Freidemokraten-Obmann Helmut Stubner im Interview: “Wiens Qualität hat nichts mit der jetzigen Politik zu tun”

2Kommentare
Helmut Stubner im VIENNA.at-LIVE-Interview.
Helmut Stubner im VIENNA.at-LIVE-Interview. - © Vienna.at/Johanna Mayer
Helmut Stubner, Bundesparteiobmann der Freidemokraten, stand uns in Hinblick auf die Wien-Wahl im Oktober im LIVE-Gespräch vor der Kamera Rede und Antwort.

Für die Freidemokraten wird es im Herbst 2015 der erste große Wahlkampf in Wien. Obmann Helmut Stubner verortet aber bereits einige Baustellen in der Stadtpolitik, die er mit seiner Partei gerne “aufräumen” würde: “Die Stadt hat meiner Meinung nach großen Reformbedarf, es gibt viel Stillstand.”

Hart ins Gericht geht Stubner insbesondere mit dem “Sozialismus, der diese Stadt regiert und die Menschen bevormundet” – zu viel Bürokratie, aber zu wenig Reformen und Handlungen verortet der Obmann der Freidemokraten in der jetzigen Wiener Stadtpolitik.

“Wien gleicht einem Sozialismus-Museum”

Um den “sozialistischen Strukturen” entgegenzusteuern, haben die Freidemokraten ihr eigenes Konzept: In Wien müsse eine “neue Mittelschicht” entstehen, daran hänge “Gedeih und Verderb des wirtschaftlichen Wachstums in Wien,” führt Stubner weiter aus. “Das erzielt man etwa, indem man aus den Mietern in Gemeindebauten Eigentümer macht. Das geht. Denn die Menschen haben diese Gemeindebauten schließlich bezahlt, daher sollten sie auch über deren Zukunft mitreden dürfen.”

Dringenden Handlungsbedarf sehen die Freidemokraten in der wirtschaftlichen Bürokratie, sei es nun bei Neugründungen, Standortfragen oder Konzessionen. “Es kann nicht sein, dass ein Stahlwerk oder ein Automobilhersteller nach denselben Kriterien bewertet wird als ein Jungunternehmer, der ein kleines Tattoo-Studio eröffnen möchte. Es ist so – wir schießen mit ganz großem Kaliber auf die ganz Kleinen, wodurch Entfaltung verhindert wird,” vergleicht Stubner und fordert eine deutliche Entbürokratisierung.

Video: Helmut Stubner im Interview

Was sich die Freidemokraten für die Wahl 2015 erhoffen, warum er die neue Mariahilfer Straße als “Katastrophe” sieht, weshalb er mit Wiens derzeitigem Bürgermeister nicht zufrieden ist und warum Wiens aktuelle Lebensqualität “nichts mit der jetzigen Politik zu tun hat”, erklärte uns Helmut Stubner weiters im Interview:

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


2Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel