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Zweite Chance für Klien

Christian Klien wird am Sonntag den Großen Preis der Formel 1 von Brasilien für das spanische Hispania Racing, HRT F1 Team fahren. Damit erhält der Hohenemser zum zweiten Mal in dieser Saison die Chance, sein Können auch im Rennen unter Beweis zu stellen. Vor dem Qualifikationstraining beantwortet er Fragen zum Kurs, den Aussichten für Sonntag und die nähere Zukunft.

Christian, warum kommt es gerade hier in Sao Paulo zum nächsten Renneinsatz?
Christian Klien: Teamchef Colin Kolles hat mich am Mittwoch am Abend informiert, dass ich hier starten werde. Ich würde das als ganz normale Rotation zwischen den vier Piloten im Team bezeichnen. Und es freut mich, dass man mir nach meinem ersten Renneinsatz in Singapur zutraut, das Team auch hier weiter zu bringen. Ich kenne das Auto aber nach nur einem Renneinsatz immer noch zu wenig. Vor allem habe ich noch ein Erfahrungsmanko, was das Reifenverhalten angeht. Zumindest haben wir aber die Kinderkrankheiten wie Sitzposition und Pedalerie jetzt gut im Griff.

Wie lief es bisher in den Trainings?
Ich kenne die Strecke zum Glück ja von früher und bin hier 2005 auf Startplatz 6 gestanden. Seit damals wurde allerdings hier komplett neu asphaltiert. Die schlimmsten Buckel sind weg. Generell sehen wir hier hoffentlich besser aus als in Singapur. In Sektor 1 und 3 gibt es lange Geraden, da sind wir durchaus bei der Musik. Sektor 2 ist völlig anders, sehr winkelig, teilweise stop-and-go. Dort fehlt uns massiv die Downforce, da verlieren wir unsere Zeit auf die anderen. Ich habe am Freitag einige Longruns auf weichen Reifen gefahren, die sahen deutlich besser aus als in Singapur. Im Trockenen sollte es also besser passen. Dazu bekomme ich für Quali und Rennen einen neuen Motor. Der aus den Trainings hatte schon eine hohe Laufleistung und ein Formel 1-Motor verliert mit dem Alter immer ein bisschen Leistung. So 10-15 PS werden es schon gewesen sein.

Das Team braucht einen 11.Platz. Wie realistisch ist der?
Realistisch betrachtet eher unmöglich. Aber es kann in Brasilien immer viel dazwischen kommen. Der Auftrag lautet klar, vor Virgin zu bleiben und evtl. in einem verrückten Rennen den entscheidenden Platz zu holen, um an Lotus vorbeizuziehen. In den ersten Trainings waren wir halbwegs auf Augenhöhe, vor allem auf Longruns. Daher: kontrolliertes Risiko im Rennen. Es könnte diesmal bei gutem Wind ein “Rennen im Rennen” werden.

Was tut sich hinter den Kulissen? Man hört ja so einiges – von Williams-Getriebe bis neuen Eigentümern. Und Bernie Ecclestone hat vor ein paar Tagen in einem Interview mit der Financial Times in Anspielung auf HRT gemeint, “ein paar dieser Krüppel” müsse man loswerden.
Das Technische betrifft alles 2011. Ich muss zunächst hier einmal meine Leistung bringen, um an 2011 denken zu können. Die Partnerschaft mit Williams hat viele Vorteile: Den Antriebsstrang wie ein gutes Mittelfeldteam, Gewichtseinsparung beim Getriebe, höhere Zuverlässigkeit. Es geht also in die richtige Richtung. Und Bernie Ecclestone hat in seiner typischen Art für Schlagzeilen gesorgt, aber er schätzt Fighter und Racer wie Colin Kolles und unterstützt ihn sicher voll bei seinen Plänen für 2011. In jedem Fall wird das Team 2011 auch ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Wann werden wir wissen, ob du dann mit an Bord bist?
Wenn es nach mir geht, am liebsten schon morgen. Aber die Zeit der Werksbudgets ist vorbei und wer viel Geld mitbringt, hat immer noch gute Karten, auch wenn einige Paydriver-Modelle heuer nicht so funktioniert haben wie geplant. Und es ist ja noch ein halbes Jahr, bis die Saison 2011 beginnt. Ich kann nur meine Empfehlung hier auf der Rennstrecke abgeben.

Quelle: Christian Klien Presseservice

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