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Zuckergranulat im Kindertee: Dafür steht Hipp mit seinem Namen

In Kindertee von Hipp soll Zukergranulat enthalten sein.
In Kindertee von Hipp soll Zukergranulat enthalten sein. ©Bilderbox/Symbolbild
Die deutsche Konsumentenschutzorganisation Foodwatch fährt schwere Geschütze gegen Hipp, den Hersteller von Kindernahrungsmitteln, auf: dem Unternehmen wird Irreführung bei der Vermarktung von Instant-Tees für Kleinkinder vorgeworfen. Die als "Durstlöscher" beworbenen Getränke würden Zuckergranulat enthalten und müssten eigentlich als Süßigkeit eingestuft werden. Hipp dementiert: Im Vergleich zu handelsüblichen Instant-Tees würden die Kindertees ausschließlich natürliche Kräuter- und Fruchtextrakte enthalten, rechtfertigte sich das Unternehmen in einer am Mittwoch an die APA übermittelten Stellungnahme.

Die Getränke würden ohne Zusatz von künstlichen Aromen und zahnschädigende Säuren wie etwa Zitronensäure hergestellt. Sie entsprechen laut Hipp den gesetzlichen Vorgaben für Kindertees und haben im Vergleich zu anderen Getränken, die als Durstlöscher auch für Kleinkinder empfohlen werden, wie zum Beispiel gespritzte Fruchtsäfte, einen geringeren Zuckergehalt, so Hipp.

Hipp stellt Tee auf eine Stufe mit Mineralwasser

Foodwatch kritisiert jedoch, dass Hipp die Tees, die für Kleinkinder ab dem zwölften Lebensmonat geeignet sind, auf eine Stufe mit Mineralwasser stellt. “Tatsächlich handelt es sich bei den Instant-Tees um Zuckergranulat, das mit Tee-Extrakt versetzt ist. Pro Tasse (200 Milliliter) enthält der fertige Tee umgerechnet rund zweieinhalb Stück Würfelzucker. Als Durstlöscher für Kinder empfehlen Experten dagegen nur ungesüßte Tees, Wasser”, so Foodwatch, und allenfalls noch stark verdünnte Säfte.

Foodwatch startet Internetaktion

Die Verbraucherorganisation startete eine E-Mail-Aktion. Auf www.abgespeist.de können Verbraucher das Unternehmen auffordern, die Instant-Tees für Kleinkinder aus dem Sortiment zu nehmen. “Gezuckerte Tees für Kleinkinder sind so überflüssig wie ein fünftes Rad am Kinderwagen. Die Alternative ist so simpel: Man nehme einen Teebeutel und gieße ihn mit kochendem Wasser auf”, erklärte Anne Markwardt von Foodwatch. Es wird sich weisen, ob Hipp den gezuckerten Tee wie gefordert aus dem Sortiment nimmt.

(Red./APA)

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