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Zum Abschied 1. Saisonsieg

Pablo Montoya hat dem Rennstall Williams-BMW am Sonntag zum Abschluss der Formel-1-Weltmeisterschaft 2004 den ersten Saisonsieg geschenkt.

In seinem letzten Rennen für das englisch-deutsche Team setzte sich der Kolumbianer auf dem holprigen Interlagos-Kurs bei Sao Paulo vor seinem künftigen Kollegen Kimi Räikkönen (FIN/McLaren-Mercedes) sowie Lokalmatador Rubens Barrichello (Ferrari) durch und feierte seinen vierten GP-Sieg. Weltmeister Michael Schumacher, nach einem Trainingsunfall nur vom 18. Startplatz ins Rennen gegangen, verpasste als Siebenter den 100. Podestplatz für Ferrari.

Für Jaguar endete das fünfjährige Formel-1-Engagement mit einem Debakel: In der 24. Runde kollidierten die grünen Boliden von Mark Webber und Christian Klien. Der Australier, der zu Williams-BMW wechselt, schied aus, der für 2005 noch vertragslose Österreicher kam schließlich mit zwei Runden Rückstand über Rang 14 nicht hinaus. Damit fiel die Schlussbilanz Jaguars ernüchternd aus. In fünf Saisonen nur 49 WM-Punkte bei einem Einsatz von hunderten Dollar-Millionen, 2004 nur zehn WM-Punkte, zu denen Newcomer Klien drei beisteuerte (Rang 16 der Fahrer-Wertung) und Platz sieben in der Konstrukteurs-Wertung.

Montoya verhinderte mit seinem vierten Erfolg im 68. Grand-Prix das erste sieglose Jahr von Williams-BMW. „Es war sehr hart, die Boxenstrategie hat es mir ermöglicht, vor Kimi zu bleiben“, sagte der Kolumbianer. „Ich habe mir gedacht, ’mach nur keinen Blödsinn’. Das Jahr mit einem Sieg zu beenden, ist unglaublich.“

Vize-Weltmeister Barrichello kam aus der Pole Position in seinem zwölften Heimrennen immerhin erstmals auf das Podest, für „Rubinho“ war es nach Rang vier 1994 erst die zweite Zielankunft in Interlagos. Doch hatte er sich den ersten Erfolg vor seinen Landsleuten erhofft. „Schade, aber ich hatte Probleme mit dem ständig wechselnden Wetter“, sagte Barrichello, der zum überlegenen Sieg Ferraris in der Konstrukteurs-Wertung 114 der insgesamt 262 Punkte beitrug.

Michael Schmacher, der als 13-facher Saisonsieger seinen siebenten WM-Titel schon lange fix hatte, kam im 14. Antreten in Brasilien nur in die Punkteränge, die er dort erst zwei Mal verpasst hat. Der Gewinner von 83 GP-Rennen, davon vier im Land des Fußball-Weltmeisters, schob sich zwar bald nach dem Start auf Rang sieben vor, drehte sich dann unmittelbar vor Klien und schließlich fehlten weniger als zwei Sekunden auf Rang vier. Das verkorkste Wochenende in Sao Paulo verhinderte, dass es ein echtes Traumjahr wurde, doch „Schumi“ durfte mit erneutem Titelgewinn und Rekorden (148 WM-Punkte) dennoch zufrieden in den Urlaub düsen. „Ohne den Dreher wäre ich vielleicht noch Vierter geworden“, meinte Schumacher.

Klien kam nach einem der besten Starts seiner Debüt-Saison als Neunter aus der ersten Runde zurück, musste aber nach der Kollision mit Webber zum Wechsel des Frontflügels an die Boxen und war darauf nur noch 15. Nach dem Rennen nahm er die Schuld am Zusammenstoß auf sich. „Mark ging innen an mir vorbei und ich habe ihn zu spät gesehen. Diese Kollision war meine Schuld, es tut mir persönlich für Mark sehr leid. Danach war das Rennen eigentlich gelaufen“, sagte der Vorarlberger, der mangelnde Geschwindigkeit bei trockenen Bedingungen als Ursache nannte. Dass er in 18 Rennen als Neuling 14 Mal die Zielflagge sah, durfte positiv vermerkt werden, die Zukunft Kliens in der Königsklasse des Motorsports steht freilich in den Sternen.

Endstand nach 71 Runden:

01. Juan Pablo Montoya (COL) – Williams-BMW
02. Kimi Räikkönen (FIN) – McLaren
03. Rubens Barrichello (BRA) – Ferrari
04. Fernando Alonso (ESP) – Renault
05. Ralf Schumacher (GER) – Williams-BMW
06. Takuma Sato (JPN) – BAR
07. Michael Schumacher (GER) – Ferrari
08. Felipe Massa (BRA) – Sauber
09. Giancarlo Fisichella (ITA) – Sauber
10. Jacques Villeneuve (CAN) – Renault
11. David Coulthard (GBR) – McLaren
12. Jarno Trulli (ITA) – Toyota
13. Ricardo Zonta (BRA) – Toyota
14. Christian Klien (AUT) – Jaguar
15. Timo Glock (GER) – Jordan
16. Zsolt Baumgartner (HUN) – Minardi
17. Gianmaria Bruni (ITA) – Minardi

Out: Button, Heidfeld, Webber

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