Europa League: Rapid bringt sich gegen Sassuolo um die Mühen einer starken ersten Hälfte

Rapid kam gegen Sassuolo nicht über ein 1:1 hinaus.
Rapid kam gegen Sassuolo nicht über ein 1:1 hinaus. - © APA/Hans Punz
Rapid Wien hat im Europa-League-Heimspiel gegen Sassuolo Calcio in den ersten zwölf Minuten Chancen auf ein 3:0, muss sich wegen des Nachlassens in Hälfte zwei aber mit einem 1:1 begnügen.

Ein bizarres Eigentor hat Rapid am Donnerstag einen Heimsieg in der Europa League über Sassuolo gekostet. Nach der Führung durch Louis Schaub in der 7. Minute köpfelte Thomas Schrammel in der 66. Minute den Ball zum 1:1-Endstand in die eigenen Maschen. Die Hütteldorfer warten damit schon fünf Bewerbspartien auf einen Sieg, haben aber als Dritte der Gruppe F weiterhin Aufstiegschancen.

Trotz der jüngsten Tiefschläge war bei Rapid zu Beginn von einer Krisenstimmung nichts zu merken. Die Gastgeber begannen überfallsartig, schnürten die Italiener an deren Sechzehner ein und wurden dafür schnell belohnt. Nach einer Eckball von Thomas Murg und einer Flanke von Mario Pavelić konnte sich Sassuolo nicht befreien, Murg brachte den Ball noch einmal in den Gefahrenbereich und Schaub war aus kurzer Distanz mit seinem schwächeren rechten Fuß erfolgreich.

Für den ÖFB-Teamspieler war es bereits das 16. Tor im 27. Europacupspiel. Drei Minuten später hätte der 21-Jährige seine Bilanz fast noch weiter aufpoliert, als er zwei Verteidiger aussteigen ließ und dann nur um Haaresbreite das Tor verfehlte. In dieser Tonart ging es zunächst weiter: In der zwölften Minute schoss Murg nach sehenswerter Vorarbeit von Schaub genau auf Goalie Andrea Consigli, in der 13. Minute traf Arnór Ingvi Traustason aus guter Position nicht das Sassuolo-Gehäuse.

Sassuolo hielt Rückstand in Grenzen

Dann aber fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Antonino Ragusa tauchte in der 16. Minute allein vor dem Rapid-Tor auf, spitzelte den Ball jedoch knapp vorbei. Fünf Minuten später klärte Richard Strebinger vor Matteo Politano.

Rapid kam erst gegen Ende der ersten Hälfte wieder halbwegs gefährlich vor das gegnerische Tor. In der 33. Minute ging ein abgefälschter Murg-Schuss drüber, in der 41. Minute schloss Joelinton einen sehenswerten Angriff mit einem Seitfallzieher an die Oberkante der Querlatte ab.

Rapid baute nach Seitenwechsel stark ab

Diesen Schwung konnten die Rapidler nicht in die zweiten 45 Minuten mitnehmen. Nach Wiederanpfiff erlangte Sassuolo zusehends die Kontrolle über die Partie. So wurde es in der 59. Minute brenzlig, als der eingewechselte Gregoire Defrel in Strebinger seinen Meister fand.

Sieben Minuten danach hatte Schrammel seinen folgenschweren Aussetzer. Nach einer Flanke von Federico Peluso köpfelte der Linksverteidiger den Ball völlig unbedrängt ins lange Eck – der verdutzte Strebinger war ohne jegliche Abwehrchance.

Wirklich erholen konnte sich Rapid von diesem Schock nicht mehr. Die Partie spielte sich in der Endphase zumeist in der Hälfte der Hütteldorfer ab, immerhin blieben die Gäste ohne zwingende Möglichkeit. Doch auch bei Rapid ging in der Offensive nur noch wenig – einige vielversprechende Kontersituationen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt.

Schößwendter musste verletzt durchspielen

Zu allem Überfluss erlitt Abwehrchef Christoph Schößwendter im Finish eine Knöchelverletzung, musste jedoch bis zum Schluss durchbeißen, weil Coach Mike Büskens schon dreimal gewechselt hatte. Davor hatte sich auch der zweite Innenverteidiger verletzt – Christopher Dibon war wegen Problemen im Gesäßmuskelbereich zur Pause in der Kabine geblieben.

Beide Spieler dürften für das Derby am Sonntag gegen die Austria zumindest fraglich sein. Auf internationaler Ebene geht es für Rapid mit dem Retourmatch am 3. November (19:00 Uhr, live auf Sky) auswärts gegen Sassuolo weiter. Die Italiener halten so wie Rapid bei vier Punkten, an der Spitze liegt Genk mit sechs Zählern.

(APA, Red.)

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