Staat" (IS) unter den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten gewarnt. Die IS-Fanatiker nutzten die Flüchtlingskrise, um ihre Leute in den Westen zu schicken, warnte der Vizechef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Sergej SmirnoUngarn hat aus Kroatien ankommenden Flüchtlingen die Einreise verweigert. Die Polizei habe einen Konvoi mit 19 Bussen voller Migranten am Freitag gestoppt, berichteten AP-Reporter auf beiden Seiten der Grenze., am Freitag bei einer Konferenz in der usbekischen Hauptstadt Taschkent.
15:55 | jschindl

15:29 | jschindl

Russland hat vor möglichen Extremisten der jihadistischen Organisation "Islamischer Staat" (IS) unter den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten gewarnt. Die IS-Fanatiker nutzten die Flüchtlingskrise, um ihre Leute in den Westen zu schicken, warnte der Vizechef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Sergej Smirnow, am Freitag bei einer Konferenz in der usbekischen Hauptstadt Taschkent.
15:25 | jschindl

15:19 | jschindl

Die Schweiz beteiligt sich am Programm zur Umverteilung von 40.000 schutzbedürftigen Personen, das die Europäische Union (EU) im Juli beschlossen hat. Der Bundesrat (Regierung) hat am Freitag entschieden, dass die Schweiz bis zu 1.500 dieser Personen aufnehmen wird, die in Italien und Griechenland bereits registriert wurden.
15:19 | jschindl

Die Schweiz unterstützt eine solidarische Verteilung von Flüchtlingen und würde auch als Nichtmitglied der Europäischen Union einen EU-Verteilschlüssel akzeptieren. Das sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Freitag in Bern. "Ein Verteilschlüssel ist auch in unserem Interesse. Man stelle sich vor, die Schweiz hätte plötzlich einen starken Anstieg von Asylgesuchen."
15:19 | jschindl

Asylbewerber und Asylberechtigte sollen in der Wintersaison in Vorarlbergs Tourismuswirtschaft bevorzugt Arbeitsgenehmigungen als Saisonkräfte bekommen. Geschehen werde das im Rahmen des sogenannten Drittstaaten-Kontingents, das in diesem Winter für Menschen aus Nicht-EU-Ländern etwa 210 Arbeitsplätze vorsieht, kündigte der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner im ORF Vorarlberg an.
15:18 | jschindl

Kroatien hat am Freitag, wie von Ministerpräsident Zoran Milanovic angekündigt, mit dem Transport von Flüchtlingen nach Ungarn begonnen. "Wir organisieren Transporte von Migranten (...) nach Ungarn", sagte ein Vertreter des Innenministeriums in Zagreb, der nicht namentlich genannt werden wollte.
15:18 | jschindl

In Deutschland hat die Bundesregierung Kritik an der geplanten Verschärfung des Asylrechts zurückgewiesen. Ein Sprecher des deutschen Innenministeriums sagte am Freitag, das Artikelgesetz mit zahlreichen Änderungen sei noch in der Abstimmung, der bekannt gewordene Text sei ein "living document" ("lebendes Dokument") und werde bis zum Bund-Länder-Gipfel kommende Woche weiter bearbeitet.
15:17 | jschindl

Das Nürnberger Menschenrechtsfilmfestival hat in diesem Jahr das Schwerpunktthema "Flucht und Migration". 11 der 58 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme beleuchten an den acht Festivaltagen das Schicksal von Flüchtlingen und Migranten, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Das Festival findet vom 30. September bis 7. Oktober in verschiedenen Nürnberger Filmhäusern und Kinos statt.
15:17 | jschindl

In Deutschland soll der Chef der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, neuer Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden. Das gab der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere am Freitag bekannt. Der bisherige Leiter Manfred Schmidt hatte inmitten der Flüchtlingskrise am Donnerstag seinen Rücktritt "aus persönlichen Gründen" erklärt. Weise bleibt BA-Chef.
15:17 | jschindl

+++ Kroatien beginnt mit Flüchtlingstransport nach Ungarn ++
15:15 | jschindl

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will bis zu 30 österreichische "Spezialisten" an die kroatisch-slowenischen Grenze schicken, um Ljubljana bei der Kontrolle der Schengen-Außengrenze zu unterstützen. Bereits Anfang nächster Woche sollen die ersten dort ihre Arbeit aufnehmen, bisher seien sie in anderen Balkanstaaten im "Unterstützungseinsatz", teilte das Innenministerium am Freitag mit.
15:04 | jschindl

Slowenien erwartet in den kommenden 24 Stunden die Ankunft von etwa 1.000 Flüchtlingen. Sie werden vermutlich von den Behörden in Grenznähe gebracht, wo sie dann auf eigene Faust den Grenzübertritt versuchen werden, sagte der slowenische Innen-Staatssekretär Bostjan Sefic am Freitag vor Journalisten in Ljubljana. "Wir müssen daher die gesamte Schengen-Grenze sehr intensiv abdecken."
15:04 | jschindl

In Deutschland wollen Regierung und Wirtschaft die Sprachausbildung und Qualifizierung von Flüchtlingen beschleunigen und Ausbildungshemmnisse abbauen. Laut Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sollen jugendliche Asylbewerber nach erfolgreicher Ausbildung auch bei einem zwischenzeitlich abgelehnten Asylantrag für mindestens zwei Jahre in Deutschland eine Arbeitserlaubnis erhalten können.
15:03 | jschindl

Die niederländische Polizei ist einer Bande mutmaßlicher Menschenschmuggler aus Syrien auf die Spur gekommen. In Eindhoven seien zwei Syrer festgenommen worden, die Hunderte syrische Flüchtlinge nach Europa geschmuggelt haben sollen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Rotterdam mit.
15:02 | jschindl

15:01 | jschindl

14:59 | jschindl

14:58 | jschindl

14:46 | jschindl

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat der Türkei weitere Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise angeboten. Bei einem Besuch in Ankara lobte er den NATO-Partner am Freitag für die Aufnahme von mehr als zwei Millionen Menschen aus dem Nachbar- und Bürgerkriegsland Syrien. Wichtig sei jetzt, eine "Rückkehr-Perspektive" zu ermöglichen, sagte Steinmeier.
14:45 | jschindl

Die steirischen Einsatzkräfte, Rettungsorganisationen und freiwilligen Helfer haben sich in den vergangenen Tagen für die Ankunft von Tausenden Flüchtlingen an der steirisch-slowenischen Grenze gerüstet. Dutzende Zelte wurden in Spielfeld auf einem Lkw-Parkplatz am alten Grenzübergang als Erstaufnahmestelle eingerichtet. Rund 4.000 vorübergehende Schlafplätze stehen bereit.
14:40 | jschindl

14:38 | jschindl

14:37 | jschindl

14:15 | ntatschl

14:13 | ntatschl

Bald soll eine Dokumentation zur Flüchtlingskrise erscheinen
14:09 | ntatschl

Dramatische Szenen an der kroatischen Grenze
14:07 | ntatschl

Bisher erst ein Asylantrag in Kroatien: Mehr als 14.000 Schutzsuchende sind seit Mittwoch in Kroatien angekommen. Nur wenige haben das Land angesichts der geschlossenen Schengen-Grenzen wieder verlassen können. Asyl beantragt hat buchstäblich keiner, bestätigte die kroatische Außenministerin Vesna Pusic am Freitag vor Journalisten. Die einzige Ausnahme sei eine Frau mit einem Kind gewesen. Pusic kündigte an, noch am Freitagnachmittag die Lage mit ihrem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier erörtern zu wollen. Die weitere Vorgangsweise müsse gemeinsam mit Deutschland und Österreich entschieden werden, "weil absolut alle, außer einer Frau mit einem Kind, die um Asyl in Kroatien angesucht hat, nach Deutschland wollen", zitierte die Nachrichtenagentur Hina die Ressortchefin.
13:53 | ntatschl

+++ Erneut Kinderleiche an türkischer Küste angespült +++ Zwei Wochen, nachdem das Bild des ertrunkenen Buben Aylan Kurdi weltweit Bestürzung ausgelöst hatte, ist an der türkischen Küste erneut eine Kinderleiche angespült worden. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi am Freitag meldete, handelte es sich um ein vierjähriges syrisches Mädchen, das bisher aber noch nicht identifiziert werden konnte. Die Kleine wurde demnach an einem Strand der Region Cesme entdeckt, die unweit der griechischen Insel Chios liegt. Nach Angaben von Anadolu Ajansi gehörte das Mädchen zu einer Gruppe von 15 Syrern, deren Boot auf dem Weg nach Griechenland gesunken ist. Die Küstenwache rettete die anderen 14 Schiffbrüchigen, darunter auch acht weitere Kinder. Anfang September war am Strand von Bodrum in der Türkei die Leiche des dreijährigen Aylan Kurdi angespült worden. Als Symbol der Flüchtlingskrise in Europa ging das Bild um die Welt. Aylan, sein fünfjähriger Bruder Galip und ihre 27-jährige Mutter Rihana waren im Mittelmeer ertrunken, als die syrische Familie aus der Türkei in das EU-Land Griechenland flüchten wollte.
13:50 | ntatschl

Auch in Bosnien werden Flüchtlinge erwartet: Nachdem Kroatien in der Nacht auf Freitag wegen des großen Flüchtlingsandrangs sieben von acht Grenzübergänge zu Serbien geschlossen hat, werden nun auch in Nordostbosnien Flüchtlinge erwartet. Sicherheitsminister Dragan Mektic erklärte gegenüber der Tageszeitung "Nezavisne novine" am Freitag, dass Flüchtlinge am ehesten in der Region von Bijeljina und Zvornik bosnisches Gebiet betreten könnten. Sein Land werde aber keine Flüchtlinge über seine Kapazitäten hinaus aufnehmen können, so der Minister, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Bosnien habe nicht die Möglichkeit 50.000 oder gar 100.000 Flüchtlinge aufzunehmen, meinte Mektic. Der bosnische Minister stellte auch die Bildung einer Flüchtlingsroute in Aussicht, worüber die Flüchtlinge gleich nach dem Betreten des bosnischen Gebietes vom Osten des Landes in Richtung Westen in die Kantone Una- und Sana an der Grenze zu Kroatien geführt würden. Dies würde bedeutet, dass sie die Grenze zu Kroatien in der Region der Krajina betreten würden.
13:48 | ntatschl

13:46 | ntatschl

Flüchtlinge sollen von Kroaten nach Ungarn gebracht werden: Konkret kündigte der kroatische Ministerpräsident Zoran Milanovic an, die Flüchtlinge an die ungarische Grenze transportieren zu wollen. Der Weg zur ungarischen Grenze sei nämlich der kürzeste, erläuterte er. Milanovic kritisierte die Weigerung der beiden Nachbarländer Slowenien und Ungarn, die ankommenden Flüchtlinge durchreisen zu wollen. "Ich verstehe nicht, wo das Problem ist, wenn die Leute durch Slowenien und Ungarn reisen, sind sie nicht sauber genug?", sagte er nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur STA. "Wenn Deutschland kein Problem darin sieht, die Migranten aufzunehmen, warum machen Ungarn und Slowenien Probleme?"
13:45 | ntatschl

13:43 | ntatschl

UEFA spendet zwei Millionen Euro für Flüchtlingskinder: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) spendet zwei Millionen Euro zur Unterstützung von Flüchtlingskindern. "Wir erleben in diesen Wochen ein humanitäres Drama in Europa und sind der Meinung, dass der Fußball helfen kann und muss", begründete UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino die Spende an die am 24. April dieses Jahres vom Dachverband gegründete Kinderstiftung. "Wir hoffen, dass wir mit dieser Geste das Leben der Kinder, die nach Europa kommen, etwas erleichtern können", sagte der Schweizer am Freitag.
13:41 | ntatschl

13:41 | ntatschl

Deutschland spricht Drohung aus: Im Flüchtlingsstreit droht Deutschland den Aufnahmeverweigerern mit einem Mehrheitsbeschluss im EU-Innenministerrat. Angesichts der innenpolitischen Brisanz des Themas galt ein solches Vorgehen in der EU bisher als ausgeschlossen. Doch tatsächlich werden auch bei den Innenministern inzwischen immer mehr Entscheidungen mit Mehrheit gefällt. Damit ein Beschluss mit sogenannter qualifizierter Mehrheit angenommen wird, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: 55 Prozent der EU-Staaten müssen zustimmen, die zusammen mindestens für 65 Prozent der EU-Bevölkerung stehen. Normalerweise sind bei 28 EU-Staaten 16 Länder für eine Mehrheit nötig. Bei den Innenministern haben aber drei Staaten Ausnahmeregelungen: Großbritannien, Irland und Dänemark. Nehmen sie nicht an der Abstimmung teil, läge die Mehrheit bei 14 Staaten. Der Zwang zur Einstimmigkeit in der EU wurde durch den 2009 in Kraft getretenen Reformvertrag von Lissabon in vielen Politikfeldern beseitigt. Beschlüsse mit qualifizierter Mehrheit sind laut EU-Ratsvorsitz heute über alle Ressorts hinweg "die am stärksten verbreitete Abstimmungsmethode" bei Ministertreffen. "Rund 80 Prozent aller EU-Gesetzgebung werden über dieses Verfahren angenommen." Letztlich bleibt es eine politische Entscheidung, ob Deutschland und Co. die Quotenverweigerer tatsächlich zur Aufnahme von Flüchtlingen zwingen wollen.
13:39 | ntatschl

13:38 | ntatschl

Protest in Deutschland: Im sächsischen Bischofswerda in Deutschland haben am Donnerstagabend dutzende Demonstranten versucht, den Einzug von Flüchtlingen in eine neue Erstaufnahmeeinrichtung zu verhindern. Vor der Unterkunft versammelten sich rund 70 Menschen, die überwiegend äußerst aggressiv auftraten und herumpöbelten, wie die deutsche Polizei am Freitag in Görlitz mitteilte. Eine Gruppe von etwa 30 Asylgegnern blockierte die Zufahrt zu dem ehemaligen Betriebsgelände. Polizisten drängten sie zurück, so dass kurz vor Mitternacht der erste Bus mit Flüchtlingen passieren konnte. Der Großteil der Flüchtlingsgegner, die der Polizei zufolge überwiegend alkoholisiert waren, entfernte sich daraufhin. 30 weiteren erteilte die Polizei Platzverweise. Der Staatsschutz ermittelt bisher in drei Fällen wegen Beleidigung und in einem Fall wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Eine Frau, die während des Einsatzes ohne Einfluss Dritter gestürzt war, musste den Angaben zufolge notärztlich versorgt werden.Die Polizei war insgesamt mit mehr als 40 Beamten im Einsatz.
13:37 | ntatschl

Syrische Familie im Vatikan untergekommen: syrische Flüchtlingsfamilie mit zwei Kindern aufgenommen. Untergebracht wurde die Familie in einer dem Vatikan gehörenden Wohnung in der Nähe des Petersplatzes, wie das päpstliche Almosenamt heute berichtete. Vater, Mutter und Kinder wohnten in Damaskus, bis sie vor dem Krieg flüchten mussten. Es handelt sich um Christen, die der zu den Ostkirchen zählenden Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche angehören, berichtete Radio Vatikan. Die Familie kam bereits am 6. September. Am selben Tag hatte Papst Franziskus alle Pfarreien, Klöster, Ordensgemeinschaften und Wallfahrtsorte Europas darum gebeten, mindestens eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Der Vatikan will noch eine zweite Flüchtlingsfamilie aufnehmen. Die Mitglieder der Pfarrgemeinde werden die Familie bei der Einreichung ihres Asylantrags unterstützen. Bis Italien ihren Status als Flüchtlinge anerkenne, werde der Vatikan keine weiteren Informationen über die Familie erteilen. Ausdrücklich bat der Vatikan Medien darum, die Familie ihrem Willen gemäß nicht zu einem Interview zu überreden. Auch die zweite Pfarrei des Vatikan, Sankt Peter, werde eine syrische Flüchtlingsfamilie aufnehmen, hieß es in der Mitteilung des Almosenamtes weiter.
13:36 | ntatschl

Darabos fordert Notverordnung: Insgesamt seien von 4. bis zum 15. September 81.000 Flüchtlinge im Burgenland gewesen. Nachdem die Lage derzeit relativ entspannt sei, richte man nun den Fokus auf die Grundversorgung. Darabos schwebt eine Notverordnung für das Burgenland vor, die in den nächsten Wochen kommen soll. Grund für die Notverordnung seien "skurrile Auswüchse", die es im Hinblick auf die Unterbringung von Asylsuchenden gebe. Man werde dafür sorgen, dass es künftig unbürokratischer laufe, als in der Vergangenheit, kündigte Darabos an. Denn nach wie vor böten viele Private Unterkünfte an, die allerdings erst überprüft werden. Und hier gebe es auch Dinge, die nicht nachvollziehbar seien, erläuterte der Landesrat. "Ein Sachverständiger hat gemeint, der Lichteinfall (in einem Frühstücksraum, Anm.) sei zu gering. Ehrlich gesagt: Da bin ich ein bisserl fassungslos, weil es ist glaube ich den Flüchtlingen völlig wurscht", berichtete Darabos. Vor allem weil es mit jedem Monat kälter werde, gehe es darum, die Menschen in fixen Quartieren und nicht in Zelten unterzubringen. "Ein festes Quartier mit vielleicht geringerem Lichteinfall ist sinnvoller als ein Zelt."
13:01 | ntatschl

Prognose für das Wochenende: Für das Wochenende und den "Wiesnbeginn" am Samstag erwarten die Behörden keine Schwierigkeiten. "Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, sehen wir keinerlei Probleme für den Münchner Hauptbahnhof." Schon am Freitag war es am Hauptbahnhof wegen der anreisenden Wiesngäste voller als sonst. "Man merkt jetzt langsam schon, dass das Reisendenaufkommen für das Oktoberfest sich erhöht", sagte Hauner.
13:01 | ntatschl

Lage in München ist entspannt: Am Münchner Hauptbahnhof hat sich die Flüchtlingssituation weiter beruhigt. Bis heute Mittag kamen dort rund 300 Asylsuchende an, wie der deutsche Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner sagte. "Die Lage ist noch entspannter als in den Vortagen." An den beiden vergangenen Wochenenden hatte die Ankunft von jeweils 20.000 Flüchtlingen dort für chaotische Zustände gesorgt. Zuletzt waren täglich rund 1.600 Flüchtlinge eingetroffen. Der Grund: Sonderzüge verteilten die aus Krisen- und Kriegsgebieten ankommenden Menschen von Freilassing (Bayern) an der Grenze zu Österreich direkt in andere Bundesländer, ohne Halt in München.
12:45 | ntatschl

12:26 | ntatschl

Ein Video zeigt die Situation in Griechenland
12:19 | ntatschl

Caritas zieht die erste Bilanz: Die Caritas hat heute eine erste Bilanz ihrer Flüchtlingshilfe gezogen: Mehr als 800 engagierte Freiwillige der Caritas haben in den vergangen zwei Wochen mit der tatkräftigen Unterstützung Tausender Helfer auf Bahnhöfen und Grenzübergängen "täglich bis zu 10.000 Frauen, Männer und Kinder willkommen geheißen und versorgt", sagte Caritas Präsident Michael Landau Helfer in ganz Österreich waren und sind Landau zufolge rund um die Uhr im Einsatz, "wenn es darum geht, die Flüchtlinge mit Wasser und Lebensmitteln wie Brot, Bananen, Keksen, Äpfel und Nüssen zu verpflegen, medizinisch zu versorgen, Hygieneartikel, Decken, Kleidung, Schlafsäcke sowie Isomatten auszugeben oder den erschöpften Menschen ein offenes Ohr und in Notquartieren ein wenig Ruhe zu schenken". 52.000 Menschen informierten sich auf der Facebook-Seite "Wir helfen" laufend darüber, wie sie konkrete Hilfe leisten können. Nur 28 Minuten nach einem Aufruf über das soziale Netzwerk um 22.30 Uhr meldeten sich etwa 30 Helfer zum Nachtdienst in einem Wiener Flüchtlingsnotquartier. Daneben sorgten Hunderte freiwillige Arabisch- und Farsi-Dolmetscher für reibungslose Verständigung. "Allein in den Wiener Pfarren werden derzeit mehr als 1.000 Notquartiersplätze rasch und unbürokratisch zur Verfügung gestellt", sagte Landau.
12:14 | ntatschl

In Bayern befinden sich fast 800 mutmaßliche Schlepper in U-Haft: Im süddeutschen Bundesland Bayern werden immer mehr mutmaßliche Schlepper festgenommen. Fast 800 Menschen, die Flüchtlinge illegal über die Grenze nach Deutschland gebracht haben sollen, sitzen inzwischen im Freistaat in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin des Justizministeriums in München am Freitag auf Anfrage mitteilte. Das ist ein Anstieg von 50 Prozent innerhalb von nur sechs Wochen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Zahl mehr als versechsfacht. Sie ist so hoch, dass inzwischen reguläre Haftplätze für die Untersuchungshaft genutzt werden müssen. Bisher müssen die bayerischen Gefängnisse aber noch niemanden wegen Überfüllung in andere Bundesländer weiterschicken. "Die in Bayern zur Verfügung stehenden Haftplätze reichen derzeit aus", heißt es in der Stellungnahme des Justizministeriums.
12:10 | ntatschl

Live aus dem kroatischen Grenzort Tovarnik
12:07 | ntatschl

11:59 | ntatschl

Österreichkarte mit Anzahl der Soldaten im Grenzeinsatz nach Bundesländern (Grafik: APA)
11:57 | ntatschl

Salafisten werben in Deutschland um Flüchtlinge: Nach Erkenntnissen des deutschen Verfassungsschutzes werben radikal-islamische Salafisten unter den Flüchtlingen um Anhänger. "Wir beobachten, dass Salafisten als Wohltäter und Helfer auftreten, gezielt den Kontakt suchen, in einschlägige Moscheen einladen, um Flüchtlinge für ihre Sache zu rekrutieren", sagte Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen der "Rheinischen Post" (Freitag). Maaßen trat zugleich Befürchtungen entgegen, wonach die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" als Flüchtlinge getarnte IS-Kämpfer nach Deutschland zu schicken versucht. Verfassungsschutz und BND seien vielen Hinweisen nachgegangen, hätten aber keine Anzeichen dafür finden können, sagte er. Für Terroristen seien die Flüchtlingsrouten schlicht zu gefährlich, weil sie jederzeit in Lebensgefahr geraten oder auffliegen könnten. Wie die Zeitung weiter berichtete, haben Salafisten am Donnerstag in zwei großen Düsseldorfer Unterkünften versucht, Kontakt zu Flüchtlingen aufzubauen. Jeweils zwei Männer in weißen Gewändern, mit kahlrasierten Köpfen und schwarzen Bärten hätten 20 Laibe Brot für die Erwachsenen und Süßigkeiten für die Kinder dabei gehabt. Sie wollten von den Betreuungskräften des Roten Kreuzes wissen, wie viele Muslime sich in den Unterkünften aufhielten, und kündigten an, für sie in den Zelten aus dem Koran vorlesen zu wollen. Die Helfer lehnten dies dem Bericht zufolge ab und alarmierten die Behörden. Inzwischen sei der Staatsschutz im Düsseldorfer Polizeipräsidium eingeschaltet.
11:49 | ntatschl

11:47 | ntatschl

11:47 | ntatschl

Die liberalen Parteien der EU fordern mehr Geld für die UNO-Flüchtlingshilfe: Deutlich mehr Geld für die UNO-Flüchtlingshilfe, die Betroffene in der Nähe von Krisenländern in Lagern betreut, wünscht sich der Chef von Europas Liberalen, der ehemalige belgische Premierminister Guy Verhofstadt. Von "fünf Milliarden Euro Soforthilfe" für Lager unter UNO-Aufsicht sprach NEOS-Chef Matthias Strolz am Freitag in Wien in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Als zweite Maßnahme im Umgang mit dem Flüchtlingsstrom tritt Verhofstadt für Verteilungsquoten in der EU ein. Die EU-Staaten müssten die Verantwortung teilen.
11:45 | ntatschl

Die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt will ein Viertel der Gelder aus dem EU-Entwicklungsfonds für die Flüchtlinge in den Herkunftsländern bzw. in deren Nachbarstaaten verwenden. Dies wären in der Finanzperiode von 2014-2020 bei einer Gesamtsumme von 30,5 Mrd. Euro mehr als sieben Mrd. Euro. Schmidt forderte eine effizientere Verwendung der Mittel aus dem EU-Entwicklungsfonds. Außerdem müsse er flexibler eingesetzt werden können. Immerhin sei dieser Fonds gegenüber der Periode 2007-2013 von 22,6 auf nunmehr 30,5 Mrd. Euro aufgestockt worden. Allerdings gebe es mit den Mitteln oft keine Projektförderung in den betroffenen Ländern, sondern "das geht in das Budget der Staaten hinein". So eine missbräuchliche Verwendung habe es zuletzt in Haiti gegeben. Anstatt dringende Hilfe für die Menschen dort zu leisten, sei das Geld ins Budget des Landes geflossen.Schmidt bemängelte auch, dass es nach der Auszahlung der einmal gewährten Gelder de facto keine Kontrolle über den Einsatz der Mittel in diesen Staaten gebe.
11:44 | ntatschl

Die Zahlen der Asylanträge im Detail: Im Quartalsvergleich stieg damit die Zahl der Asylanträge in Österreich am drittstärksten in der EU hinter den Niederlanden (plus 159 Prozent) und Lettland (plus 123 Prozent). Mit 38,0 Prozent verzeichnete Deutschland im zweiten Quartal den größten Anteil erstmaliger Asylbewerber in der EU. Dahinter liegen Ungarn mit 15,3 Prozent, Österreich folgt mit einem Anteil von 8,2 Prozent an dritter Stelle.Insbesondere erhöhte sich EU-weit die Zahl der Syrer und Afghanen beträchtlich und erreichte von April bis Juni fast 44.000 bzw. 27.000, teilte das EU-Statistikamt mit. Syrische und afghanische Staatsangehörige stellten im zweiten Quartal die zwei größten Gruppen erstmaliger Asylbewerber und ein Drittel aller erstmaligen Asylbewerber in der EU. Die Anzahl der Kosovaren, die zu Jahresbeginn noch die größte Gruppe ausmachte, ging von fast 50.000 von Jänner bis März auf knapp über 10.000 im zweiten Quartal zurück. Im Vergleich zur Einwohnerzahl hat Ungarn die meisten erstmaligen Asylbewerber, gefolgt von Österreich. Auf eine Million Einwohner kamen von April bis Juni in Ungarn 3.317 Antragsteller, in Österreich 2.026, in Schweden 1.467 und in Deutschland 997. Die niedrigsten Quoten verzeichneten die Slowakei mit fünf Asylbewerbern je eine Million Einwohner, Kroatien (6), Rumänien (19), Slowenien (20), Litauen (21), Portugal (24) und Tschechien (26). EU-weit kommen 420 erstmalige Asylbewerber auf eine Million Einwohner.
11:43 | ntatschl

Die Zahl der Asylanträge in der EU gestiegen: Die EU hat von April bis Juni über 210.000 erstmalige Asylbewerber verzeichnet. Dies entspricht fast einer Verdoppelung (plus 85 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einer Zunahme von 15 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2015. In Österreich stieg die Zahl im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 79 Prozent auf 17.395 erstmalige Asylbewerber, wie Eurostat heute mitteilte.
11:41 | ntatschl

Zur Situation in Paris
11:36 | ntatschl

Der Einsatz des Bundesheeres im Detail: Mit Stichtag Freitag sind 993 Soldaten im Einsatz. Direkt im Grenzeinsatz sind 363 Soldaten im Burgenland, 231 in Kärnten und 137 in der Steiermark, wobei jene in Kärnten und der Steiermark erst von der Polizei eingeschult werden. In Oberösterreich verrichten 99 Soldaten Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben. In Salzburg sind 85 am Bahnhof im Einsatz, wo sie die Polizei beim Ordnungsdienst und bei der Überwachung der Gleise sowie bei der Sicherung von Notunterkünften unterstützen. Darüber hinaus sind in mehreren Bundesländern 78 Soldaten der Militärstreife unterwegs. Beim Unterstützungseinsatz sind 583 Soldaten tätig. Sie geben Essen aus, transportieren Flüchtlinge und Material. Aktuell werden zum Beispiel im Burgenland Hilfsgüter des Roten Kreuzes transportiert und in Wien Essen ausgegeben. Das Militärkommando Wien hat seit Dienstag rund 30.000 Portionen Essen zubereitet, an elf Ausgabestellen überbracht und teilweise auch selbst ausgegeben. Darüber hinaus hat das Bundesheer 27 Großraumzelte für je 20 bis 40 Personen, 350 Feldbetten sowie eine Feldküche in Salzburg zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind 202 Fahrzeuge und zwei Hubschrauber im Einsatz. (Bild: APA)
11:34 | ntatschl

1.600 Soldaten sind an den Grenzen im Einsatz: 993 davon sind beim Grenzeinsatz, 583 helfen bei Verpflegung und Transport. Das Militär hat mittlerweile auch einiges an Gerät und Material aufgewendet. 202 Fahrzeuge und zwei Hubschrauber sind im Einsatz. Alleine in Wien wurden seit Dienstag 30.000 Essensportionen gekocht. Die Leistungen des Bundesheeres im Rahmen der Flüchtlingskrise teilen sich generell in zwei Bereiche: sicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatz und Unterstützungseinsatz. Beim Assistenzeinsatz sind nur Berufs- und Zeitsoldaten aus den sogenannten Kaderpräsenzeinheiten im Dienst. Sie unterstützen die Polizei bei den Grenzkontrollen sowie bei anderen Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben und sind wie die Exekutivbeamten bewaffnet. Bei der Unterstützungsleistung kommen auch Grundwehrdiener zum Einsatz. Diese Soldaten transportieren Flüchtlinge sowie Materialien und Geräte und helfen bei der Verpflegung der Menschen. (Bild: APA)
11:30 | ntatschl

Die Pariser Regierung setzt in der Flüchtlingspolitik ganz auf den Gleichschritt mit Berlin. Kaum eine Ministerrede ohne den Verweis auf gemeinsam Vorschläge zur Umverteilung von Schutzsuchenden in der EU. Aber die Kurswechsel Deutschlands - erst offene Arme, dann plötzlich doch Grenzkontrollen - zwingen die Verantwortlichen an der Seine zu argumentativen Pirouetten. Selbst in den Reihen der sozialistischen Regierungspartei PS wächst deshalb der Ärger über Kanzlerin Angela Merkel, während die rechte Front National (FN) das Thema mit Blick auf die bevorstehenden Regionalwahlen genüsslich ausschlachtet. Die deutsche Politik der vergangenen Wochen brachte Paris gleich doppelt in Erklärungsnot. Zunächst hielten Kommentatoren Präsident Francois Hollande die deutsche Großherzigkeit vor - die Grünen prangerten gar eine "schuldige Untätigkeit" Frankreichs an. Dann bewegten sich die Deutschen mit den zeitweisen Grenzkontrollen auch noch gefühlt in Richtung einer alten FN-Forderung, die Frankreichs Grenzen am liebsten schon gestern dichtgemacht hätte.
11:29 | ntatschl

Deutscher Außenminister auf Besuch in der Türkei: Auf dem Programm des Besuchs steht unter anderem ein Treffen mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu. Bei den Gesprächen geht es auch um den Konflikt zwischen den türkischen Sicherheitskräften und den Kurden, vor allem mit der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), im Osten des Landes. Offen ist noch, ob es auch eine Begegnung mit Präsident Recep Tayyip Erdogan geben wird. Der deutsche Grünen-Chef Cem Özdemir begrüßte die Bemühungen, eine "humanitäre Lösung" in der Flüchtlingskrise zu finden. Zugleich forderte er Steinmeier auf, gegenüber Erdogan auch anzusprechen, dass die Türkei die Krise in der Region anheize.
11:28 | ntatschl

Finanzierung für die Türkei? Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat der Türkei weitere Hilfe bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Aussicht gestellt. Zu Beginn eines eintägigen Besuchs in Ankara mahnte Steinmeier am heutigen Freitag eine "gerechte Lastenverteilung" innerhalb Europas an. Ankara hat eigenen Angaben zufolge bisher 7,6 Mrd. Dollar (6,72 Mrd. Euro) für die Versorgung von 2,2 Millionen Syrern aufgewendet. Steinmeier betonte, dass Transitländer und Länder, die in den vergangenen Jahren viele Flüchtlinge aufgenommen hätten, besondere Unterstützung bekommen müssten. "Ich hoffe, dass das wenigstens gemeinsame europäische Auffassung ist."
11:17 | ntatschl

11:05 | ntatschl

Marko Arnautovic hat sich gestern in der Flüchtlingsdebatte zu Wort gemeldet. Der österreichische Fußball-Teamspieler antwortete dabei via Facebook auf die Nominierung seines ÖFB-Kollegen David Alaba für die #showyourfacechallenge und positionierte sich klar gegen Fremdenhass und Rassismus.

#showyourfaceThx David Alaba !!Let’s point the way to more compassion for refugees who are forced out of their native homes because of war!!Ich nominiere Aleksandar Dragović , Zlatko Junuzovic und meinen Manager Leonhard Pranter

Posted by Marko Arnautovic official Fanpage on Thursday, September 17, 2015
10:44 | ntatschl

Tödlicher Unfall in Calais: Bei einem Versuch, auf einen Zug durch den Eurotunnel zu gelangen, ist ein Flüchtling durch einen Stromschlag getötet worden. Der vermutlich aus Syrien stammende Mann wurde in der Nacht zu Freitag am französischen Eingang des Eurotunnels neben einem Frachtzug tot aufgefunden, wie die Behörden mitteilten. "Der Mann starb durch einen Stromschlag, als er auf den Zug klettern wollte", erklärte die Präfektur. Offiziellen Angaben zufolge kamen damit seit Ende Juni in der Region Calais zehn Flüchtlinge am Eurotunnel ums Leben.In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais sitzen mehr als 3000 Flüchtlinge fest, die meisten von ihnen aus Ostafrika, Syrien und Afghanistan.
10:41 | ntatschl

10:22 | ntatschl

09:55 | ntatschl

Situation über Neuankömmlinge in Salzburg vorerst unklar: ür den Hauptbahnhof hat der nächtliche Sonderzug große Entlastung gebracht, weil dadurch nur mehr 150 bis 200 Menschen in der Tiefgarage übernachten mussten. Diese sei nach der gestrigen Reinigung und Desinfektion wieder in gutem Zustand. Die Nacht selbst ist laut Greifeneder recht ruhig verlaufen. Und im Notquartier Straniakstraße in Salzburg-Kasern haben ebenfalls rund 100 Flüchtlinge übernachtet. Unklar war, mit wie vielen neu ankommenden Menschen für Freitag zu rechnen ist. Informationen lagen darüber keine vor, allerdings habe sich in Wien inzwischen herumgesprochen, nicht zu viele in kurzer Zeit nach Salzburg abfahren zu lassen, weil hier sonst der Bahnhof gesperrt werden muss, sagte der Sprecher.Weiterhin unterbrochen blieb auch am Freitag der fahrplanmäßige Bahnverkehr zwischen Salzburg und Bayern.
09:54 | ntatschl

Salzburg meldet "deutliche Entspannung": Die deutschen Behörden haben gegen Mitternacht noch einen Sonderzug von Salzburg nach Freilassing genehmigt, mit dem rund 600 Menschen die ersehnte Einreise nach Deutschland gelang. Am Grenzübergang Saalbrücke nahmen die Reisenden über die Nacht das Notquartier an. Deutlich verbessert hat sich die Lage am Grenzübergang nach Freilassing, wo am Donnerstag bis zu 400 Flüchtlinge auf die Einreise warteten. Die Umgebung war dort schon Donnerstagfrüh extrem vermüllt, die Stadt Salzburg hat gestern im Verlauf des Tages die Reinigung organisiert, heute Früh präsentierte sich der Bereich nach einer neuerlichen Reinigung in einem ordentlichen Zustand. In der Lagerhalle im Keller des früheren Zollgebäudes wurden am Abend rund 150 Betten aufgestellt, auf denen 100 bis 150 Flüchtlinge die Nacht verbracht haben, sagte Johannes Greifeneder, Sprecher der Stadt Salzburg, zur APA. Gegen 2.00 Uhr durften die letzten Wartenden dann noch über die Grenze. Am Freitagvormittag befanden sich keine Flüchtlinge mehr vor der Brücke oder im Zollgebäude.
09:38 | ntatschl

Angespannte Situation zwischen Serbien und Kroatien: Rados Djurovic vom Belgrader Zentrum für Asylschutz, welches die Flüchtlinge rechtlich und psychologisch unterstützt, hat die neu entstandene Situation am Freitag allerdings als das "schlechtest mögliche Szenario" bezeichnet. Serbien dürfte sich in eine Pufferzone für Flüchtlinge verwandeln. Täglich hätten sich in Serbien auch schon bisher zwischen 15.000 und 20.000 Flüchtlinge aufgehalten, nun dürften diese Zahlen stark ansteigen, warnte Djurovic gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS. Zuletzt waren in Serbien täglich etwa 2.000 Flüchtlige angekommen. Fast alle wollten sofort weiter Richtung zu ziehen. Nachdem Ungarn seine Grenzen geschlossen hat, versuchen die meisten nun über Kroatien und Slowenien nach Österreich und Deutschland zu gelangen. In einem diese Woche eingerichteten Aufnahmelager bei Sid an der Grenze zu Kroatien hielten sich die Flüchtlinge daher meist nur wenige Stunden auf. Die lokalen Behörden bereiten sich nun darauf vor, nun mehr Flüchtlinge zu versorgen.
09:37 | ntatschl

Serbien droht Kroatien mit dem Gericht: Serbien will die Schließung der sieben von insgesamt acht gemeinsamen Grenzübergängen durch Kroatiens vor internationale Gerichte bringen. Er möchte Kroatien und jedes andere Land darauf aufmerksam machen, dass die Schließung von internationalen Wegen nicht infrage kommen, erklärte der serbische Arbeitsminister Aleksandar Vulin in einer ersten Reaktion auf die Entscheidung Kroatiens. Man werde vor internationalen Gerichten den Schutz von wirtschaftlichen und sonstigen Interessen Serbiens verlangen, kündigte Vulin gegenüber der staatlichen Presseagentur Tanjug an. "Wir werden nicht die Zeche für die Unfähigkeit anderer zahlen", so Vulin. Kroatien hatte in der Nacht auf Freitag sieben Grenzübergänge zu Serbien geschlossen, nachdem seit Mittwoch rund 13.000 in dem Land eingetroffen waren. Serbien habe bisher die Situation mit mehr als 140.000 Flüchtlingen zu meistern gewusst. "Es tut mir leid, dass die kroatische Solidarität und Menschlichkeit nur zwei Tage gedauert hat", unterstrich der Minister.
09:35 | ntatschl

Lage im Burgenland vorerst ruhig: Die Flüchtlingssituation im Burgenland ist Freitagfrüh weiterhin relativ entspannt gewesen. Die Landespolizeidirektion Burgenland berichtete auf Nachfrage von einer "derzeit ruhigen Lage". In der Nacht auf heute, Freitag, sei im Landesnorden ein Schlepper festgenommen worden, teilte Polizeisprecher Wolfgang Bachkönig der APA mit. Insgesamt habe man rund 300 Flüchtlinge im ganzen Land aufgegriffen. Die meisten Personen überschritten im Bereich des Businessparks in Heiligenkreuz im Lafnitztal (Bezirk Jennersdorf) die österreichisch-ungarische Grenze. Sie wurden laut Exekutive mit Bussen umgehend nach Wien weitertransportiert, Probleme seien keine aufgetreten. Zwölf Personen wurden im Bezirk Neusiedl am See aufgegriffen, sagte Bachkönig.
09:04 | ntatschl

08:51 | ntatschl

Ungarn hat den Notstand auf die Grenze von Kroatien ausgeweitet: Nach Angaben des regionalen Internetportals "bama.hu" waren am selben Tag rund 200 Flüchtlinge aus Kroatien nach Ungarn gekommen. "Kroatien ist für denn Beitritt zur Schengen-Zone ungeeignet", attackierte Szijjarto das EU-Nachbarland. Ungarn gatte am Dienstag den Flüchtlingskrisenfall für die weiter östlich liegenden südlichen Komitate Bacs-Kiskun und Csongrad ausgerufen und die Grenze zu Serbien für Flüchtlinge abgeriegelt. Seitdem versuchen Tausende Migranten, über Kroatien in den Westen zu gelangen. Die meisten von ihnen visieren eine Route an, die über Slowenien nach Österreich führt. Ungarn hat an der Grenze zu Serbien einen Stacheldrahtzaun errichtet, an der zu Kroatien noch nicht. Der Krisenfall ermächtigt die Behörden zu besonderen Maßnahmen gegen Flüchtlinge. So sind dann reguläre Asylverfahren nicht mehr nötig, weil Ungarn seine südlichen Nachbarn als "sichere Drittländer" eingestuft hat.
08:29 | ntatschl

Kroatien nahm Flüchtlinge aus Slowenien nicht zurück: Kroatien nimmt 150 Flüchtlinge, denen Slowenien am gestrigen Donnerstag die Einreise verweigert hatte, nicht zurück. Dies teilte die slowenische Polizei in der Nacht auf Freitag mit. Die Flüchtlinge waren auf dem Grenzbahnhof Dobova in einem aus der nahegelegenen kroatischen Hauptstadt Zagreb kommenden Zug aufgegriffen worden. Den Flüchtlingen war die Einreise verweigert worden, weil sie keine Ausweisdokumente hatten. Laut Medienberichten zeigten sie nur eine Bestätigung der kroatischen Polizei, die ihnen auferlegte, das Land innerhalb von 30 Tagen zu verlassen. Sie wurden noch in der Nacht mit einem Sonderzug ins westslowenische Aufnahmelager Postojna gebracht. Insgesamt waren rund 200 Flüchtlinge im Zug. Einer kleineren Gruppe erlaubte die slowenische Polizei offenbar die Einreise.
08:27 | ntatschl

3.700 Flüchtlinge reisten unerlaubt nach Deutschland: Die deutsche Bundespolizei hat an der deutsch-österreichischen Grenze am Donnerstag rund 3700 Flüchtlinge gestoppt. Das waren rund 1000 Menschen weniger als am Mittwoch, jedoch etwas mehr als am Dienstag. Zudem wurden acht Schlepper festgenommen, wie ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim in der Nacht zum Freitag mitteilte. Schwerpunkt war auch am Donnerstag die Saalachbrücke zwischen Salzburg und dem bayrischen Grenzort Freilassing (Landkreis Berchtesgadener Land). Auch die Bahnsteige in Freilassing seien teils voller Flüchtlinge gewesen, sagte der Sprecher. Nach der Registrierung in Sammelstellen der Region werden die Flüchtlinge auf ganz Deutschland verteilt.
08:24 | ntatschl

08:21 | ntatschl

300 Menschen überquerten österreichische Grenze: In der Nacht auf Freitag haben rund 300 Flüchtlinge in Heiligenkreuz im Burgenland die österreichisch-ungarische Grenze überschritten. Nach Angaben der Polizei wurden die Neuankömmlinge mit Bussen umgehend nach Wien weitertransportiert, Probleme seien keine aufgetreten. Ansonsten sei die Nacht im Burgenland ruhig verlaufen, hieß es weiter. In Kärnten und Salzburg war die Lage nach Polizeiangaben ruhig. Auf der Saalachbrücke zwischen Salzburg und dem bayrischen Grenzort Freilassing befänden sich derzeit keine Flüchtlinge mehr, hieß es.
08:15 | ntatschl

08:14 | ntatschl

+++ Menschen strömen über die grüne Grenze in Kroatien +++
07:46 | ntatschl

Kein Zugverkehr zwischen Salzburg und München: Weiterhin keinen Zugsverkehr gibt es auf der Strecke von Salzburg nach München über Freilassing. Es könne kein stabiler Fahrplan garantiert werden, deshalb beginnen und enden die Railjet-Züge der Achse Budapest-Wien-München am Bahnhof Salzburg, teilten die ÖBB mit. Der Krisenstab tagt wieder Freitagvormittag.
07:46 | ntatschl

ÖBB-Züge fahren wieder über das deutsche Eck: Seit heute 5.00 Uhr werden ÖBB-Fernverkehrszüge wieder über das Deutsche Eck fahren. Die Railjets werden zwischen Kufstein und Salzburg durchfahren und keinen Aufenthalt auf deutschem Gebiet haben, teilten die ÖBB mit. Der Zugsverkehr über das Deutsche Eck war mit der Begründung eingestellt worden, dass sich immer wieder Flüchtlinge auf oder bei den Gleisen aufgehalten haben. Die Fernverkehrszüge zwischen Zürich, Bregenz oder Innsbruck und Salzburg, Wien oder Budapest wurden daraufhin zwischen Salzburg und Wörgl über Zell am See umgeleitet. Das bedeutete eine Verspätung von rund 90 Minuten. Ab Freitag fahren die Railjets in beiden Richtungen wieder die kürzere Strecke zwischen Salzburg und Kufstein, wurde in einer Sitzung des Einsatzstabes Donnerstagabend beschlossen - auch angesichts des bevorstehenden Wochenendes und bekannten starken Reiseaufkommens an Freitagen.
07:25 | ntatschl

Ungarn trennt Kinder von ihren Eltern: Gerüchte werden laut, dass Ungarn Flüchtlingskinder von ihren Eltern trennt. Es sollen sich in Ungar dramatische Szenen abspielen. Genauere Details dazu waren vorerst nicht bekannt.
07:24 | ntatschl

Slowenien verweigert die Einreise: Slowenien hat einen Teil der Flüchtlinge, die am Donnerstagabend mit einem Zug aus Zagreb am Grenzübergang Dobova angekommen waren, nicht ins Land gelassen. "Wir werden die Flüchtlinge in kürzestmöglicher Zeit wieder nach Kroatien zurückschicken", sagte Polizeisprecher Anton Stubljar in einer Presseerklärung. Rund 300 Flüchtlinge waren nach Angaben der Polizei mit dem Zug aus Zagreb am Donnerstagabend in Dobova angekommen. Die Hälfte davon konnte mit gültigen Dokumenten weiterreisen. Rund 150 Menschen, die keine geeigneten Dokumente hatten, wurden vorläufig in drei Waggons auf dem Bahnhof untergebracht.
07:23 | ntatschl

Kroatien macht seine Grenze zu Serbien dicht: Kroatien macht wegen des massiven Zustroms der Flüchtlinge seine Grenze zu Serbien dicht. Sieben Grenzübergänge sind für den Verkehr bis auf Weiteres geschlossen, teilte das Innenministerium am späten Donnerstagabend mit.

(Red./APA)

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