Zug der Linie U6 beschädigt: Wiener Linien kommentieren "Schuss-Attentat"

Stecken hinter dem angeblichen "Attentat" auf die U6 wirklich Schüsse?
Stecken hinter dem angeblichen "Attentat" auf die U6 wirklich Schüsse? ©Wiener Linien/Johannes Zinner (Sujet)
Einem Medienbericht zufolge soll ein Zug der Linie U6 in einer Station durch Schüsse beschädigt worden sein. Ein lauter Knall erschreckte Fahrgäste und Fahrer, in einer Scheibe fanden sich Löcher. Was wirklich dahintersteckt, hat VIENNA.at von den Wiener Linien erfahren.

Wie Wiener Linien-Sprecherin Anna Maria Reich im Gespräch mit VIENNA.at erläuterte, habe sich der Vorfall folgendermaßen abgespielt.

Knall, aber keine Schüsse auf die U6

Am Sonntag gegen 19:15 Uhr sei ein Fahrer der Linie U6 gerade aus der Station Am Schöpfwerk herausgefahren, als ihn und die Fahrgäste im Waggon plötzlich ein lauter Knall erschreckte.

Die Scheibe des U-Bahn-Zuges sei gesplittert gewesen und habe Sprünge aufgewiesen, so Reich. Zwei Löcher mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern seien in dem Sicherheitsglas gewesen. “Dass es sich um faustgroße Löcher handelte, stimmt so nicht,” erklärte die Sprecherin. Auch, dass auf den Zug der U6 mit einer Waffe geschossen worden sei, könne sie nicht bestätigen.

“Attentat” auf U-Bahn: Hintergrund unklar

Man habe im Wageninneren der U6 kein Projektil oder Ähnliches gefunden. “Die Beschädigung könnte theoretisch vom Dagegenhauen oder -treten sein, das ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen,” erläutert Reich.

Im Bereich der U6-Station Tscherttegasse, wo die Züge oberirdisch verkehren, sei es schon vorgekommen, dass Kinder oder Jugendliche etwas auf den Zug geworfen hätten. Wenn die Fahrer dort Kinder stehen sehen, würden sie die Fahrt oftmals zur Sicherheit verlangsamen und seien besonders achtsam, so die Sprecherin. Verletzt wurde bei der Attacke auf die U6 jedenfalls niemand, Fahrer und Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon.

(red)

 

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