NEOS-Kandidatin Beate Meinl-Reisinger im Interview: “Mit Häupl die Katze im Sack kaufen ist auch schwierig”

Von Daniela Herger
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Im Interview mit VIENNA.at sprach NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger über den dem Thema Rauchverbot “zugrunde liegenden Murks”, erklärt, warum Häupl möglicherweise schon zu lange als Bürgermeister im Amt ist, und verriet uns, was sie an Wien wirklich liebt.

Im Vorfeld der Wien-Wahl im Herbst gibt es bereits jetzt ein paar heiße Eisen, zu denen uns Beate Meinl-Reisinger im LIVE-Interview am Dienstag Frage und Antwort gestanden hat.

Das Rauchverbot und der “zugrunde liegende Murks”

Zum Dauerbrenner-Thema Rauchverbot kritisiert Meinl-Reisinger den “zugrunde liegenden Murks” der für die Wiener Wirte dadurch entstanden ist, dass sie zuerst für getrennte Raucher- und Nichtraucher-Zonen um mehrere Millionen Euro Umbauten durch führen lassen mussten, die nun mit dem vollkommenen Rauchverbot in der Gastronomie, das uns ins Haus steht, wieder hinfällig sind. Als Leid tragend sieht sie in dieser Debatte auch die Anrainer.

Über Bildung, Gewalt-Demos und Pograpschen

“Kinder brauchen Wurzeln und Flügel”, bemüht Meinl-Reisinger im Gespräch mit VIENNA.at ein beliebtes Bonmot der NEOS zum Lieblingsthema Bildung und Familie. Was die Vermittlung von Werten an Kinder betrifft, sieht sie zwar in erster Linie das Elternhaus in der Pflicht, betont dann jedoch auch die Wichtigkeit des Bildungssystems, das hier bereits in den Kindergärten ansetzen sollte. Aktuell haben die NEOS hierzu auch die Petition “1:3 – sei dabei” gestartet, bei der es sich um einen verbesserten Betreuungsschlüssel schon für die Kleinsten dreht.

“Grundrechte und Menschenrechte sind uns ein großes Anliegen, da wollen wir auch nicht, dass eingegriffen wird”, betont die NEOS-Spitzenkandidatin, als das Gespräch auf die umstrittenen Demonstrationen rund um Pegida, Akademikerball und Co. kommt. Demonstriert soll also im Sinne dessen werden dürfen – was sie aber als problematisch sieht, ist die Hofburg als Schauplatz für den Akademikerball, und Verständnis äußert sie auch für die Wienerinnen und Wiener, die sich durch die wegen Demos häufig gesperrte Ringstraße gestört fühlen. Meinl-Reisinger fordert eine Offenlegung der Eckdaten sämtlicher Demonstrationen, die in Wien stattfinden.

Meinl-Reisinger: “Was kommt nach Häupl?”

Als wir Meinl-Reisinger nach dem amtierenden Wiener Bürgermeister fragen, erklärt sie uns, dass sie an Häupl durchaus schätze, dass dieser eine bedingungslose Haltung gegen Ausgrenzung einnehme, dass man aber Gefahr laufe, das Gespür für die Menschen zu verlieren, wenn man mehrere Legislaturperioden im Amt bleibe. Am “Gehabe von vorgestern” der SPÖ allgemein und Häupl speziell übt sie Kritik. “Die Frage ist nur: Was kommt nach Häupl?” Sie gibt zu bedenken, ob man mit Häupl nicht nur die Katze im Sack kaufe – bzw. wähle.

Was in Wien geändert gehört

Bildung, Arbeitslosigkeit, ein hoher Schuldenberg – das sind für Beate Meinl-Reisinger die Themen, wo man in Wien ansetzen müsste. Weniger Priorität hätte ihrer Meinung nach der Umbau der Mariahilfer Straße gehabt, den sie dennoch für gelungen hält. Wie sie darüber genau denkt, sowie den Standpunkt der NEOS zu vielen weiteren “Baustellen” in Wien sehen Sie im Video vom Interview.

Das LIVE-Interview mit der NEOS-Spitzenkandidatin

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(red)

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