Frank Stronach sprach über “Reinigung des Hauses” im ZIB 2-Interview

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Frank Stronach sieht kein Chaos innerhalb seiner Partei.
Frank Stronach sieht kein Chaos innerhalb seiner Partei. - © APA
Am Mittwoch sprach Frank Stronach im ZIB 2-Interview mit Armin Wolf über die momentane Lage seiner Partei in der Steiermark, nach dem nun der Vizeparteichef Michael Auer nach nur drei Monaten abgesetzt wurde.

Vor nicht einmal drei Monaten hielt Frank Stronach noch große Stücke auf Michael Auer, der nun kurz vor der Landtagswahl in der Steiermark durch Josef Kaltenegger als Spitzenkandidat ersetzt und am Mittwoch als Vize-Chef des Team Stronach abgesetzt wurde.

Frank Stronach über die Situation in der Steiermark

“Sie wollen behaupten in Ihrer Partei herrscht Ordnung?”, fragt Armin Wolf den Parteigründer. Das Team Stronach sei eine neue Partei – und da “muss man von Zeit zu Zeit das Haus reinigen. Sie reden immer von Chaos. Chaos gibt es nur dort, wo keine Entscheidungen getroffen werden”, erklärte Frank Stronach am Mittwoch zu den jüngsten personellen Turbulenzen im Interview mit Armin Wolf.

Den nach nur drei Monaten abgesetzten Vizeparteichef Michael Auer nannte er “eine recht nette Person”, über die er “nichts Schlechtes sagen” könne. Aber er habe kein Vertrauen mehr in ihn. Über Auers Nachfolger als steirischer Spitzenkandidat, Josef Kaltenegger, wusste Stronach nicht viel zu sagen. “Das ging ziemlich schnell”, meinte er nur, “manchmal muss man Entscheidungen treffen”.

ZIB 2-Interview mit Armin Wolf

Frank Stronach wollte im ZIB 2-Interview allerdings weniger über die Situation innerhalb seiner Partei sprechen, sondern über ein Thema, das vielen Österreichern am Herzen liegen würde. Immer wieder sprach er über die Arbeitslosenzahlen: “Es gibt fast eine halbe Million Arbeitslose, die wollen hören: ‘Was hat der Stronach für Ideen’. [..] Wenn du keine Arbeit hast, dann machst du dir Sorgen darüber”. Weiter darauf angesprochen, wie es mit der Partei weitergehen soll, spricht Stronach über seine Ambitionen in der Politik: “Ich komme hier her und sage das System passt nicht und nehme mein eigenes Geld. Ich bin in der Steiermark geboren und mein Gewissen sagt mir, ich soll irgendetwas machen. Ich habe 30 Millionen Euro von meinem eigenen Geld genommen, um zu zeigen, dass man etwas besser machen kann”.

(APA/Red)

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