Wien Anders-Kandidatin Juliana Okropiridse im Interview: “Haben uns zur Aufgabe gemacht, Probleme aufzuzeigen”

Von Daniela Herger
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“Hol dir die Stadt zurück”, so der Wahl-Slogan von Wien Anders. Was genau sie darunter versteht, warum man keine etablierte Partei wählen sollte, und dass sie keiner “Spaßpartei” angehört, hat uns Wien Anders-Spitzenkandidatin Juliana Okropiridse im Live-Interview verraten.

Sie liebt den Yppenmarkt in Wien-Ottakring, wo sie auch wohnt, findet das totale Rauchverbot in Wien – obwohl selbst Raucherin – sehr positiv, und setzt sich mit ihrer Partei Wien Anders für günstigeres Wohnen in der Bundeshauptstadt ein: Juliana Okropiridse, ihres Zeichens Spitzenkandidatin für die Wien Wahl 2015, hat im Gespräch mit VIENNA.at zu vielen Themen Stellung genommen, die Wien bewegen.

Okropiridse zur Demonstrationskultur

Wichtig ist Okropiridse zufolge, dass die Anliegen der einzelnen Wienerinnen und Wiener gehört werden. Demonstrationsfreiheit ist ihrer Partei ein Anliegen – bei den Kundgebungen rund um Pegida, Akademikerball und Co. sind für sie nicht die Protestierenden das Problem, sondern die Veranstalter. “Eigentlich finde ich es ganz schrecklich, dass es so Sachen wie Pegida oder auch den AkademikerInnenball noch immer gibt, das ist eher der Skandal als die Ausschreitungen von den dazugehörigen Protesten,” bezieht sie Stellung. “Es wäre katastrophal der Demokratie und allgemein den Menschenrechten gegenüber, zu sagen, das es nicht mehr erlaubt ist, dagegen vorzugehen.”

Wie viele Menschen zeigen, dass sie dagegen sind und sich motivieren lassen, wenn es um “Knackpunkte” in Wien geht, findet sie nach eigener Aussage “sehr schön”. Ihre Meinung zur Demonstrationskultur hat Okropiridse, die auch selbst an “NoPegida”-Protesten in Wien teilnahm, im Gespräch klar dargelegt.

Wien Anders zum Thema “Pograpschen”

Sexuelle Belästigung ist für Wien Anders ein Problem, gegen das es einer rechtlichen Handhabe bedarf. Wie Okropiridse betont, soll prinzipiell jeder Mensch dieselben Rechte und Möglichkeiten haben.

“Wenn ich mich als arbeitende Frau darauf gefasst machen muss, dass mir irgendwer an den Arsch greifen darf und dafür nicht belangt werden kann, dann seh ich mich da nicht gleichberechtigt. Deswegen finde ich es richtig und gut, dass man dagegen vorgeht und es eine gesetzliche Absicherung gibt. Jeder Mensch sollte ein Recht auf einen sicheren Arbeitsplatz haben.”

Diese “Baustellen” bewegen die Partei

Dringender Handlungsbedarf besteht für Wien Anders weiters etwa bei den Themen Migrationspolitik, Wohnen und Gleichberechtigung – was genau Juliana Okropiridse zu diesen Themen denkt, erfahren Sie im Detail in unserem Video-Interview.

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